EM in Schweden – Resultat okay

 2025 ILCA SENIOR EC 05 1016 2

 

Nach der ILCA 7-EM auf den Foils über den Wittensee

(Marstrand (Schweden), 11./16.08.2025 – Wittensee, 06./07.09.2025-- Text: Friedl Buhl, Bilder ©: (siehe Bildangaben))

Die ILCA 7-EM in Schweden weckt schöne Erinnerungen. Zwar nicht bezogen auf die Insel Marstrand bei Göteborg, aber an Landskrona (Südschweden), im Jahre 2009: Philipp wird zum wiederholten Male Junioren-Europameister. Ob nun die Erwachsenen-EM 16 Jahre danach vielleicht wieder zu einem tollen EM-Erfolg führt? Wahrscheinlich hatte er diesen Anspruch nicht sehr großgeschrieben – wenngleich nicht abgeschrieben. Die aktuelle Segelsaison nach Wettkämpfen und letztlich auch Trainings betrachtet, war dafür aus verschiedenen Gründen doch nicht hinreichend umfangreich.

Schließlich endete das EM-Event für den früheren Senior-Europameister (2012) und Vize- (2015) „nur“ mit einem 14. Rang. Auch wenn der letzte Tag mit einem Highlight, leider aber auch mit einem wiederholten Dämpfer endete, konnte seine Gesamtleitung seine Erwartungen sicherlich ohne nicht erfüllen.  Eine größere Enttäuschung war es für ihn trotzdem nicht.

Zunächst zur EM nach Schweden
(Marstrand (Schweden), 11./16.08.2025)      Schon zum Auftakt lief es nach Philipps Vorstellungen nicht rund. Die nicht berauschenden Plätze 16 und 20 (späteres Streichergebnis der Qualifyingserie) belasteten sein Punktekonto leider schon von Anfang an. Obwohl damit seine Erwartungen noch nicht in die Ferne rückten.
 
Am zweiten Tag stellte sich eine deutliche Steigerung. Ein 8. und danach noch der hervorragende 2. Platz munterten den Oberallgäuer vom Segelclub Alpsee-Immenstadt (SCAI) sowie Norddeutschen Regattaverein (NRV) auf.  Vor allem ließ der die 2. Position in der 4. Wettfahrt Hoffnung schöpfen. Am Start war immerhin ein sehr starkes Feld von 153 Konkurrenten aus 30 plus 12 Nationen (außereuropäisch).  
 
Doch dem erfreulichen Vortag folgte am 3. Tag eine eher bittere Ernüchterung. Denn ein 19. und zu allem Überfluss auch noch ein 18. Platz in den letzten beiden Qualifying-Rennen warfen Philipp vom 24. auf den 36. Rang der vorläufigen Bilanz zurück. Unter den drei Fleets qualifizierte er sich nun zwar problemlos für das Goldfleet, aber dies nicht in gewohnter souveräner Weise. Sehr überzeugend dagegen der deutsche Nachwuchssegler Justin Barth mit seiner 8. Zwischenbilanz-Position.
Dass andererseits die Bedingungen nicht einfach waren, zeigte sich beispielsweise auch an Topsegler Pavlos Kontides. Mit nur wenigen Punkten besser lag der Zypriote nur 5. Plätze (31.) vor Philipp. Somit eine ebenso ungewohnte Gegebenheit.
 
Am 4. Tag herrschte Seglerwind-Flaute und es gab keine weiteren Wettfahrt. Damit waren für die Folgetage zwei plus jeweils eine Nachhol-Wettfahrt auf dem Plan.
 

In den 5. Tag startete Philipp mit dem sicherlich enttäuschenden und bis dahin schlechtesten Ergebnis (32.). Doch das kann – besonders in der erhöhten Goldfleet-Leistungsdichte - mitunter leicht vorkommen. Auch ohne größere Fehler. Wiederholen sollte es sich halt möglichst nicht. Am besten: Ursachenanalyse – Problemsituation vermeiden – Rest ausblenden. Dass er das gut kann, bewies er zigfach.

So kam es dann erfreulicherweise auch. Mit Philipps weiteren Platzierung 7 und 4 war seine überwiegend positive Tagesstimmung gerettet. Der Zwischenbilanzzähler sprang schließlich um 50 % nach vorne auf die 18. Position. Philipps Lowlevel-Zielsetzung Top Ten war noch nicht verspielt. Sie hing nun jedoch an einem ziemlich gut verlaufenden letzten Tag.
 
Tag 6, der Abschlusstag signalisierte für Philipp kein Ende eines zu viel an Up and Down. Doch nach dem 24. Platz in der ersten Wettfahrt ließ er prompt noch einmal die Sonne und Hoffnung aufgehen: und wie! Ein Wettfahrtsieg, der erste bei dieser Regatta.

Der Gewinn einer Wettfahrt gibt immer etwas hoch Erfreuliches und eine tolle Bestätigung für das Mögliche und Können. Gleichwohl waren das Top Ten-Ergebnis mit der abschließenden Wettfahrt höchstwahrscheinlich nicht mehr zu erreichen. Diese endete wieder wie zum heutigen Tagesbeginn mit einem unerfreulichen 24. Rang.

Die Medaillengewinner sind Michael Beckett (1., England), George Gautrey (2., Neuseeland) und Duco Boss (3., Niederlande).

G r a t u l a t i o n den Medaillisten!

Weitere Ergebnisse:
4. Ethan Mcaullay (Australien), 5. Finley Dickinson (England), ... 14. Philipp Buhl (bester Deutscher), ... Lorenzo Brando Chiavarini (Italien), ... 24. Pavlos Kontides (Zypern), 35. Justin Barth (Deutschland), ... 41. Julian Hoffmann (Deutschland), ... 46. Philip Walkenbach (Deutschland), ...
Folgende deutsche Segler platzierten sich ...
-  im Silberfleet (52. Bis 102.): Till Wanser und Nico Naujock
-  im Bronzefleet (103. Bis 153.): Johannes Neumann und Magnus B. Borchardt.
 
Dass die Gruppe der 10 besten aus 10 unterschiedlichen Nationen kommen, belegt eine sehr hohe Leistungsdichte.
 
Ergebnisse im Überblick ...
- nach 3 Races bzw. 2. Tag  (3 Qualifying-WF)
- nach 4 Races bzw. 2. Tag  (4 Qualifying-WF)
- nach 6 Races bzw. 3. Tag  (6 Qualifying-WF)
- nach 6 Races bzw. 4. Tag  (Wegen Schwachwind keine neuen WF)
- nach 9 Races bzw. 5. Tag  (6 Qualifying-WF + 3 Goldfleet-WF)
- nach 12 Races bzw. 6. Tag  (6 Qualifying-WF + 6 Goldfleet-WF)
 
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Flitzer auf dem Wittensee
(Wittensee, 06./07.09.2025:)       Startberechtigt bei den alljährlichen Foiling Days auf dem Wittensee (Schleswig-Holstein) waren die foilenden Oberwasser-Flitzer Moth zusammen mit Switch und in separater Wertung die Waszp. Unter den 13 Meldungen der Moth-Kategorie gab es zwei Teilnehmer in der noch jungen neuen int. Klasse Switch. Philipp hat sich jüngst dieser Klasse verschrieben. Und er startete nun auf dem Wittensee mit diesem neu konstruierten One Design-Gerät zusammen mit den Motten.

Die Switch gibt es in den Segelflächen-Ausführungen von 6.5, 7.5 und 8.5 m², jedoch nur mit einen einzigen Satz Foils. Und sie ist als One Design konzipiert, daher die genaue Bezeichnung Switch One Design. Und dies ist neben der allgemeinen Ähnlichkeit zur Motte ein ganz wesentlicher Unterschied. Somit ist das Boot in verschiedenen Konstruktionspunkten einfacher, auch billiger und unterliegt folglich weit weniger den häufigen kostspieligen Veränderungen und letztlich Materialschlachten. Schließlich kommt es in One Design-Ausführungen dominant auf die individuellen Segelkünste an. Wie bei den ILCA-Booten auch. „Das ist es, was mir gefällt.“, gibt Philipp zu erkennen.  

Zurück zum Event des Wassersportclub Wittensee:
Am ersten geplanten Wettfahrttag herrschte aus Seglersicht nur Flaute. Es ging einfach nichts. Und schon gar nicht mit foilenden Booten, die i. d. R. mindestens an die 7 bis besser 8 Knoten (gut 2 Beaufort) Windspeed benötigen.

Philipp belegte den 5. Platz. Seinen Vorjahressieg konnte er somit nicht verteidigen. Woran es mit seinen erzielten Plätzen, (6), 6, 3, 4, 3 und 6, lag, bleibt zu analysieren. Vielleicht an noch zu wenig Trainingsmöglichkeiten und Erfahrungen mit dem neuartigen Gerät? Oder auch daran, dass Moth und Switch, zumindest bei bestimmten Windstärken, evtl. doch etwas unterschiedlichen Bootsspeed generieren können? Jedenfalls fehlten dem Vorjahresgewinner ein paar entscheidende Ausreißer nach vorne.

Das Podest ersegelten Markus Steeg (1.) Mathis Menke (2.) und David Schafft (3.).
 
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Weitere Links:

Veranstaltung (Moth Foiling Days)  Webseite

 

 

 

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