(Gesamtbericht, veröffentlicht am 04.01.2024)
(Vilamoura, Portugal, 14./17.12.2023 -- Text: Friedl Buhl, Bilder ©: (siehe Bildangaben))
Mit einem sehr schönen und voll zufriedenstellenden Regattaerfolg beschenkte sich Philipp Buhl kurz vor bzw. – man könnte auch sagen – zum Weihnachtsfest selbst. Der Sonthofer steht am 17. Dezember nach den zwei letzten Goldfleet-Wettfahrten laut offiziell veröffentlichter Gesamtrangliste inklusive der Siegerehrung als Gewinner des „6. PORTUGAL GRAND PRIX“ vor Vilamoura fest.
Doch noch am selben Abend wurde daraus infolge einer Korrektur der zweite Platz, ohne dass sich Philipps Platzierung geändert hätten. Somit rückte der Norweger, Hermann Tomasgaard, mit einem Punkt Vorsprung von zuvor Platz Zwei auf die Eins und verdrängte Philipp auf die Zwei. Seine Freude über den erfolgreichen Abschluss unter den 96 Booten aus 27 Nationen trübte dies nicht nennenswert, denn, so Philipp: „Über sieben der insgesamt acht Wettfahrten bin ich recht stabil gesegelt. Und in der zweiten Halbzeit konnte ich mich zusehends steigern und über einen wirklich starken Abschluss freuen. Thomas ist zweifellos ein verdienter Sieger.“
Die Regatta begann mit vorwiegend leichtem Wind und für Philipp mit einem 11. und anschließendem 5. Platz.
Am 2. Tag gelang dem Oberallgäuer eine deutliche Steigerung. Er platzierte sich auf den Positionen 5 und 2.
Ein Patzer (22.) trübte Philipp etwas den dritten Tagesbeginn. Aber es sollte für ihn der einzige bleiben. Ein bis zwei mehr oder weniger ausgeprägte Ausrutscher während einer Wettfahrtserie sind erfahrungsgemäß für fast alle Segler durchaus die Regel und gefährden meist noch nicht Spitzenergebnisse.
Nach diesem unbefriedigenden Resultat (wurde zum Streichresultat) gelang Philipp dann ein Wettfahrtsieg. In der Zwischenbilanz rückte er auf den 4. Platz (24 Punkte) vor.
Von da an erfolgte für die Finalserie die Aufteilung der Gesamtflotte in ein Gold- und Silber-Fleet. Planmäßig waren noch zwei finale Wettfahrten zu segeln.
Es führten Tomasgaard (1., 9 Punkte) vor Michael Beckett (2., 13 P., England) und Sam Whaley (3., 16 P., England).
Spannendes und turbulentes Finale
Mit den mittelmäßigen Windbedingungen des Abschlusstages kam Philipp perfekt zurecht. Der Weltmeister von 2020 konnte über die beiden Goldfleet-Wettfahrten fast die Traumpunktzahl erzielen: 1. und 2. Platz. Er war damit auch Tagesbester.
Seine Hauptkonkurrenten im Kampf um die Podestplätze, Tomasgaard und Whaley konnten mit ihren jeweils zweistelligen Platzierungen, 13. und 23., bzw. 20. und 11., nicht annähernd mithalten. Beckett hatte Pech und konnte umständehalber nicht starten.
In der Schlussbilanz gereichte es mit einem Punkt Vorsprung Tomasgaard (26 P.) zum Sieg vor Philipp (2., 27 P.) und Yigit Yalcin Citak (3., Türkei, 39 P.).
Bis nach der offiziellen Siegerehrung stand allerdings Philipp auf dem Siegertreppchen und Norweger auf der Podiumsstufe 2 (siehe Bild). Erst eine spätere Korrektur änderte diese Reihenfolge. In der Tat ist er wohl ein verdienter Sieger, weil er über das gesamte Qualifying mit sechsmal Top-4-Resultaten eine überzeugende Stärke bewies. Moralischer Gesamtsieger war zunächst wohl sein deutscher Kollege und Freund Philipp.G r a t u l a t i o n den Gewinnern
Die Platzierungen weiterer deutscher Segler:
- Im Goldfleet:
36. Nico Naujock, ... , 39. Ole Schwenckendiek, ...
- Im Silberfleet (ab Rang 49) ...
platzierten sich Jonas Maximilian Mager, Gunnar Kröplin, Magnus Björn Borchardt und Maximilian Reger
Ergebnisse ...
- nach 2 Races bzw. 1. Tag (2 Qualifying-WF)
- nach 4 Races bzw. 2. Tag (4 Qualifying-WF)
- nach 6 Races bzw. 3. Tag (6 Qualifying-WF)
- nach 8 Races bzw. 4. Tag (6 Qualifying-WF + 2 Goldfleet-WF)
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