Hyeres: Bronze beim Int. Regatta-Klassiker

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Philipp Buhl unterstreicht seine Topform bei der French Olympic Week

(Hyeres / Frankreich, 22./27.04.2024 -- Text: Friedl Buhl, Bilder ©: (siehe Bildangaben))

Seit zwei Wochen prägt sein internes Update ein glückliches Gefühl aufgrund seiner erreichten Zielsetzungen. Mit der Weltcup-Regatta in Palma de Mallorca sicherte sich Philipp Buhl im dritten Kriterium abschließend und souverän das Olympia-Ticketgegen seinen langjährigen Trainingspartner Nik Aaron Willim. Und gleichzeitig on Top auch noch die Silbermedaille. Somit konnte der nun in Serie dreifache Olympiakandidat für Deutschland im ILCA 7 mit relativer Gelassenheit in den bevorstehenden Wettkampf aufnehmen.

Nun segelt der Weltmeister von 2020 erneut unter der kompletten Weltelite auf dem Segelrevier-Klassiker in der Bucht vor Hyeres auf’s Podest. Zielstrebig erkämpfte er bei teils leichten und vermehrt mittleren Windstärken die Bronzemedaille (FFVoile 2024) der Semaine Olympique Francaise (SOF).

Mit seinen jüngsten und seit fast zwei Jahrzehnten eingesegelten internationalen Spitzenerfolgen frischt der Sonthofer einmal mehr seine Stellung als Dauerbrennen und verlässlicher Erfolgsgarant für Deutschlands Olympiasegler auf.
Und insbesondere auch für den heimatlichen Segelclub Alpsee-Immenstadt ist er wohl schon längst das absolute Aushängeschild. Ob die Mitglieder des größenmäßig bescheidenen Vereins wirklich wahrnehmen, welche enorme Fokussierung, Bereitschaft, ... und letztlich sportliche Hochleistung sich dahinter verbirgt? ?
 
Regattaverlauf der ILCA 7 im QN-Modus
Das gesamte Teilnehmerfleet der ILCA 7-Klasse umfasste 129 Boote aus 72 Ländern. Darunter befanden sich 68 Segler aus 34 Nationen, welche das Nationenkriterium für einen Startplatz bei den Olympischen Spielen noch nicht geschafft hatten. Für diese Segler wurde extra eine LCR-Flotte (LCR := Last Chance Regatta) parallel zur klassischen SOF eingerichtet, damit die noch wenigen offenen Olympia-Startplätze vergeben werden konnten. Für Deutschland betraf die LCR-Teilnahme die Klassen 49er (Männer) und FX (Frauen). Beide erfüllten nun dieses internationale Kriterium des Weltseglerverbandes World Sailing (WS).

Der andere Teil der ILCA 7-Gesamtfleets mit bereits gesichertem Nationenstartplatz segelte die übliche SOF-Regatta (bzw. QN-Regatta [QN := Qualified Nations]). Dieses Teilnehmerfeld umfasste 68 Athleten aus 34 Nationen und damit ein grenzwertig großes Fleet. Darunter befand sich aufgrund der bereits erfolgten internationalen Qualifizierung die gesamte Weltspitzengruppe. Auch drei deutsche ILCA 7-Segler, allen voran der Olympiakader-Athlet Philipp, durften in diesem Fleet starten, weil er schon frühzeitig (bei den WMs 2023 und 2024) die Sicherung des Olympia-Startplatzes für Deutschland besorgte. Die ON-Fleets bei der SOF waren mit der Leistungsdichte eines Goldfleets vergleichbar. 

Der Auftakt verlief für Philipp mit Rang 7 gut. Die zweite geplante Wettfahrt konnte wegen problematischen Winden und auch dem Vorrang der LCR-Regatta  nicht mehr gesegelt werden.
 
Am zweiten Tag musste der Oberallgäuer neben dem wiederum recht ordentlichen 7. Rang allerdings auch ein mittelmäßiges zweistelliges Ergebnis (20.) hinnehmen. Damit konnte er sogar noch relativ zufrieden sein. Dass dies vor allem auch mit den sehr schwierigen instabilen Winden zu tun hatte, zeigte sich daran, dass die besten Zehn vom ersten Tag nahezu der Reihe nach  mindestens einmal ebenso ein zweitstelligen Ergebnissen um die Ränge 20 bis sogar 69 zu verbuchen hatten.
Philipp verbesserte sich in der Zwischenbilanz um drei Positionen auf den 4. Platz.
 
Mit den guten bis sehr guten Plätzen 9 bzw. 5 am dritten Tag konnte Philipp seinen bis dato 4. Platz des Gesamtzwischenergebnisses gut stabilisieren. Mehr noch, er kratzte mit nur mehr 1 Punkt Rückstand am Podest. Und zur Halbzeit des Tages (nach dem 5. Platz der ersten Wettfahrt) sprang er vorübergehend bereits auf den 3. Gesamtplatz.
 
Am folgenden vierten Tag ließ Philipp erneut nichts anbrennen. Der Segler vom Segelclub Alpsee-Immenstadt (SCAI) und Norddeutschen Regattaverein (NRV) zeigte Konstanz und kreuzte zweimal an 7. Stelle die Ziellinie. Damit buchte er nun den 3. Rang in der Führungsspitze. Vor ihm lagen nur noch Matt Wearn (1., Australien) und Michael Beckett (2., England).
 
ISOR3899 2Nun gings für Philipp im roten Overshirt des vorläufig Drittplatzierten weiter. Zwei Wettfahrten, plus nach Möglichkeit eine Nachholwettfahrt vom ersten Tag, waren noch im Fleet vor dem dann folgenden Finale am Schlusstag zu segeln.  
So traumhaft gut wie der Tag für Philipp mit einem Wettfahrtsieg begann, endete er mit einem Dämpfer-Ergebnis in der Folgewettfahrt. Der 27. Platz wurde zwar sein Update-Streicher, musste dafür aber den 20. Platz vom 2. Tag in die Wertung nehmen. An seinem Zwischenergebnis an 3. Position änderte sich nichts.
Jedoch waren damit im noch bevorstehenden Finale die Chancen eines möglichen weiteren Vorrückens im Endergebnis verbaut. Im Finale ging es Philipp letztlich „nur mehr“ um Verteidigung des 3. Medaillenplatzes. Dies gegen die beiden Konkurrenten Pavlos Kontides (4., Zypern) und Thomas Saunders (5., Neuseeland). Beide mit + 9 Punkten Rückstand.
 
Nun der Finale-Tag. Schon an den Vortagen zeigten sich die Winde auf dem allgemein sehr guten und beliebten Segel-Revier an der Cote d‘ Azur alles andere als von seiner guten oder gar besten Seite. Und dies für den Schlusstag zunehmend. Nur eine höchst bescheidene Brise, wenn überhaupt, war zu erwarten. Nach mehrstündigem Hoffen und Abwarten mit dem Medalrace-Start sollte schließlich das Event ausnahmsweise ohne das spannende Abschlussrennen der besten Zehn und somit ohne Endkampf um die Medaillen-Vergaben besiegelt sein.

Die Medaillisten heißen 1. Michael Beckett (England, Sieger auch zuvor auf Mallorca), 2. Matt Wearn (Australien, amtierender Weltmeister und Olympiasieger), 3. Philipp Buhl (Deutschland, 2. zuvor auch auf Mallorca).

G r a t u l a t i o n den Medaillisten,
und den weiteren zehn Besten
Weitere Platzierungen:
4. Pavlos Kontides (Zypern), 5. Thomas Saunders (Neuseeland), 6. Ethan Mcaulley (Australien), 7. Jean Baptiste Bernaz (Frankreich, 8. Hermann Tomasgaard (Norwegen), ... 33. Justin Barth (Deutschland, VSaW), ... 41. Julian Hoffmann (Deutschland, SCAI, VSaW).
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Ergebnisse ...
- nach 1 Races bzw. 1. Tag  (1 Qualifying-WF)
- nach 3 Races bzw. 2. Tag  (3 Qualifying-WF)
- nach 5 Races bzw. 3. Tag  (5 Qualifying-WF)
- nach 7 Races bzw. 4. Tag  (7 Qualifying-WF)
- nach 9 Races bzw. 5., bzw. 6 Tag  (9 Qualifying-WF)
- (Kein Medalrace wegen Schwachwind am 6. Tag)
 
Links:

 

Berichte 2023

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