Berichte 2010
Philipp Buhl holt den IDM-Titel aus Hamburg zurück
Nun hatte er es fest im Visier und äußerte dies unverblümt: „Ich will die deutsche Krone wieder ins Allgäu zurückholen.“ Schließlich hatte er den Titel bereits als 17-jähriger Junior 2007 am Chiemsee spektakulär gewonnen und dabei die arrivierten Kadersegler aus dem Norden geschockt. Sie kannten damals den Steilstarter aus Bayern nur von seinen unübersehbaren Jugend- und Junioren-Erfolgen. Und dann war er plötzlich als ihr Konkurrent aus dem Background ganz nah da.
(Hamburg, 30.09./03.10.2010 (Text und Bilder: Friedl Buhl) Was Buhl nun in Hamburg auf der Außenalster bei der diesjährigen IDM schaffte, war außerordentlich. In 13 Wettfahrten über vier Tage ersegelte sich der nebenbei studierende Sportsoldat bei durchwegs mittleren bis kräftigen, aber äußerst drehenden und böigen Winden fünf Einzelsiege. Zweimal konnte er sich als Tagesbester präsentieren. Sein schlechtestes Ergebnis war nur ein zehnter Platz. Er hätte somit ohne Streicher des schlechtesten Ergebnisses am Ende noch klarer dominiert. Eine so überzeugende Leistungskonstanz im vorderen Bereich bei diesen taktisch so schwierigen Windverhältnissen konnte keiner aus dem Feld der 36 deutschen Topkonkurrenten vorweisen. Das i-Tüpfelchen setzte Buhl allerdings, indem er über alle Wettfahrten in den fortlaufenden Zwischenklassements immer dasselbe Bild produzierte: 1. Philipp Buhl. Er führte unangefochten. Im doppelt zählenden Finale (13. Wettfahrt, Medal-Race der besten Zehn), kam er jedoch in eine sehr beklemmende Situation, die ihn bei einem Haar um alles gebracht hätte. Der auf Goldkurs steuernde Segler vom Alpsee geriet mit seiner risikovollen Taktik aufgrund eines sehr ungünstigen Winddrehers in bedrohlichen Rückstand (4. Platz an der Luvmarke) und büßte die Führung zwischendurch an seinen Hauptkontrahenten Simon Grotelüschen (Lübeck) ein. Jetzt waren mentale Stärke, kühler Kopf und ruhige Nerven gefragt. Buhl war so von seiner Reviertaktik überzeugt, dass er an ihr weiter festhielt. Nach der zweiten Kreuz war der Kämpfer, dem der Titel in der Punkte-Zwischenrechnung bereits entzogen war, um einen Segler nach vorne gesprungen und nahe an Hauptgegner Grotelüschen dran. Dazwischen segelte noch der Hamburger Stefan Hoffmann. Buhl musste mindestens unmittelbar hinter Grotelüschen liegen, um wieder Titelkurs zu steuern. Hoffmann musste (so Buhls letzter Plan) irgendwie dazwischen entfernt werden. Viel Zeit bliebt nicht mehr. Ein spannender Showdown war nun für die Zielkreuz programmiert. In einem von Buhl getriggerten beeindruckenden Wendeduell näherte er sich unaufhaltsam seinem Angriffsziel Grotelüschen, der seinen Angreifer natürlich in permanente Abdeckung zu nehmen versuchte. Dieses Match verriegelte die Lücke zwischen den beiden Hauptdarstellern zusehens. Hoffmann machte das Seine richtig; er war kein Faktor um den Titel. Er sah und nutzte nur seine Medal-Race-Siegchance – sozusagen als lachender Dritter, während die Goldanwärter einen erbarmungslos Fight austrugen. Grotelüschen passierte das Ziel schließlich als Zweiter und Buhl (3.) keinen halben Meter dahinter. Er hatte es damit geschafft, nicht nur den Titel erneut zu gewinnender, sondern über den gesamten IDM-Verlauf seine Hand über ihm zu halten, ihn in der letzten Wettfahrt aus seinem Griff zu verlieren und ihn in allerletzter Minute doch wieder zurück zu erobern. Der Oberallgäuer kann die Laser-Trophäe wieder an den Alpsee zurückbringen, und er geht erneut in die Analen der Träger Deutscher Meistertitel der olympischen Laser-Klasse ein. Die Silbermedaille ging an Grotelüschen, Bronze an Malte Kamrath (Berlin), und mit dem unglücklichen Vierten musste Frithjof Schwerdt (Berlin) Vorlieb nehmen. Buhl bei der Siegerehrung: „Ich bin sehr glücklich über den Titelgewinn. Mein Respekt gilt auch den seglerischen Leistungen meiner Konkurrenten“. Eine hervorragende Leistung lieferte der 17-jährige bayerische Nachwuchssegler Sebastian Bühler (DTYC) mit seinem sechsten Platz bei seiner ersten Laser Senior IDM ab. Neben zahlreichen Top Ten-Ergebnissen gewann er sogar ein Race und wurde zweimal Zweiter. Damit konnte ihm kein Konkurrent seines Alters das Wasser reichen. Mit der IDM-Goldmedaille krönte der 20-Jahrige vom Segelclub Alpsee Immenstadt seine nun abgeschlossene Saison 2010. „Sie hätte für mich nicht besser verlaufen können. Bin mit allem sehr zufrieden!“, resümierte Buhl. Er bestätigte mit diesem Erfolg in Hamburg nochmals, dass er zurecht im Verlaufe der Saison an die Nummer 1 der Deutschen Rangliste vorgerückt ist. Im internationalen Ranking liegt das Mitglied der Deutschen Nationalmannschaft bereits an Position 14 und rangiert somit in der Gruppe der weltbesten Laser-Athleten. |
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Berichte 2010
Aus Australien mit besten Eindrücken zurück in die Heimat
Aus Australien mit besten Eindrücken zurück in die Heimat
Nach ansatzweiser Jetlag-Überwindung und ein paar Tagen Reviereingewöhnungs-Training auf dem Indischen Ozean vor der beeindruckenden wind- und sonnenreichen Stadt Fremantle / Perth im Südwesten Australiens stand für Buhl und seine zwei Kollegen des Deutschen National-Teams die „Perth International Regatta“ (Veranstalter-Testevent für die vorolympische WM 2011) auf dem Programm. Buhl belegte den 25 Platz. Das Regatta-Ergebnis stand für ihn nicht im Vordergrund, sondern viel mehr das Testen und Erkunden für den Zeitraum, wo es auf diesem Revier um weit mehr geht. Anschließend wurden die ausgezeichneten Segelbedingungen für eine Woche wertvollen Trainings genutzt. Das Exzellente und Verwöhnende ist der sogenannte „Fremantle Doctor“, die berühmte Seabrezze, die so regelmäßig, verlässlich, kühlend und kräftig ( häufig mit 4-5, teils bis über 6 Beaufort) bläst, wie kaum sonst wo auf der Welt. Aber auch der Fremantle Doctor hat seine Launen, was die Regatta mit ausgefallenen Wettfahrten zu spüren bekam. Zu den ungewohnte und schwierige Dingen gehört die Meerwelle, die in variierenden Eigenschaften (Länge Höhe und Laufgeschwindigkeit) stets aus dem Südwesten vom Süd-Ozean her anrollt – damit eben nicht wie üblich aus der aktuellen Windrichtung.
Morgen bricht für den Allgäuer Profi-Segler im fernen Kontinent der letzte Tag an. Noch einmal regeneriert er sich heute bei 25 °C im Schatten von den Trainings-Strapazen und arbeitet dabei häufig noch am Computer. Sein abschließender Kommentar: „ Ich werde hierzu noch einmal alles geben, um mit einem überaus guten Gefühl abzureisen.“ Und dann geht’s ab …“vom schönen heißen Wetter ins schöne kalte weiße Wetter, ins Allgäu. Da freue ich mich auch schon drauf.“ |
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(Perth, 04./15.11 und 16./20.11. (Regatta) und 21./28.11.2010 (Text: Friedl Buhl)
Der Beginn des Vorbereitungs-Training der deutschen Laser-Spitze konnte nicht ganz wie geplant stattfinden. Ihre Boote waren nach der langen Seereise um die halbe Welt im Hafen noch nicht verfügbar. Diese Zeit nutzten die Segler, um sich wenigstens ansatzweise an die extreme Zeitverschiebung anzupassen und den faszinierenden thermischen Seewind bewundern und sich auf die Erlebnisse mit ihm vorfreuen. Für Buhl begann die Regatta mit einem sieben und 20. Rang. Während für die Laser die erste Wettfahrt bei ablandigem Gradientwind aus Osten früh am Morgen gestartet wurde, mussten sich die Segler nach längerer Wartezeit auf dem Wasser auf die klassische Seabrezze aus Süden einstellen. Nach Buhls Strategie standen jedoch nicht die Wettfahrtresultate im Vordergrund, sondern das Exploren. Es galt beispielsweise, sie schräg anlaufende Welle auf den verschiedenen Kursen möglichst speedeffizient segeln und surfen zu lernen und die weite Palette der großraumtaktischen Feinheiten so gut wie möglich zu erkunden. Am zweiten Tag resultierte ein 15. und 28. Rang. Eine von Buhls Rückmeldung aus Perth lautete: „Start wieder rechts, aber die falsche Seite erwischt, kontinuierlicher Linksdreher (um 10 Grad). Aufholjagt nur bedingt geklappt.“
Der Durch-und-durch-Wettkämpfer ließ auch vermelden, was er als Antriebsmotor braucht: „Zudem brauche ich ein klares Ziel, um auch noch wirklich gut zu segeln. Das setzte ich mir heute auf Top 10 am Ende der Regatta.“ Eine extreme Herausforderung, die nicht jeder Teilnehmer gleichermaßen zu überwinden hat oder gut bewältigen kann, war die sehr ungünstige Zeitverschiebung um 7 Stunden in die Zukunft. Man muss sich vorstellen, was dies faktisch bedeutet: Aufstehen nachts um 1:00 und um 3:00 bzw. meist 6:00 auf dem Meer draußen unter voller Konzentration und körperlicher Beanspruchung zum ersten Startschuss bereit. In dieser Zeit ist der Körper für gewöhnlich auf Regeneration programmiert. Buhl berichtete von Gefühlen der Müdigkeit und Ausgelaugtheit, die zu vielen kleinen Fehlerchen führten, die man sonst nicht machen würde. Am dritten Tag – als ob Buhl sich den Erfolg einfach nur vorzunehmen braucht – schaffte er bei erstmals launischem Thermikwind die Plätze zehn und fünf. Buhl war beiläufig auf dem Weg zu seinem gesetzten Ziel. Es bleibt aber die Hauptaufgabe im Visier. Er teilt u. a. mit: „Der Wind kam trotz größerer Hitze (fast 40 °C) später und komischer Weise auch schwächer – sei aber üblich hier aufgrund der Lage des Hochdruckgebiets und des daraus resultierenden Gradientwindes.“
Nun sollte der Segler vom Alpsee den Beweis für den spät und beiläufig gesetzten Top Ten-Platz nicht mehr einbringen können. Der Fremantle Doctor )* begann wegen aufziehender Bewölkung zu schwanken und kränkeln. Die drei letzten Wettfahrten kamen daher windbedingt leider nicht mehr zustande.
Buhl bliebt in der Gesamtwertung auf dem ordentlichen Rang 25 stehen, unmittelbar vor seinem Kollegen Malte Kamrath (Berlin). Ein sehr gutes Ergebnis erzielte der dritte deutsche Segler Simon Grotelüschen (Lübeck) mit einem siebten Rang. Damit Perth die Weltreise rundum wert war, wurde über eine Woche noch intensives und aufschlussreiches Techniktraining sowie Trainingswettfahrten in internationalen Trainingsgruppen angehängt – dies bei wieder hervorragenden Bedingungen.
Hierzu ein Auszug aus Philipps Mail: „…
Was mein Studium anbelangt, ist das so eine Sache. Ich habe mich jetzt dazu entschlossen, die Studiumarbeiten auf zu Hause zu verschieben, weil nach einem so vollen Tagesprogramm eh nicht viel hängen bleibt und somit nur das schlechte Gewissen regieren würde. Ich erlebe noch ein paar Tage Sonne, Wind und Segelspaß pur, bevor ich wieder mit vielen neuen Erfahrungen zurück ins liebe kalte Allgäu komme, um dort sowohl mein Studium als auch meine Fitness zu pflegen. …“
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)* Die heutige angenehme Auslegung der althergebrachten Bezeichnung „Fremantle Doctor“ für den wegen seiner besonderen Eigenschaften einzigartige Seewind kommt daher, dass er von der nahe bei Perth liegenden Küstenstadt Fremantle herzukommen scheint und eine sehr wohltuende Absenkung der schier unerträglich heißen Landtemperaturen von bis über 40 °C mit sich bringt. „Freo Doctor“ oder auch nur „Doctor“, wie die Super-Seabrezze abkürzend auch genannt wird, flaut nicht gegen Abend ab, sondern legt noch zu und weht teils stark bis in die späte Nacht hinein.
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Feierstunde in Philipps Heimatclub
Feierstunde in Philipps Heimatclub
Meisterehrungs-Feier Philipp Buhl - SCAI
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Mein Heimat-Club, der Segelclub Alpsee Immenstadt (SCAI), veranstaltet eine Meisterehrungs-Feier anlässlich meines Goldmedaillengewinns bei der Int. Deutschen Meisterschaft. |
Meisterehrungs-Feier Philipp Buhl - SCAI
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Mein Heimat-Club, der Segelclub Alpsee Immenstadt (SCAI), veranstaltet eine Meisterehrungs-Feier anlässlich meines Goldmedaillengewinns bei der Int. Deutschen Meisterschaft.
Do., 04.11.2011,Beginn 20:00 Uhr (pünktlich!) Schrannenhalle im alten Rathaus, Marienplatz, Immenstadt / Allgäu Beste Parkmöglichkeiten in der Bräuhaus-Tiefgarage
Dazu lade ich auch meine Sponsoren, Förderer, Gönner und Fans, die mich so hilfreich unterstützen bzw. während meiner Wettkämfte stets eifrig die Daumen drücken, herzlich ein.
Wichtig aus organisatorischen Gründen: Wenn ihr freien Zugang zu Imbiss und Getränken wollt - was ich annehme -, müsst ihr bitte unbedingt eine kurze
Anmeldung bis spätestens Mi., 03.11.2011 senden. Danke!
Freue mich auf euren Besuch.
Euer Segler
Philipp Buhl
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Philipp Buhl mit Frauen-Team stark gesegelt
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Auf Laser SB3 Yacht Platz 2 und 6 ersegelt. Bei der traditionellen Regatta „Meisterschaft der Meister“ auf der Außenalster in Hamburg, segelte Philipp Buhl (Segelclub Alpsee Immenstadt) zusammen mit dem 470er Damenteam Tina Lutz (Chiemsee Yachtclub) und Susann Beucke (Hannoverscher Yachtclub) auf Patz sechs unter 40 Konkurrenten. (Hamburg, 29.10. /30.10.2010 (Text: Friedl Buhl) |
Philipp Buhl mit Frauen-Team stark gesegelt
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Auf Laser SB3 Yacht Platz 2 und 6 ersegelt. Bei der traditionellen Regatta „Meisterschaft der Meister“ auf der Außenalster in Hamburg, segelte Philipp Buhl (Segelclub Alpsee Immenstadt) zusammen mit dem 470er Damenteam Tina Lutz (Chiemsee Yachtclub) und Susann Beucke (Hannoverscher Yachtclub) auf Patz sechs unter 40 Konkurrenten. (Hamburg, 29.10. /30.10.2010 (Text: Friedl Buhl) |
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Buhl qualifizierte sich für diese attraktive Regatta um die Deutsche Krone des Segelsports über seinen IDM-Titel im Laser. Es dürfen nur Deutsche Meister sowie Europa- und Weltmeister aus olympischen und nationalen Klassen an den Start. Gesegelt wurde in diesem Jahr mit der Dreimann-Yacht Laser SB3, und zwar in Gruppen von zunächst jeweils sechs Booten auf der Außenalster vor dem Hamburger Yachtclub. Da der meist schwache Wind auch noch über die angrenzende Stadt hereinwehte, „… zeigte sich die berüchtigte Außenalster wieder einmal von der total unberechenbaren Seite“, so Buhl. Er stellte des weiteren fest: „Es hängt extrem viel vom Start ab, den er nicht nur punktgenau und möglichst auch noch mit vollem Schwung zu nehmen zu nehmen ist.“ Das müsse aber erst mal geübt sein. Sonst habe man von vorne herein mit so einem Schiff wenig Chance auf dem relativ kurzen Kurs.
Buhl konnte mit seiner selbst bestellten Crew Michael Zittlau (Lasersegler, Überlinger Yachtclub) und Max Ziegelmayer (Hamburg) in der Vorqualifikation gleich das erste Rennen gewinnen. Im zweiten Race lief es dann nicht so perfekt. Sie belegten den fünften Platz, aber nur ein Meter fehlte zu Meike Schomäker (Meisterin im 505er), die sich in der Vorquali-Gesamtwertung nun umittelbar davor positionierte. Steuermann Buhl und seine Crew am Vorsegel und Gennaker waren folglich mit nur knappem Rückstand auf Platz drei ihrer Sechsergruppe und für den weiteren Wettkampf am Sonntag aus dem Rennen. So erging es natürlich vielen und auch nicht wenigen Favorisierten, z. B. auch dem bisher fünffachen Sieger Wolfgang Hunger (505er-Segler) und sogar dem Prominentesten Starter, dem America’s Cup-Steuermann und MdM-Rekordsieger Karol Jablonski.
Mit zweimal Rang zwei in den Triple-Races (3er-Gruppen) der Qualifikationsrunde und Fianalausscheidungen schafften es Buhl mit Lutz und Beucke bis ins Finale. Hier belegten sie schließlich den sehr beachtlichen sechsten Platz. Die Deutsche Krone des Segelsports erkämpfte sich erstmals der frühere FD-Segler und aktuelle Drachen-Europameister Markus Wieser mit seiner Mannschaft Eberhard Magg / Matti Paschen vor dem America’s Cup-Steuermann Sten Mohr (Dänemark) mit Crew Liefe Tom Loose / Bastian Körbes. Ein großes Plus zahlreicher Teilnehmer besteht darin, dass sie im Hinblick auf Segeltechnik und bootspezifische Taktiken das Segeln mit den im Vergleich zu Jollen trägeren Yachten gewohnt sind und mehr oder weniger vollständig mit den eingearbeiteten Crews antreten. So auch Wieser oder Silke Halbruck (4.), um nur zwei Beispiele zu nennen. Vor diesem Hintergrund stellt sich das Endresultat der noch sehr jungen und erfolgreichen Jollen-Segler Lutz/Beucke/Buhl höchst positiv und hervorragendes Top Ten-Ergebnis dar.
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Philipp Buhl holt den IDM-Titel aus Hamburg zurück
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Auf seinem Heimatsee, dem Großen Alpsee, gelang ihm vor einem Jahr nicht ganz, was er gerne für seine Fans und sich erreichen wollte. Es gelangte ihm damals „nur“ für die Silbermedaille. Den Titel „Deutscher Meister im Laser 2009“ verpasste er knapp und musste ihn schmerzlich nach Hamburg ziehen lassen. Die Rede ist von Laser-Segler Philipp Buhl (SCAI). |
Philipp Buhl holt den IDM-Titel aus Hamburg zurück
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Auf seinem Heimatsee, dem Großen Alpsee, gelang ihm vor einem Jahr nicht ganz, was er gerne für seine Fans und sich erreichen wollte. Es gelangte ihm damals „nur“ für die Silbermedaille. Den Titel „Deutscher Meister im Laser 2009“ verpasste er knapp und musste ihn schmerzlich nach Hamburg ziehen lassen. Die Rede ist von Laser-Segler Philipp Buhl (SCAI).
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Nun hatte er es fest im Visier und äußerte dies unverblümt: „Ich will die deutsche Krone wieder ins Allgäu zurückholen.“ Schließlich hatte er den Titel bereits als 17-jähriger Junior 2007 am Chiemsee spektakulär gewonnen und dabei die arrivierten Kadersegler aus dem Norden geschockt. Sie kannten damals den Steilstarter aus Bayern nur von seinen unübersehbaren Jugend- und Junioren-Erfolgen. Und dann war er plötzlich als ihr Konkurrent aus dem Background ganz nah da.
(Hamburg, 30.09./03.10.2010 (Text und Bilder: Friedl Buhl) Was Buhl nun in Hamburg auf der Außenalster bei der diesjährigen IDM schaffte, war außerordentlich. In 13 Wettfahrten über vier Tage ersegelte sich der nebenbei studierende Sportsoldat bei durchwegs mittleren bis kräftigen, aber äußerst drehenden und böigen Winden fünf Einzelsiege. Zweimal konnte er sich als Tagesbester präsentieren. Sein schlechtestes Ergebnis war nur ein zehnter Platz. Er hätte somit ohne Streicher des schlechtesten Ergebnisses am Ende noch klarer dominiert. Eine so überzeugende Leistungskonstanz im vorderen Bereich bei diesen taktisch so schwierigen Windverhältnissen konnte keiner aus dem Feld der 36 deutschen Topkonkurrenten vorweisen. Das i-Tüpfelchen setzte Buhl allerdings, indem er über alle Wettfahrten in den fortlaufenden Zwischenklassements immer dasselbe Bild produzierte: 1. Philipp Buhl. Er führte unangefochten. Im doppelt zählenden Finale (13. Wettfahrt, Medal-Race der besten Zehn), kam er jedoch in eine sehr beklemmende Situation, die ihn bei einem Haar um alles gebracht hätte. Der auf Goldkurs steuernde Segler vom Alpsee geriet mit seiner risikovollen Taktik aufgrund eines sehr ungünstigen Winddrehers in bedrohlichen Rückstand (4. Platz an der Luvmarke) und büßte die Führung zwischendurch an seinen Hauptkontrahenten Simon Grotelüschen (Lübeck) ein. Jetzt waren mentale Stärke, kühler Kopf und ruhige Nerven gefragt. Buhl war so von seiner Reviertaktik überzeugt, dass er an ihr weiter festhielt. Nach der zweiten Kreuz war der Kämpfer, dem der Titel in der Punkte-Zwischenrechnung bereits entzogen war, um einen Segler nach vorne gesprungen und nahe an Hauptgegner Grotelüschen dran. Dazwischen segelte noch der Hamburger Stefan Hoffmann. Buhl musste mindestens unmittelbar hinter Grotelüschen liegen, um wieder Titelkurs zu steuern. Hoffmann musste (so Buhls letzter Plan) irgendwie dazwischen entfernt werden. Viel Zeit bliebt nicht mehr. Ein spannender Showdown war nun für die Zielkreuz programmiert. In einem von Buhl getriggerten beeindruckenden Wendeduell näherte er sich unaufhaltsam seinem Angriffsziel Grotelüschen, der seinen Angreifer natürlich in permanente Abdeckung zu nehmen versuchte. Dieses Match verriegelte die Lücke zwischen den beiden Hauptdarstellern zusehens. Hoffmann machte das Seine richtig; er war kein Faktor um den Titel. Er sah und nutzte nur seine Medal-Race-Siegchance – sozusagen als lachender Dritter, während die Goldanwärter einen erbarmungslos Fight austrugen. Grotelüschen passierte das Ziel schließlich als Zweiter und Buhl (3.) keinen halben Meter dahinter. Er hatte es damit geschafft, nicht nur den Titel erneut zu gewinnender, sondern über den gesamten IDM-Verlauf seine Hand über ihm zu halten, ihn in der letzten Wettfahrt aus seinem Griff zu verlieren und ihn in allerletzter Minute doch wieder zurück zu erobern. Der Oberallgäuer kann die Laser-Trophäe wieder an den Alpsee zurückbringen, und er geht erneut in die Analen der Träger Deutscher Meistertitel der olympischen Laser-Klasse ein. Die Silbermedaille ging an Grotelüschen, Bronze an Malte Kamrath (Berlin), und mit dem unglücklichen Vierten musste Frithjof Schwerdt (Berlin) Vorlieb nehmen. Buhl bei der Siegerehrung: „Ich bin sehr glücklich über den Titelgewinn. Mein Respekt gilt auch den seglerischen Leistungen meiner Konkurrenten“. Eine hervorragende Leistung lieferte der 17-jährige bayerische Nachwuchssegler Sebastian Bühler (DTYC) mit seinem sechsten Platz bei seiner ersten Laser Senior IDM ab. Neben zahlreichen Top Ten-Ergebnissen gewann er sogar ein Race und wurde zweimal Zweiter. Damit konnte ihm kein Konkurrent seines Alters das Wasser reichen. Mit der IDM-Goldmedaille krönte der 20-Jahrige vom Segelclub Alpsee Immenstadt seine nun abgeschlossene Saison 2010. „Sie hätte für mich nicht besser verlaufen können. Bin mit allem sehr zufrieden!“, resümierte Buhl. Er bestätigte mit diesem Erfolg in Hamburg nochmals, dass er zurecht im Verlaufe der Saison an die Nummer 1 der Deutschen Rangliste vorgerückt ist. Im internationalen Ranking liegt das Mitglied der Deutschen Nationalmannschaft bereits an Position 14 und rangiert somit in der Gruppe der weltbesten Laser-Athleten. |
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IDM Laser 2010, Außenalster / Hamburg ---- Philipp Buhl ist Deutscher Meister!!
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4. Tag (Abschluss): Philipp Buhl holt Gold
3. Tag: Der Allgäuer ist nicht zu knacken.
2. Tag: Buhl bleibt permanent an der Spitze.
1. Tag: Philipp Buhl unangefochtener Tagessieger nach vier Wettfahrten. |
IDM Laser 2010, Außenalster / Hamburg ---- Philipp Buhl ist Deutscher Meister!!
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4. Tag (Abschluss): Philipp Buhl holt Gold
3. Tag: Der Allgäuer ist nicht zu knacken.
2. Tag: Buhl bleibt permanent an der Spitze.
1. Tag: Philipp Buhl unangefochtener Tagessieger nach vier Wettfahrten.
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Nun ist es soweit. Die Int. Deutsche Meisterschaft der olympischen Laser-Klasse steht vor dem Beginn und freut sich alljährlich großer Beliebtheit. Ganz sicher werden in Hamburg Erinnerungen an den letztjährigen Austragungsort im Süden, den Großen Alpsee wieder wach. Was durften / mussten hier die Seglegerinnen und Segler nicht alles erleben:
Windstille, mittlere und kräftige Winde - soweit wie üblich. Ziemlich ungewöhnlich aber: Kühle, dann Kälte und schließlich eine alpenländische Schneekulisse bis auf die Bootspersenninge - eine Einladung zu Schneemannbau und Schneeballschlachten, ... Dass jetzt Segel auf dem Wasser auch für die Abgehärteten (alle!) noch zumutbar war, bewies der in der Kälte dampfende Alpsee. Er hatte nämlich noch Restwärme vom Sommer für die IDM aufgehoben.
Und was noch? Ein lieber Sieger aus dem Norden: Tobi Schadewaldt (Hamburg). Dann aber folgte "endlich" der Lokalmatador Philipp Buhl und des weiteren der überglückliche Bronzemedaillen- und Medalrace-Gewinner Frithjof Schwerdt (Berlin). Es war reizvoll und sehr höflich, dass Buhl ausgerechnet an seinem Heimatsee einem Kollegen den Vortritt „ließ“. Es hatte sich auch schon ganz anders abgespielt. Erinnern wir uns: Buhl wurde 2005 zum ersten mal Deutscher Jugendmeister in Eckernförde, 2006 Deutscher Juniorenmeister in Travemünde und 2007 (als 17-Jähriger!) Deutscher Meister am Chiemsee. Er holte 2008 Bronze auf der Elbe und 2009 Silber auf dem Immenstädter Alpsee – eine mehrjährige, schöne und lückenlose IDM-Erfolgsgeschichte. Der Oberallgäuer wird sicher diese Story auf seine Art fortsetzen wollen - was sonst. |
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(Hamburg, 37.09./03.10.2010 (Text und Bilder: Friedl Buhl) 1. Tag (Donnerstag): Ein bestens gelungener Start der IDM, nicht nur hinsichtlich Wetter- und Windbedingungen, sondern speziell auch für Philipp Buhl vom Segelclub Alpsee Immenstadt. Er trumpft sofort auf und gewinnt das erste Rennen unter 36 Konkurrenten.
Im dritten Race demonstriert Buhl mit einem weiteren Sieg vor dem jungen bayerischen Nachwuchssegler Sebastian Bühler (DTYC) eindrucksvoll seine gute Tagesform. Gratulation auch an Sebastian! Schließlich schoss die Wettfahrtleitung unter Klaus Lahme vom veranstaltenden Segelclub (NRV) noch einen weiteren Wettbewerb an, den Buhl als Vierter beendete. Mit dieser einwandfreien Leistungskonstanz sicherte er sich den Tagessieg und blieb ohne Unterbrechung an der Spitze. Als Buhls Hauptkontrahenten kristallisierten sich erwartungsgemäß seine Kaderkollegen Grotelüschen (2.) und Malte Kamrath (3.) heraus. Der junge Bühler liegt auf dem sehr beachtlichen 6. Platz (zwischendurch sogar 3.) und führt die Gruppe der Nachwuchssegler klar an. Für morgen sind erneut optimale Bedingungen zu erwarten. Die Außenalster in Hamburg kann sich aufgrund eines Hochs über der Ostsee von seiner besten Seite präsentieren. **********
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2. Tag (Freitag), Race 5 bis 9:
Es geht auf der Außenalster ab wie am Schnürchen. Heute gleich fünf Wettfahrten. Sie sind Revier- und Windrichtungs-bedingt relativ kurz und bestehen aus jeweils drei Runden up and down. Die Ufer kommen teils zum Greifen nahe. Segler wissen, was dies für den Wind bedeutet: Dreher und Böen ohne Ende, und dies unkalkulierbar – oder doch?
Manche Segler lieben es, wenn es sich richtig lohnt, parallel zur komplexen Präzisionsarbeit auch noch mit adleräugigem Scharfblick das Revier zu lesen, den Wind zu sehen, seine Gesetzmäßigkeiten auf ihn anzusetzen, ihn intuitiv zu vermuten oder ihn gar zu „riechen“.
Keiner hat hier alles im Griff und manchmal spielt natürlich auch das Glück mit. So berichtet Philipp Buhl zu einer gestrigen Wettfahrt, wie ihn ein „… überglücklicher 40°-Linksdreher an die erste Position gespült.“ hat und dass es „… jede Menge Positionswechsel … „ gegeben habe. Jedoch, eine ausreichend große Zahl von Wettfahrten – und das macht Wettfahrtleiter Lahme absolut richtig – gleichen Glück und wirkliches oder vermeintliches Pech irgendwie aus.
Der ursprüngliche Alpsee-Segler vom SCAI, Philipp Buhl, behauptet sich auch heute wieder verlässlich und hält die 36-Köpfige nationale Topkonkurrenz beeindruckend im Schach. Mit zwei Wettfahrtsiegen, zwei vierten Plätzen und trotz eines kleinen Ausrutscher auf die Zehn (jetzt Streicher) sichert sich der Oberallgäuer erneut den Tagessieg.
Seit Beginn und über nunmehr neun Wettfahrten blieb er im fortlaufenden Zwischenklassement unangefochten in Führung. Er baute diese sogar um vier Punkte aus. Aber seine härtesten Konkurrenten und Kameraden aus dem Norden jagen nicht weit hinter seinen Fersen her: Simon Grotelüschen (2.), Malte Kamrath (3.) und Frithjof Schwerdt (4.). Nun verdient der fünftplatzierte junge Bayer noch ein Extrawort: Großartige Leistung! Mach weiter so Sebastian! Lass dich von Deinem Vorbild anziehen.
Die IDM gewinnt an Spannung. Die guten seglerischen Bedingungen in Hamburg bleiben, auch wenn die Wolken ab jetzt die Sonne mehr verdecken werden.
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3. Tag (Samstag), Race 10 bis 12: Die Laser-IDM erlebt etwas nicht Alljährliches. Trotz Anwesenheit der gesamten deutschen Laser-Elite, zeigt das fortlaufende Klassement an der Spitze nach jeder Wettfahrt dasselbe Bild:
Seine unmittelbaren Verfolger Simon Grotelüschen und Malte Kamrath sind mehr oder weniger nah dran, aber es scheint, als hätten sie es bei ihrem Kameraden aus dem Oberallgäu mit einer granitharten Nuss zu tun. Sie haben ihn zwar da und dort bei einzelnen Wettfahrten bezwingen können, aber nie in der Gesamtwertung. Grotelüschen liegt nun an zweiter und Kamrath an dritter Stelle. Es folgen Philipps Kaderkollege Frithjof Schwerdt (4.) und Nachwuchssegler Sebastian Bühler (5.)
Wie beim Schafkopfspiel knallt der Sonthofener wie an all den Vortagen gleich zum Tagesbeginn mit einem Wettfahrtsieg eine Trumpfkarte auf den Tisch. „Es war ein schöner Start-Ziel-Sieg in der ersten Wettfahrt“, erzählte er später zufrieden.
In der zweiten Wettfahrt gibt es für Buhl scheinbar ein Problem. Nach einem verpatzten Start rundet er erst als 29. auf die Vorwindstrecke. Es sieht aus, als wäre das jetzt die Chance seiner unablässigen Angreifer. Buhl jedoch enttäuschte sie. Er hat selbst auf den höchsten Wettkampfebenen immer wieder bewiesen, wie unbeirrt und präzise all seine Sensoren und Motorik nach einem Dämpfer weiter werkeln und welch enormes Aufholpotential dann in ihm verfügbar wird. So auch heute: „Ich habe den Rückstand auf allen Kursen wieder zurückholen können - ich glaube, am meisten auf der Kreuz. Im Ziel war ich jedenfalls Sechster. Das war nicht schlecht.“
Dieses Rennen hat übrigen der 17-Jährige Sebastian Bühler von der bayerischen Seglertruppe gewonnen, der hier in Hamburg bei seiner ersten Laser Senior IDM ein beeindruckendes Debüt abliefert.
In der dritten Wettfahrt ist Buhl wieder von Anfang an im Spitzenbereich präsent. Nach ordentlichem Start an der Luvtonne Dritter, kommt er zwischendurch auch mal bis an die zweite Position ran und quert die Ziellinie schließlich als Dritter. Kaderkollege Frithjof Schwerdt konnte sich über seinen ersten Wettfahrtsieg bei dieser IDM freuen.
Morgen (Sonntag) wird der spannende Wettkampf mit dem Medal-Race seinen Höhepunkt erfahren, danach der der neue Deutsche Laser-Champion gekrönt und die weiteren Podestplätze belegt werden.
Der Wind wird aller Voraussicht nach auch zum Abschluss mit mittlerer bis mäßiger Stärke und aufgrund seiner Drehfreudigkeit und Ungleichmäßigkeit die Segler auf sehr hohem Niveau fordern. **********
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4. Tag (Sonntag), Medal-Race: Mit Nervenstärke im IDM-Medal-Race segelt Philipp Buhl in einem dramatischen Finale zum anvisierten Toperfolg. Er holt sich die Goldmedaille und verweist seine Widersacher Simon Grotelüschen und Malte Kamrath auf den silbernen bzw. bronzenen Podestplatz. Neben den Titelgewinnen in der Jugend- und Juniorenklasse wird der Sonthofener nach 2007 nun zum zweiten Mal Deutscher Meister der olympischen Laser-Klasse. Buhl berichtete: „Ich habe zu Beginn auf einen schnellen Pfad setzen wollen. Meine Rechnung ging zunächst nicht auf. Ich war erst als Vierter mit ca. 100 Rückstand zu meinem Hauptgegner Grotelüschen (er führte) an der Luvmarke.“ Zu diesem Zeitpunkt ist er auf Goldkurs und Buhl gesamt Zweiter. Er behält jedoch kühlen Kopf und segelt weiterhin nach seinem für ihn überzeugenden Grundkonzept. Nach der zweiten Kreuz ist Buhl bereits eine Position weiter vorne und vor allem nahe dran am Hauptgegner Grotelüschen. Dazwischen segelte Stefan Hofmann (NRV). Buhl muss entweder vor oder unmittelbar hinter Grotelüschen ins Ziel kommen. Jetzt ist ein hartes Match zwischen den beiden Titel-Kämpfern programmiert. In einem höchst spannenden und beeindruckenden Wendeduell auf der Zielkreuz verriegelt Buhl die Lücke zu Grotelüschen. Hofmann kann dadurch ungestört segeln und schließlich dieses Race gewinnen – sozusagen in der Rolle des lachender Dritten. Danach passiert Grotelüschen keinen halben Meter vor Buhl die Ziellinie. Das reichte dem Oberallgäuer zum Gesamtsieg. Später sagte er: “Ich bin sehr glücklich, wieder Deutscher Meister zu sein.“ Simon Grotelüschen mag trotz seiner Silbermedaille etwas enttäuscht sein. Dafür gibt es keinen echten Anlass. Denn er, auch Malte Kamrath, setzten den Sieger als sehr starke Gegner über das gesamte Event unter permanenten Druck und machten es ihm absolut nicht einfach, auch wenn Buhl beeindruckenderweise das „Zepter“ über den gesamten IDM-Verlauf ununterbrochen „in Händen hielt“. Kamrath gewinnt die Bronzemedaille und dürfte sich darüber sehr freuen. Sie ist ihm mehr als zu gönnen, und er verdient eine Medaille zurecht. Den unglücklichen Vierten erntete Frithjof Schwert. Durch Hoffmanns Sieg im Medal-Race verlor Sebastian Bühler (6.) seinen fünften Platz an ihn. Trotzdem war Bühlers Leistung glänzend und die beste unter den Nachwuchsseglern.
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Das war’s von der Int. Deutschen Meisterschaft in Hamburg / Außenalster.
Ein Bild zu diesem Tagesbericht und ein zusammenfassender Gesamtbericht folgen noch.
Euer Berichtverfasser
Friedl Buhl
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Von der Int. Deutschen Meisterschaft Laser auf der Außenalster in Hamburg herzliche Grüße an alle meine Partner und Förderer, Fans und Gönner sowie meine Freunde und Bekannten und natürlich nicht zuletzt meinen Segelclub Alpsee Immenstadt (SCAI). Ihr habt mir wieder in bewährter Manier fest die Daumen zum guten Gelingen gedrückt. Ich spürte es und freue mich über den Titel! Vielen Dank!
Ihr Segler
Philipp Buhl
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Links zu diesem Event:
Links zu anderen Medien:Weitere Links: Frühere Sportbericht zu Philipp Buhl (im SCAI-Web)
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Laser-Elite (FGH) Matchrace 2010, Außenalster / Hamburg
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Nach dem int. Saisonsende genießt Philipp Buhl jetzt noch die ausklingenden aber verlockenden nationalen Events. Auf der Außenalster der Hansestadt Hamburg laufen nun das Laser-Elite Matchrace (FGH Matchrace) vom Mo., 27. bis Di., 28.09.2010 und anschließend die Laser IDM vom Do., 30.09. bis So., 03.10.2010 über die nordeutschen Bühnen. |
Laser-Elite (FGH) Matchrace 2010, Außenalster / Hamburg
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Nach dem int. Saisonsende genießt Philipp Buhl jetzt noch die ausklingenden aber verlockenden nationalen Events. Auf der Außenalster der Hansestadt Hamburg laufen nun das Laser-Elite Matchrace (FGH Matchrace) vom Mo., 27. bis Di., 28.09.2010 und anschließend die Laser IDM vom Do., 30.09. bis So., 03.10.2010 über die nordeutschen Bühnen. |
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(Tagesberichte)
Beide Events werden große Aufmerksamkeit auf sich ziehen und versprechen sicher viel Spannung, wenn Philipp Buhl, Deutschlands Laser-Asse aus Bayern, in Norddeutschland zum nationalen Gefecht antritt. Initiator des attraktiven Laser Matchraces ist der ehemalige Bundestrainer Klaus Lahme. An Vorliebe für Laser fehlt es ihm heute noch nicht. Schließlich war er selbst mit dieser sportlich so anspruchsvollen Klasse innig verbunden und gewann u. a. auch die Kieler Woche 1993. Seit 2008 veranstaltet Lahme in seinem Segelclub NRV (Norddeutscher Regattaverein) das Match. Für die ii-Tüpfelchen sorgen zwei Fakten:
Der erst 20-Jährige B-Kader-Athlet Philipp Buhl (SCAI, Bayern) führt die nationale Rangliste seit 2010 erstmals an. Es folgen Tobi Schadewaldt (NRV, Hamburg), Simon Grotelüschen (LYC, Schleswig-Holstein), Malte Kamrath (VSAW, Berlin) und Frithjof Schwerdt (PYC, Berlin), …
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(Hamburg, 27./28.09.2010 (Text: Friedl Buhl) 2009 gewann Schadewaldt vor Buhl und Grotelüschen. Ganz sicher wollen alle dem Titelverteidiger Schadewaldt „an den Kragen“, nicht zuletzt wegen der nach vorne besonders attraktiveren Förderpreise des FGH. Der Start der ersten Match-Paare ist auf 11:00 Uhr fixiert. Es wird wolkenreiches und mit Regen aufgemischtes Wetter vorhergesagt. Good Winds soll es geben: Böig und dies bei 3 bis 5 Beaufort.
1. Tag (Montag): Kein Erfolgstag für Philipp Buhl. Es gelang ihm nicht, ausreichend zu punkten und muss leider bereits in der Vorrunde ausscheiden. Sehr unzufrieden mit der Situation fasst er mit wenigen Worten zusammen: „Im ersten Lauf ein Fehler – aus! Zweites Rennen gewonnen - okay! In den weiteren zwei Races nochmals einzelne kleinere Fehler plus einmal noch Verkehrs- und Übersichtskonflikt mit weiterem Matchpaar. Zu allem Überfluss noch eine Kringelstrafe wegen zwei Halsen, angeblich zu schnell hintereinander (Unterstellung verbotener Beschleunigung). Und das war’s.“ Der Geschlagene machte klar: „Das läuft alles ganz schnell und sensibel – und dann kannst du frühzeitig weg sein!“ In der Tat, 1-gegen-1-Matchen hat mit Fleetrace-Segeln nur in Ansätzen Gemeinsames. Kleinste Fehler oder Störeinflüsse haben im Handumdrehen entscheidende Auswirkungen. Das dürfte jedoch nicht das primäre Problem für Buhls Abschneiden gewesen sein. Man kann aus den Erfahrungen sagen, er beherrscht die Disziplin sicher nicht schlecht. Die genaueren Ursachen sind noch etwas nachzubeleuchten. Nur für uns gesagt, nicht gegenüber seinen Bezwingern (ihnen sei redlich für ihre unstrittig gute Leistung gratuliert): Negative Einfluss hatten wahrscheinlich auch sein zurzeit etwas angeschlagener Gesundheitszustand und unübliche Stressbedingungen noch in der Vorbereitungsphase an Land. Kopf hoch! Wie die Sonne und Schatten, gehören auch Erfolge und Niederlagen im Leistungssport zusammen. Sie beinhalten auch positive Aspekte. Mit dem Matchrace-Event hat Buhl jetzt lediglich noch im abschließenden Fleetrace über die Gesamtgruppe der zehnköpfigen deutschen Laser-Spitze zu tun. Dieses findet morgen (Dienstag) zum Abschluss ab ca. 15:00 statt. |
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2. Tag (Dienstag): Die finalen Matchraces durfte Philipp Buhl in diesem Jahr ausnahmsweise von außen betrachten. Im Finale begegneten sich Tobi Schadewaldt und Malte Kamrath, der das Match 2010 gewann und von Schadewaldt den Titel übernahm. Beim Matchrace-Intermezzo, dem Laser Deutschland Medalrace herrschte, wie so oft auf der mit Bäumen und Bebauung umsäumten und eingekesselten Außenalster, schwacher und vor allem drehender und ungleich verteilter Wind. Buhl startet und segelt die Startkreuz taktisch und technisch einwandfrei. Er rundet schließlich die Luvmarke als Erster. Auf dem Down-Kurs stoppte den Führenden allerdings ein Interupt der äußerst strengen Jury: Gelbe Flagge für eine zu aggressiv gefahrene Halse. Die nun zu absolvierenden 720° bedeuten natürlich erstmal Warteschlange und die Führungsposition ist schließlich weg. Am Ende des kurzen Kurses steht für ihn der vierte Platz. Auch wenn es (naturgemäß) nicht jedem dieser ehrgeizigen Teilnehmer aufgrund seiner Resultate bestens gefallen haben mag, so werden sich bestimmt alle darüber einig sein, dass die Veranstalter und Sponsoren wieder ein dickes Lob für dieses gut gedachte und attraktive Event verdient haben.
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Das war’s vom Laser-Elite Matchrace in Hamburg
Euer Berichtverfasser
Friedl Buhl
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Vom Laser-Elite Matchrace auf der Außenalster in Hamburg herzliche Grüße an alle meine Partner und Förderer, Fans und Gönner sowie meine Freunde und Bekannten und natürlich nicht zuletzt meinen Segelclub Alpsee Immenstadt (SCAI).
Bestimmt habt Ihr mir wieder fest die Daumen zum guten Gelingen gedrückt. Aber es hilft nicht nimmer gleich gut, vor allem wenn man selber nicht gut genug ist.
Trotzdem, vielen Dank!
Ihr Segler
Philipp Buhl
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PS: Ihre Nachricht lese ich bestimmt gerne! Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. Vielen Dank für die Fanpost. Ich freue mich darauf – auch wenn ich nicht immer auf alle eine Antwort schreiben kann! Bitte um Verständnis!
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Links zu diesem Event: Ergebnisse (bald)
Gesamtbericht zu diesem Event (später)
Links zu anderen Medien:Weitere Links:
Frühere Sportbericht zu Philipp Buhl (im SCAI-Web)
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WM als Saisons-Highlight 2010 hervorragend gesegelt
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(Gesamtbericht WM)
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Philipp Buhl beendet int. Saison mit traumhafter Bilanz. |
WM als Saisons-Highlight 2010 hervorragend gesegelt
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(Gesamtbericht WM)
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Philipp Buhl beendet int. Saison mit traumhafter Bilanz.
Bei der Weltmeisterschaft im englischen Ärmelkanal hat Laser-Segler Philipp Buhl vom Segelclub Alpsee Immenstadt seine Zielsetzung erreicht. „Top Fünfzehn!“, setzte der Sonthofener für seine bisher zweite Senior-WM fest. Nach 14 Wettfahrten bei mittleren bis kräftigen Winden über sieben Tage konnte Buhl zufrieden resümieren: „Der zwölfte Platz in diesem Weltklassefeld ist doch wirklich ein super Ergebnis.“ Am Start waren 159 Athleten aus 54 Ländern, aufgeteilt in drei Gruppen (Fleets). Austragungsort war Hayling Island, das berühmteste und wegen der starken und wechselhaften Gezeitenströmungen anspruchsvollste Segelrevier Englands.
Den Titel sicherte sich souverän der Australier Tom Slingsby vor Nick Thompson (England) und Andrew Murdoch (Neuseeland). Der amtierende Olympiasieger und WM-Titelverteidiger Paul Goodison (England) musste mit Platz neun zufrieden sein.
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(Hayling Island / England, 30.08./05.09.2010 (Text und Bilder: Friedl Buhl) Der Sportsoldat aus Sonthofen fand zu Beginn nicht sofort die Erfolgslinie und lag nach den zwei Wettfahrten des ersten Tages an über 80. Position. Dies stellte eine bleibende Belastung von Anfang an dar. Doch ohne größere Enttäuschung stelle Buhl fest: „Bin nicht entmutigt, nur etwas enttäuscht. … Der Umgang mit den Strömungen muss noch verfeinert werden.“ Bereits am zweiten Wettfahrttag stellte sich für Buhl eine Wende ein. Er segelte über den ca. Buhl zeigte nun auch im neunten und zehnten Race des Godlfleets gute Leistungen. Sie reichten in dieser Form aber nicht, um näher an sein Top Fünfzehn-Ziel zu rücken. Gemäß seiner Gefühlsäußerung, „Ich spüre es, dass ich jetzt bald fehlerfreie Rennen durchbringen könnte.“, folgte am sechsten Tag (Final-Race zwei und drei) tatsächlich der Durchbruch zu Spitzenergebnissen. Buhl und der zweifache ehemalige und neue Weltmeister Slingsby fighteten in beiden Races spektakulär um die Tagesführung. Sie demonstrierten zudem durch ihren souveränen Abstand zu den Verfolgern, dass sie heute kaum reale Angriffschancen haben. Der Oberallgäuer näherte sich mehrfach ganz nah dem Australier und „entriss“ ihm sogar auf einem der Vorwindkurse die Führung. Das zweimalige Resultat im Ziel: Slingsby vor Buhl. Sehr zufrieden sagte er: „Einen Weltklasse-Segler und schier unangefochtenen Windspezialisten wie Slingby an der Spitze eines WM-Goldfleetes zweimal über den ganzen Kurs zu jagen, ist etwas ganz Besonderes und ein unvergesslich schöner Erfolg.“ Aufgrund dieser Topleistung schrammte Buhl im Zwischenklassement auf Rang 15 vor. Der Finaltag bescherte den Athleten den stärksten Wind, die höchsten Wellen und sehr schwierig einzuschätzende Wirkungsweise und Veränderungen der Meeresströme. Buhl konnte sich mit erneut guten Leistungen (17. und 16.) im Gesamtergebnis noch um drei Positionen auf den zwölften Rang vorkämpfen. Eine Glanzleistung des 17. Ranges besteht in der Tatsache, dass er von der ca. 45. Position nach der Startkreuz etwa 30 Plätze aufholen, und dies bei absolut realen Bedingungen. Am Ende kommentierte Buhl sein WM- und Saionsergebnis: „Ich habe mein Ziel gut erreicht und das Gefühl, dass in naher Zukunft noch mehr möglich sein dürfte.“ Eine erstaunlich gute Leistung erzielte mit dem elften Rang der ehemalige Segelprofi im Laser und zwischenzeitlich im 49er, Tobi Schadewaldt (Hamburg). Die Platzierungen von von Buhls DSV-Kaderkollegen: Malte Kamrath (Berlin, 32.) und Simon Grotelüschen (Lübeck, 64.) und Fitjow Schwerdt (Berlin, 86.) Auf der internationalen Ebene ist die Segelsaison 2010 nun zu Ende. Im Rückblick kann Buhl mit durchwegs sehr guten Weltcup-Ergebnissen, einer Reihe von Top Fünf-Wettfahrten, der Bronzemedaille beim Kieler Weltcup, dem EM-Vierten und nun dem Zwölften bei der WM eine exzellent gelungene Saison 2010 vorweisen. In der Deutschen Rangliste hat er die Führung übernommen, im Welt-Ranking der ISAF wird er seinen bisherigen 18. Rang verbessern, und im Gesamt-Weltcup sicherte er sich den achtbesten Platz. Wäre bereits heuer die deutsche Olympia-Norm zu erfüllen gewesen, Buhl hätte die sehr hochgesteckten Kriterien mit Bravour gemeistert. |
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Links zu diesem Event:
Ergebnisse Laser Männer Links zu anderen Medien:
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Laser World-Championship 2010, Hayling Island
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7. Tag: 12 gesamt - super! Gratulation!!
6. Tag: Großartiger Erfolgstag für Philipp Buhl.
5. Tag: Guter Einstieg im Goldfleet
4. Tag: Buhl macht Goldfleet klar
3. Tag: Einwandfrei gesegelt. Gemischtes Resultat.
2. Tag: Buhl findet die Erfolgslinie.
1. Tag: Kein guter Beginn für Philipp Buhl. |
Laser World-Championship 2010, Hayling Island
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7. Tag: 12 gesamt - super! Gratulation!!
6. Tag: Großartiger Erfolgstag für Philipp Buhl.
5. Tag: Guter Einstieg im Goldfleet
4. Tag: Buhl macht Goldfleet klar
3. Tag: Einwandfrei gesegelt. Gemischtes Resultat.
2. Tag: Buhl findet die Erfolgslinie.
1. Tag: Kein guter Beginn für Philipp Buhl.
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(Tagesberichte) |
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Es ist die zweite Weltmeisterschaft in der olympischen Laser-Klasse der Männer, bei der Philipp Buhl aus Sonthofen startet. 2009 in Halifax / Kanada, nun in Hayling Island / England. 160 Athleten aus 53 Ländern sind angemeldet. Von den Weltbesten fehlt praktisch keiner. In der Laser-Klasse Männer ist die internationale Leistungsdichte unübertroffen. Jeder will sich natürlich mit dem Leistungs-Höchsmaß vergleichen. Philipp Buhl liegt in der nationalen Ranglisten seit einiger Zeit auf Nr. 1, im internationalen Ranking an 18. Position. Er hat in dieser Saison mehrfach bewiesen, dass er unter den Besten der Welt mitmischen kann. Es gibt weltweit keinen, den Buhl in der aktuellen Saison nicht zumindest in einer Wettfahrt besiegt hätte. Der Oberallgäuer, der vorwiegend Viehweiden, Wälder, schöne Berge und im Winter den Schnee und kaum Segelreviere in seiner Heimat vorfindet, hat sich für die WM sicher wieder ein hohes Ziel gesetzt. So kennt man ihn – hier klotzt er. Das Ziel soll dieses Mal sein Geheimnis bleiben. Was er verrät, ist lediglich: „ … auf jeden Fall einfach nur segeln so gut man es kann!“ Das sei für ihn stets das Wichtigste für den Wettkampft. Dann, so Buhl, komme man automatisch auch mit seinen Zielen am besten klar. Der Solent (Hayling Island am östlichen Rand) kann als das Segel-Mekka von England, vielleicht sogar von großen Teilen Europas, bezeichnet werden. Eine große Zahl von Weltmeisterschaften, sonstigen berühmten und vor allem sehr traditionsreichen Segelregatten, auch der Admiral‘s Cup früher, fanden in diesem Distrikt des Ärmelkanals statt. Die hohen seglerischen Ansprüche des Reviers entstehen vor allem auch aufgrund der teils extremen Tidenströmung aufgrund der Meerenge um Isle of Wight. |
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(Hayling Island / England, 30.08./05.09.2010 (Text und Bilder: Friedl Buhl) Einen Tag davor (Sonntag) Alle Trainings und Vorbereitungen für die WM sind nun abgeschlossen. In vier Tagen haben wir dieses Segelrevier vor Hayling Island mit all seinen Besonderheiten kennen gelernt – sicherlich nur teils, so gut es eben in ca. vier Tagen möglich war. Was sind beispielsweise die Besonderheiten? Bisher sehr windreich (4 bis 7 Beaufort); bei SW-Wind ungewöhnlich hohe Welle; in bestimmten Zonen beim Ein- und Ausfahren der Bucht teils für Segel- und Botorboote gefährlich steile und hohe Wellen; in der Bucht vor dem Segelclub sehr starke Gezeitenströmungen von über 100 m / min, so dass Laser an der Kreuz stehen bleiben oder gar rückwärts kreuzen; ungewöhnlich starke Tidenströme auch auf dem Kursareal; … Man muss annehmen, dass die Bedingungen sehr komplex sein werden. Allein der wechselnde Meeresstrom vor Ort – vom Wind nur unwesentlich beeinflusst – wird die taktischen Konzepte maßgeblich mitbestimmen und auch purzeln lassen, wenn beispielsweise lediglich der Wind dreht. Wenn bei dem nun zu erwartenden schönen Wetter sich auch noch Seabrezze-Entwicklungen dazumischen sollten, ist es fast nicht mehr komplizierter denkbar. Diesbezüglich werden etwas die Erinnerungen an die EM 2009 in Landskrona (Schweden) wach. Einen letzten geplanten Eindruck vom Revier konnte Philipp Buhl heute leider nicht mehr einholen, denn das Test-Race wurde abgesagt. Die Wettfahrtleitung hatte wohl damit gerechnet, dass bei 5 bis 7 Beaufort und 2 m hoher Welle die Segler heute nicht mehr raussegeln. Nicht wegen des starken Windes – er wäre natürlich für diese Athleten segelbar – sondern viel mehr, weil sie kurz vor Beginn ihre fein säuberlich hochgepäppelten Kraft- und Energieressourcen und das perfekt präparierte Material nicht mehr zu sehr beanspruchen wollten.
So blieb für heute noch die Eröffnungsfeier beim „Hayling Island Sail Club“ – eine gelungene und schöne Veranstaltung. Für den ersten Wettkampftag (Montag, 1. Start 13:00 Uhr) ist mittelmäßiger Wind aus nördlichen Richtungen vorhergesagt. Diese Windrichtung ist uns hier noch unbekannt. |
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1. Tag (Montag): Qualifying-Races 1 und 2 Die WM beginnt für Philipp Buhl leider nicht erfolgreich. Bei mittelmäßigem Wind misslingt nach einer gut gesegelten Startkreuz der ersten Wettfahrt der Vorwindkurs gründlich. Im Ziel steht die 39. Position – damit zwar eine Belastung von Anfang an, aber kein schwerwiegendes oder entmutigendes Problem. Auch die zweite Wettfahrt lässt mit einem 17. Rang zu wünschen übrig. Für den unbefriedigenden Verlauf beide Wettfahrten war primär ein nicht einwandfreier Umgang mit dem starken Strom ursächlich. Es bleibt zu hoffen, dass für Buhl morgen die WM richtig beginnt.
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2. Tag (Dienstag): Qualifying-Races 3 und 4 Der erfolgreiche Einstieg kommt für Philipp Buhl heute am zweiten Tag. Sonne pur und ein Hoch über ganz England bescherten der WM heute eine schwache Seabreeze um 2 Beaufort. Die Stromstärke von 20 – 30 m/min war davon unbeeinflusst und sorgte mit seinen veränderlichen Richtungen von hinten, seitlich und schließlich auch von vorne für hohe taktische Anforderungen. Buhls Rezepte funktionierten heute bestens und ebenso die Segeltechnik – erstaunlicherweise auch für diesen leichten Wind.Bei der ersten Wettfahrt segelt Buhl vom Start bis ins Ziel auf vorderen Positionen, führte nach dem Vorwind-Kurs das Feld an und legte im Ziel die zweitbeste Zeit vor. Über den Sieg durfte sich sein Kaderkollege Malte Kamrath (Berlin). In der zweiten Wettfahrt hatte der Segler vom Alpsee alle Karten für einen weiteren Spitzenplatz in der Hand. Aber er setzt auf Risikobegrenzung, denn die Windrichtung hätte weiter nach rechts pendeln können. Bei dieser Wind- gegen Strom-Entscheidung rundet Buhl leider nur als 23. Jetzt musste doch auf Risiko gesetzt werden, was ihm im Ziel noch den 12. Platz bringt. Der Sonthofener rutschte mit seinen guten Ergebnissen von heute inklusive dem Streicher des schlechtesten Ergebnisses vom 82. auf den 30. Platz vor. Darauf lässt sich nun bestens aufbauen.
Für morgen (Mittwoch) sind erneut schwacher Wind vorhergesagt.
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3. Tag (Mittwoch): Qualifying-Races 5 und 6 „Nicht ganz glücklich über den heutigen Tag, aber doch recht zufrieden über das Ergebnis“, resümierte Philipp Buhl nach der zweiten Wettfahrt. Diese verlief mehr oder weniger perfekt. Ein bomben Start aus der Startlinienmitte und ein Taktikkonzept nach Plan bescherten Buhl die sechste Position an der Luvmarke. Dabei blieb es zunächst. Auf der zweiten Kreuz kämpft er zwei aus der Führungsgruppe hinter sich. Doch bei der Rundung wird es so eng, dass für Buhl eine Notwende unumgänglich und schließlich noch ein Strafkringel von 720 ° erforderlich wird. Währenddessen muss er fünf Konkurrenten vor ihm runden lassen. Doch auf dem folgenden Vorwindkurz hat der Kämpfer alles wieder bereinigt. Auf der Zielkreuz verweist er noch einen US-Segler auf die Plätze und wird am Ende Fünfter. Das war eine absolute Topleistung. Nun zur ersten Wettfahrt. Sie führte mit Rang 25 zu einem weniger berauschenden Resultat und trotzdem ist Buhl hier fast einwandfrei gesegelt. Der Meeresstrom hat es so in sich, dass manche relevante Gegebenheiten kaum real erfassbar sind. Buhl rundet erstmals im Luv nur als 39 – trotz perfekten Start, obwohl das globale Konzept prinzipiell hätte stimmen müssen. Er kämpft sich aber zielstrebig auf den 25. Rang nach vorne. Der Sonthofener belegt nun im Zwischenklassement den 29. Rang. Doch der Rückstand zu den Top Twenty beträgt gerademal etwa zehn Punkte. Für den Donnerstag prognostizieren die Wetterstationen mittleren bis kräftigen Wind. Es stehen nochmals zwei Qualifizierungs-Wettfahrten auf dem Plan. ![]() |
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4. Tag (Donnerstag): Qualifying-Races 7 und 8
Buhls Ziele sind natürlich höher als die Goldfleet-Qualifikation angesiedelt. Der Trend eines gemischten Tagesresultats setzte sich für ihn heute fort. Bei Wind um 3 Beaufort kann sich Buhl in der ersten Wettfahrt bis ins Ziel noch auf den 31. Rang verbessern. Das Problem bestand darin, bereits auf der Startkreuz einen schnellen Pfad zu finden. Für das zweite Race konnte die Analyse aus den vorangegangenen Beobachtungen entscheidende Hilfe liefern. Buhl erkämpft sich schließlich einen hervorragenden vierten Platz, nachdem er an der ersten Luvmarke als Sechster gerundet hat. Neben dem allgemeinen seglerischen Können hatten heute erneut die Meeresströmungen ausschlaggebenden Einfluss. Erschwerend kommt hinzu, dass der souveräne Wettfahrtleiter die Segelareale wechselt, so dass bereits gesicherte Erkenntnisse nur noch bedingt verwertbar sind. Der Sonthofener bestätigt mit seinem aktuell 30. Platz im Gesamtzwischenresultat den Leistungsstand vom Vortag (29.) Morgen soll uns erneut mittelstarker aus ähnlichen Richtungen wie heute erwarten. Windnöte gab es in diesem Revier bisher nicht im Geringsten und sind Gott sei Dank auch nicht in Sicht.
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5. Tag (Freitag): Final-Races 1 und 2 (gesamt 9und 10) „Ein guter, aber noch kein richtig großer Tag“ fasst Philipp Buhl sein heutiges Wettkampfgeschehen zusammen. Mit Gesamtrang 29 konnte er seinen Leistungsstand von gestern minimal verbessern. Man darf nicht übersehen, dass sich heute erstmals die geballte und gnadenlose Welt-Konkurrenz des Goldfleetes begegnete. Das ist mehr als eine Verdoppelung der Herausforderungen (SCAI-ler können sich vorstellen, wie wenn aus dem Kuhschellen-Feld ein IDM-Feld wird). Buhls heutige Plätze, 27. und 14., sind somit im Vergleich zu den Races in den Qualifying-Fleets wie etwa ein 10. bzw. 5. Platz. Die heutige Leistung ist also absolut gut, teils sehr gut.
Zu den heutigen zwei Wettfahrten bei 3 bis 4 Beaufort Stärke sind im wesentlichen nur drei Fehler festzustellen. In der ersten Wettfahrt hätte die strombedingt bessere Seite noch eine Nuance intensiver ausgefahren werden können, und auf der ersten Vorwindstrecke gingen seitenbedingt - schier unglaublich und nur mit dem kenternden Tidenstrom erklärlich - über 20 Plätze wie auf einen Schlag verloren. Er beendete aber trotzdem als 27., obwohl er zuvor über Position 45 lag. Die zweite Wettfahrt verlief indes seglerisch perfekt. Nur Buhls Kampfgeist und Arbeitswille war während der Beobachtung durch die Jury einfach zu groß. Er musste auf der Kreuz kringeln.
Man muss sich das vorstellen: Kräftiger Wind von 3 bis 4 Beaufort, Wellen bis zu 1,5 m, die Athleten hängen großteils bis zum Anschlag. Wie kann man ihre notwendigerweise intensive und segeltechnisch nötige Oberkörperarbeit als verbotenes Pumpen auslegen!
Jedenfalls kostete dies 10 bis 15 Plätze. Buhl rundete als 23. die erste Luvmarke und segelte weiterhin nur noch perfekt. Schrittweise kämpft er sich im Spitzenbereich eines WM-Goldfleetes nach vorne, überholt dabei Weltklasse-Segler und erreicht schließlich das Ziel als 14.
Heute, so Buhl trotz Zufriedenheit leicht enttäuscht, hätten es genau so gut zwei Ergebnisse unter den ersten Zehn oder gar Fünf für ihn werden können.
Morgen (Samstag) sollen die Windbedingungen mit den heutigen vergleichbar sein. Das Meer allerdings wird noch schwieriger zu durchschauen sein, weil wir es zunehmend mit dem 20 km weiten und sich zügig verändernden Stromwirbel zu tun bekommen, der sich wie ein Zurrgurt um die Insel Isle of Wight legt, wenn im Solent das Hochwasser nach Westen abfließt. |
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6. Tag (Samstag): Final-Races 3 und 4 (gesamt 11 und 12) Ein großartiger Tag für Philipp Buhl! Ein Tag, so schön und voller Erfolg, wie ihn Segler Buhl so schnell nicht vergessen wird. Er und Weltmeister Tom Slingsby (Australien) waren heute die unangefochtenen Dominatoren im WM-Goldfleet. Slingsby, ein hoch erfahrener Routinier und Windspezialist, siegte und Buhl war ihm über den gesamten Kurs dicht an den Fersen. Nach ihnen das jagende Feld, nicht irgend eines, sondern ein Feld aus über 50 der weltbesten Laser-Athleten.
Bei kräftigem Wind setzt Buhl in fabelhafter Segeltechnik und herausragendem Kraft- und Ausdauereinsatz das ausgeklügelte Taktikkonzept um, in dem die Meeressrömungen erneut ihre dezente aber letztlich sehr gewichtige Rolle spielten. Buhl rundet in der ersten Wettfahrt als Dritter. Doch schon nach dem halben Raumkurs jagt Angreifer Buhl durch die Meerwellen und in hochspritzender Gischt den führenden Slingsby unmittelbar. Dieses Bild ändert sich bis ins Ziel nicht mehr: Buhl Zweiter hinter Slingsby. Fast unglaublich! Im zweiten Race kommen die beiden nach der schier ewig langen Kreuz als Erste an die Kursmarke. Nun hat der Australier alle Hände voll zu tun, den Angreifer aus dem Allgäu hinter sich zu halten. Auf der folgenden Vorwindstrecke schafft er ihn: Buhl passiert die Leemarke vor dem Weltmeister. Auf der jetzt folgenden Outerloop-Kreuz kämpft Slingsby, der – so ist es allgemein bekannt – lange und wirksam hängen kann, wie kaum kein Anderer, mit allem Einsatz die Führung knapp zurück. Danach das selbe Geschehen wie bei der ersten Wettfahrt. Tom siegt vor Philipp, und das Feld folgt und vermittelt den Anschein, als hätte heute keiner eine echte Chance gegen das zweifache Erfolgsduo aus Deutschland und Australien. Morgen wird der neue Weltmeister 2010 im Laser feststehen. Titelverteidiger Paul Goodison ist abgeschlagen und dürfte kaum mehr reale Chancen auf den souverän führenden Australier Slingsby haben. An zweiter Position liegt Nick Thompson (England) vor Bernaz Jean-Baptist (Frankreich). Buhl machte heute einen Sprung vom 29. auf den 15. Platz. Am Abschlusstag (Sonntag) wird bereits um 11:00 gestartet. Es soll kräftigen bis starken Wind um 4 bis 6 Beaufort geben. Man darf sich auf spannende Final-Races freuen. Bei dieser WM gibt es kein Medal-Race. Alle Fleets werden ausrücken. |
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7. Tag (Sonntag, Abschlusstag): Final-Races 5 und 6 (gesamt 12 und 14) Höhepunkt der WM für Philipp Buhl war der vorletzten Tag mit Traumerfolg im Goldfleet aber auch das Endergebnis, eine zweifellos hervorragende Leistung, ohne schlimmere Ausrutscher über zwölf Wettfahrten. In den abschließenden zwei Final-Races hätte er sich sicherlich nochmals ein Topergebnis gewünscht. Aber man darf die Erwartungshaltungen nicht zu schnell nach oben nachschrauben. Die erreichten Platzierungen 17 und 16 bei diesen höchst anspruchsvollen Gegebenheiten (absolutes Weltklassefeld, starker Wind und bis 1,5 m hohe Welle sowie sehr komplizierte Meeresströmungen) sind auf jeden Fall der Beleg für eine einwandfrei stabile super Leistung zu sehen. Übrigens kann sich auch hinter einer solchen Platzierung eine zumindest teilweise Spitzenleistung verbergen. So rundete Buhl in der ersten Tageswettfahrt an der ersten Luvmarke als über 40. und konnte sich noch bis auf den 17. vorsegeln. Mit seiner abschließenden Leistung rückte der Segler vom Alpsee in den „Results over all“ nochmals um drei Plätze auf den Zwölften nach vorne. Das gesetzte Ziel von Top Fünfzehn hatte er somit sicher erreicht, und er fasste für sich zusammen: „Das ist doch wirklich sehr in Ordnung. Ich bin recht zufrieden.“
Sicherlich gab es mehrere Detailgeschehnisse und schließlich auch Wettfahrt-Ergebnisse, mit denen wir mehr oder weniger nicht voll zufrieden waren. Genau hierin verbirgt sich das Potential einer weiteren Steigerung, die natürlich stets das übergeordnetes Ziel darstellt. Laser Worldchampion 2010 ist nun der ehemalige Weltmeister aus Australien, Tom Slingsby. Der zweifache ehemalige und neue Weltmeister entthronte Paul Goodison (5., England) und siegte vor Nick Thompson (England) und Andrew Murdoch (Neuseeland).Eine sehr gute WM segelte Tobi Schadewaldt (Berlin) mit seinem elften Platz. Das Besondere an seinem Erfolg ist die Tatsache, dass er zwar über viele Jahre Kadersegler im Laser war, aber vor etwa 2 Jahren in den 49er umgestiegen ist und seither nur noch gelegentlich an Laser-Regatten teilnahm. Allerdings verriet er, dass dieses Ergebnis ohne Laser-spezifisches Kraft- und Ausdauertraining nicht möglich gewesen wäre. Außerdem habe er ohne Erfolgsdruck mental locker zu Werke gehen können.Buhls Kaderkollege Malte Kamrath (Berlin) beendete die WM in der Mitte des Goldfleetes, während Simon Grotelüschen (Lübeck) dieses Mal leider mit einem Platz im Silberfleet vorlieb nehmen musste. Buhl bestätigte mit Rang zwölf das B-Kader-Kriterium, das er heuer bereits mit Rang vier bei der EM erstmals erfüllte. Außerdem kann ihn der sehr erfolgreiche WM- und gesamte Saisonabschluss für die künftigen Ziele sehr ermutigen. Wäre beispielsweise die Olympianorm des DOSB bereits in dieser Saison zu erzielen gewesen, Buhl hätte es geschafft und wäre in London / Weymouth dabei. Hierzu sollte man wissen, dass bei den Segeldisziplinen jeweils nur ein Athlet pro Nation am Start sein kann. |
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Das war’s von der ISAF World Championship in Hayling Island, England (Gesamtbericht folgt).
Euer Berichtverfasser
Friedl Buhl
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Von der Weltmeisterschaft in Hayling Island herzliche Grüße an alle meine Partner und Förderer, Fans und Gönner sowie meine Freunde und Bekannten und natürlich nicht zuletzt meinen Segelclub Alpsee Immenstadt (SCAI).
Ihr habt mir wieder in bewährter Manier fest die Daumen zum guten Gelingen gedrückt. Vielen Dank!
Ihr Segler
Philipp Buhl
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Links zu diesem Event:
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Weitere Links: Frühere Sportbericht zu Philipp Buhl (im SCAI-Web) Bayern Sailing Team 2012 Sailing Team Germany
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In Weymouth Ziel voll erreicht! Top-Ziel haarscharf verfehlt.
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(Gesamtbericht) Laser-Segler Philipp Buhl vom Immenstädter Segelclub erzielte mit Rang 11 beim Sailing Worldcup „Skandia: Sail for Gold“ vor Weymouth an der englichen Südküste ein herausragendes Ergebnis. Buhl zu seiner eigenen Zielvorgabe: „Ich will gerne unter die ersten 15 oder natürlich noch lieber ins Medal-Race.“ Dieses abschließende Match-Race der besten Zehn verfehlte Buhl mit einem hauchdünnem Rückstand von nur einem Punkt bei einem Stand von 101 Punkten. |
In Weymouth Ziel voll erreicht! Top-Ziel haarscharf verfehlt.
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(Gesamtbericht) Laser-Segler Philipp Buhl vom Immenstädter Segelclub erzielte mit Rang 11 beim Sailing Worldcup „Skandia: Sail for Gold“ vor Weymouth an der englichen Südküste ein herausragendes Ergebnis. Buhl zu seiner eigenen Zielvorgabe: „Ich will gerne unter die ersten 15 oder natürlich noch lieber ins Medal-Race.“ Dieses abschließende Match-Race der besten Zehn verfehlte Buhl mit einem hauchdünnem Rückstand von nur einem Punkt bei einem Stand von 101 Punkten.
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Er äußerte seine Freude über das sehr gute Endergebnis aber ließ gleichzeitig auch seine Enttäuschung wegen des so knapp verfehlten Top-Zieles erkennen. Und doch sagte er: „Ich verlasse Weymouth sehr zufrieden.“ Der Sportsoldat aus Sonthofen war nach der EM in Estland (4.) und dem Bronzemedaillengewinn beim Kieler Weltcup nun erneut Bester der Deutschen Laser-Nationalmannschaft, und er führt zwischenzeitlich auch die Deutsche Rangliste an.
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(Weymouth / England, 09./14.08.2010 (Text: Friedl Buhl)
Für den Berghofer verlief die größte und letzte von insgesamt sieben Weltcup-Regatten der Saison fast durchwegs auf Erfolgskurs. Bei zehn Wettfahrten über fünf Tage segelte er bei mittleren bis teils kräftigen Winden jeweils einmal unter die Top Ten und erzielte dabei einen 1., 2., 4., und 7. Platz. Ab dem dritten Wettfahrttag – Buhl hatte sich souverän für’s Goldfleet qualifiziert - wurde die Reviertaktik wegen der berüchtigten drehenden nördlichen Winde auf dem künftigen Olympiarevier für 2012 zunehmend schwierig und teils unbeherrschbar. So musste der Segler vom Alpsee in der 7. Wettfahrt einen satten Ausrutscher hinnehmen. Ein krasser Winddreher um über 40° während der zweiten Hälfte der Startkreuz bevorzugte die Segler auf der rechten Arealseite derart, dass für die anderen nur noch das Nachsehen blieb. Buhl beendete diese Wettfahrt als 50., konnte dieses Ergebnis allerdings streichen, weil zuvor alles glatt und gut verlief. „Es ist sehr schwierig, Kampfgeist und Einsatzkraft aufrecht zu erhalten, wenn du hinter her segelst.“ In der zweiten Tageswettfahrt überraschte der Wind weiterhin mit seinen Kapriolen und stellte höchste Ansprüche an die Reviertaktik. Für Buhl resultierte mit Rang 28 erneut ein nicht zufriedenstellendes Ergebnis und schließlich ein wenig erfolgreicher Tag. In der Gesamtwertung rutschte er auf den 17. Rang zurück. Am letzten Wettfahrttag musste für den Segler vom SCAI nun alles perfekt laufen, um das Medal-Race noch zu erreichen. Der schwierige nördliche Wind verlangte risikovolle taktische Entscheidung. Lediglich den Winddrehern zu folgen, gab keine Garantie für sehr gute Ergebnisse. Mit den neu gewonnenen Revierkenntnissen vom Vortag, konnte Buhl schließlich im sehr leistungsstarken Goldfleet einen 7. und 15. Rang setzen. Damit verbuchte er die viertbeste Tagesleistung von allen und konnte sich auf die Erfolgslinie seiner ehrgeizigen Zielsetzung zurückkämpfen. Doch am Ende hatte für eine Qalifizierung ins Medal-Race leider ein Hundertstel seiner Punktesumme zuviel auf dem Konto. Es reichte „nur“ für Platz elf, nicht für zehn. Mit dem 11. von 174 Athleten aus 46 Nationen war der erst 20-jährige Bester unter den Seglern bis zu seinem Alter. Die Platzierungen seiner Kader-Kollegen: Simon Gotelüschen (20.), Malte Kamrath und die weiteren zwei deutschen Segler konnten leider das Goldfleet nicht erreichen. Die Medaillen holten sich Tom Slingsby (Australien) vor Paul Goodison (England) und Michael Leigh (Kanada). In der Weltcup-Endstandwertung rückt der Oberallgäuer nun auf den achten Platz vor, obwohl er bei den Weltcups in den USA und Australien nicht am Start war. Für in steht fest: „Eine sehr erfolgreiche Saison 2010 habe ich bereits in der Tasche, unabhängig vom Ausgang der bevorstehenden WM.“ Diese kann er nun, obwohl sie erklärtermaßen sein hochwertigstes Highlight ist, ohne mentalen Druck in Angriff nehmen. |
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Links zu diesem Event:
Ergebnisse Laser Männer
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Weltcup "Sail for Gold", Weymouth, 2010
5. Tag: Hervorragendes Endresultat, aber Medal-Race knapp verpasst.4. Tag: Es darf auch mal weniger sein.3. Tag: Einzug ins Goldfleet an 8. Position!2. Tag: Buhl stößt nach vorne unter die Top Ten.1. Tag: Wettfahrtsieg - gelungener Tag!Letztes Training mit guten Eindrücken abgeschlossen. |
Weltcup "Sail for Gold", Weymouth, 2010
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5. Tag: Hervorragendes Endresultat, aber Medal-Race knapp verpasst.4. Tag: Es darf auch mal weniger sein.3. Tag: Einzug ins Goldfleet an 8. Position!2. Tag: Buhl stößt nach vorne unter die Top Ten.1. Tag: Wettfahrtsieg - gelungener Tag!Letztes Training mit guten Eindrücken abgeschlossen.
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(Tagesberichte)
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Die Saisons-Highlights von Philipp Buhl stehen nun an der englichen Südküste bevor. Vorspann ist die Weltcup-Regatta „Skandia Sail for Gold“ auf dem künftigen Olympiarevier vor Weymouth. Es ist der siebte und letzte ISAF Sailing Worldcup der Saison 2009/10. Bei den Lasern Männer ist mit 179 gemeldeten Athleten erneut der obere Anschlag der Teilnehmerzahl erreicht.Erster Start von insgesamt elf Wettfahrten steht für Montag, 11:00 Uhr auf dem Programm.Seit 2007 segelt Buhl nun zum vierte Mal diese Regatta auf dem anspruchsvollen Segelrevier im Ärmelkanal. Damit ist es für ihn zwar nicht mehr Neuland, aber das weite Spektrum hinsichtlich Windrichtungen, Windstärkeen, Wellenformationen und nicht zuletzt auch gewisser Einflüsse der Gezeitenströmung sorgen für hohe Komplexität und hohe taktische Anforderungen.Unter hohem Erfolgsdruck steht sicherlich der amtierende Weltmeister und Gold-Olympionike Paul Goodison vom versanstaltenden Segelclub sowie weitere englische Athleten aus dem Rennstall des Event-Hauptsponsors Skandia. Etwas anders gearteter Ergebnisdruck lastet auf Deutschlands Spitzenathleten Malte Kamrath, Simon Grotelüschen und Philipp Buhl, dem zurzeit Ranglistenersten. Ganz sicher haben sie sich ihre individuellen Ziele gesetzt. Sie dürften nicht bescheiden ausfallen. Für Buhl schein klar: „Ich will unter die ersten 15 und am liebsten auch ins Finale“. |
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(Weymouth / England, 09./14.08.2010 (Text und Bilder: Friedl Buhl)
Zwei Tage davor: Letztes Training
Beim letzten Training ist es nicht unwichtig, rundum zufrieden und mit guten Eindrücken heimzukehren. Das war heute der Fall. In der internationalen Trainingsrunde von über 50 Seglern kam Buhl meist in der Spitze an. Revierauffassung, taktische Umsetzung und Speed stimmten demnach. Großraumtaktische Erkenntnisse lassen sich allerdings nicht auf den offiziellen Wettkampt übertragen, denn die Regattabahn liegt ca. 3 km an andererStelle und der Wind wartet aller Voraussicht bereits zum Auftakt am Montag mit einer ganz anderen Charakteristik auf. Heute am Sonntag ist Pause und Regeneration angesagt. **********
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1. Tag (Montag): Qualifying-Races 1 und 2„Ich hätte für heute nicht mehr erwartet als ich erreicht habe – nicht bei diesen Wind", kommentierte Philipp Buhl sein Gesamtergebnis. Gemeint waren die schwer oder besser gesagt, nicht kalkulierbaren Winddreher. Die Stärke mit 3 bis 4 Beaufort war indes okay.
Bei der ersten Wettfahrt rundet Buhl als 32. an der ersten Luvmarke. Danach gelingt auf dem Raumkurs und auf der zweiten Kreuz ein Aufholen bis an die 22. Position. Das war durchaus noch im grünen Bereich. Im zweiten Race gelingt die Startkreuz sehr gut. Buhl rundet als Sechster. Auf dem folgenden Vorwind spring er eine Position nach vorne. Dann ging es den Führenden massiv an den Kragen. Buhl hangelt sich – natürlich mit einem top Speed – mit makelloser Taktik nach vorne. Auf den letzten ca. 30 Meter vor der zweiten Luvmarke weist Buhl auch noch Laser-Star Paul Goodison in die Verfolgerrolle und führt beim Runden. Auf dem folgenden Raum- und Vorwindkurs gibt es für seine Verfolger keine Chance mehr. Buhl trumpft somit schon am ersten Tag mit einem Ersten auf. Im Zwischenklassement liegt Buhl nun auf Rang 17. Morgen (Dienstag)erwartet die Segler auffrischender Südwestwind - vermutlich mit zumindest teils Regen.
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2. Tag (Dienstag): Qualifying-Races 3 und 4Heute war Durchhaltevermögen gefordert – während der Wettfahrten und in der übrigen Zeit. Innerhalb von fast 7 Stunden auf dem Wasser bei kräftigem Wind von 4 bis teils 6 Beaufort, Regen und kräftiger Welle, hatten die Segler zwei lange und Kräfte zehrende Wettfahrten zu bestreiten. In der restlichen Zeit waren Hinaussegeln, langwieriges Abwarten und Warmhalten, Startwiederholungen, und am Ende über 8 km Heimsegeln gegen den Wind verlangt.Für Philipp Buhl haben sich die Anstrengungen gelohnt. Im zweiten Race läuft für Buhl alles besser, eigentlich optimal. Er behauptet sich an der Poolposition der Startlinie und zieht einen perfekten Start heraus. Oben rundet er als Vierter. Nach der zweiten Kreuz liegt der Sonthofer bereits an zweiter Position und segelt diese sicher ins Ziel. Das Zwischenklassement zeigt, Buhl ist zu seinen Zielsetzungen auf Kurs. Er belegt nun den neunten Rang. Kaderkollege Grotelüschen hielt und sichertesich den Zehnten. Punktgleich! Was wird der morgige Tag bringen? Was das Wetter betrifft, soll es freundlich und leichtwindig werden. Nach so viel Energieeinsatz von heute werden das viele begrüßen, wahrscheinlich auch das Supportpersonal.
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3. Tag (Mittwoch): Qualifying-Races 5 und 6Die erste Halbzeit baut voll auf. Philipp Buhl beendet die Qualifzierungs-Serie heute mit nochmals zwei sehr guten Ergebnissen und zieht nun unter den Top Ten ins Goldfleet ein. Unter den sechs deutschen Athleten schaffte dies auf Rang 16 auch noch Kaderkollege Simon Grotelüschen. Schade für Malte Kamrath. Der heutige Tag: Schön sonnig, mittlerer Wind um 3 Beaufort, Bedingungen, die sich auf den ersten Blick viele wünschen. Aber dieser Anschein war trügerisch. Der ufernahe Laser-Kurs in der ausgerundete Bucht vor Weymouth / Overcombe hat es in sich – und das sicherlich nicht nur heute. Großwetterlagenwind und Überlagerung einer lokalthermischer Windentwicklung erzeugten ein launisches und für die Reviertaktik schwer durchschaubares und nur unsicher kalkulierbares Windsystem. Nicht nur die Segler und Coaches hatten mit dieser Situation zu kämpfen, sondern auch der akkurate und absolut kompetente Wettfahrtleiter und seine Mannschaft hatte mit Startwiederholungen, Linien- und Kurskorrekturen den ganzen Tag die Hände voll zu tun.
Erst ca. zwei Stunden später war der Start zur zweiten Wettfahrt realisiert. Buhl schien nun die Großraumtaktik im Griff zu haben, genau gesehen, wiederum nur bedingt. Egal wie! Sein Konzept funktionierte. Nach einem makellosen Start kreuzt er in der Spitzengruppe den ewig langen Kurs hoch, zeitweise klar in Front der linken Feldseite. Buhl passiert schließlich als Vierter das Luvfass. Auf dem folgenden Reacher knackt er eine weitere Position. Das erste Feldfünftel war bereits so weit auseinandergezerrt, dass aus dem Hauptfeld heraus kaum noch einer nach vorne gefährlich werden konnte. Nach weiteren spannenden Positioswechsel in der Führungsgrüppe erreicht Buhl das Ziel in als Dritter. Hervorragende Leistung! Der Segler vom Alpsee liegt im Zwischenklassement voll auf Erfolgskurs. Stolz kann er unter den zehn Besten in die Finalserie (Wettfahrten 7 bis 10) einsteigen. Ab jetzt allerdings, im Goldfleet, wird es bei drei Fleets dreifach schwer, denn hier konzentrieren sich nun die besten von allen. Morgen soll es Sonne pur und mittleren Wind geben.
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4. Tag (Donnerstag): Final-Races 1 und 2 (7 und 8 gesamt)
Über den heutigen Tag ließe sich viel berichten. Da wir erst um ca. 20 Uhr vom Wasser gekommen sind möchte ich es gerne begrenzen. Das Resümee vorweg: Heute ist es nicht gut gelaufen. Der Wind um 3 bis 5 Beaufort aus Nordwest war aufgrund seiner häufigen Richtungsschwankungen um 10 bis 50° sehr schwierig und unter Umständen auch gnadenlos. Man konnte ganz schnell haushoch abgeschlagen sein. So auch Philipp Buhl in der ersten Wettfahrt, als er mit Mühe noch auf den 50. Rang aufholen konnte. In der zweiten Wettfahrt wollte das Konzept nicht viel besser aufgehen. Es reichte mit ungebrochenem Kampfgeist und etwas Glück noch zum 27. Ein Blick in die Ergebnisliste zeigt, wie schwierig es heute auch für viele andere Segler sein musste. Die ganz wenigen, welche zwei gute Ergebnisse erzielten, z. B. Slingsby (ehemaliger Weltmeister), musste entweder Glück oder eine einen ganz besonderen Draht zum Windgott haben. Diesen heutigen Tag wollen wir nicht abhaken, sondern nutzen. Er gibt uns gute Möglichkeit, eindrucksvoll und nachhaltig hinzu zu lernen, ohne alles verspielt zu haben. Denn für Buhl steht dank seiner durchwegs guten Resultate ,ohne Ausrutscher und Frühstart, immer noch der 17. Rang, und die Türen zum Erreichen seiner Zielsetzungen sind somit noch einladend geöffnet. „Ich brauche morgen nur noch einmal zwei gute Platzierungen oder eine richtig gute, dann ist noch alles drin.“, rechnet sich der heute etwas Abgeschlagene aber trotzdem Zuversichtliche vor. In der Tat ist Weymouth noch nicht zu Ende. Wir wollen und hoffen, dass dies für uns erst am Samstag nach dem Medal-Race der Fall sein wird. Morgen soll erneut der Wind aus Nordwest wehen. Erfahrungen von heute wird man möglicherweise wegen anderer Bewölkung nicht einfach nur kopieren können. Vielleicht aber haben wir doch bereits heute für morgen hinzu gelernt. ********** |
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5. Tag (Freitag): Final-Races 3 und 4 (9 und 10 gesamt)Wind mittlerer Stärke mit Sonne und Wolken, ähnlich wie am Vortag, war für den Abschlusstag der Fleet-Races beschert. In der Tat konnten wir erfolgreich die am Vortag gewonnenen und gründlich analysierten Revier-Erkenntnisse teils einbringen. Heute muss alles klappen, wenn es Philipp Buhl nach dem gestrigen Ausrutscher doch noch zum Medal-Race reichen sollte. Top 15 war sein ehrgeiziges Standard-Ziel, das Medal-Race-Ticket seine gewagte Zielsetzung. Auch wenn Buhl bereits zweimal ein Weltcup-Finale erreichen konnte, wäre es hier in Weymouth doch nochmals etwas ganz Besonderes. Denn 2009 und 2010 war kein Weltcup-Event hinsichtlich Größe, Besetzung mit den Spitzenseglern und auch den Revieranforderungen so niveauvoll wie dieses. Alle wollen schließlich das künftige Olympiarevier kennen lernen. In beiden Wettfahrten geht heute das taktische Konzept bei den erneut drehenden Winden (etwas weniger kapriolenartig wie am Vortag) gut bis sehr gut auf. Buhl erzielte in diesem sehr hochrangig besetzten Goldfleet einen sieben und 15. Rang. Das ist eine absolute Spitzenleistung. Nur zwei Segler der Top-Ten-Kategorie bzw. vier des gesamten Fleetes erzielten ein besseres Tagesergebnis. Leider fehlten am Ende nur zwei winzige Punkte (bei insgesamt um die 100) zum zehnten Platz bzw. zur Medal-Race-Qualifikation. Die Vermeidung kleiner Fehler hätte im Nachhinein gesehen alles zum Positiven führen können.
Gewonnen haben (ohne Berücksichtigung des noch ausstehenden Medal-Races) der ehemalige Weltmeister Tom Slingsby (Australien) vor dem mehrfachen Europa- und Weltmeister sowie Olympiasieger Paul Goodison (England) und Michael Leigh (Kanada).
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Das war's vom Sailing Worldcup in Weymouth. Euer BerichtverfasserFriedl Buhl |
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Vom Weltcup-Einsatz in Weymouth herzliche Grüße an alle meine Partner und Förderer, Fans und Gönner sowie meine Freunde und Bekannten und natürlich nicht zuletzt meinen Segelclub Alpsee Immenstadt (SCAI).
Danke, dass ihr mir in bewährter Manier wieder die Daumen zum guten Gelingen gedrückt habt. Vielen Danke!
Ihr Segler
Philipp Buhl |
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Ihre Nachricht wird garantiert gerne gelesen!
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Philipp Buhl in neuem "Kleid"
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Now, Philipp is going online with his own domain.
Nach Jahren verlässt Laser-Segler Philipp Buhl das Web seines Segelclubs SCAI und zieht in sein eigenes Home philipp-buhl.de um. |
Philipp Buhl in neuem "Kleid"
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Now, Philipp is going online with his own domain.
Nach Jahren verlässt Laser-Segler Philipp Buhl das Web seines Segelclubs SCAI und zieht in sein eigenes Home philipp-buhl.de um.
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„Ich muss mich nun besser ausdehnen und effizienter darstellen können", nennt Philipp als Grund. Verständlich, denn bei ihm, dem erfolgreichsten deutschen Nachwuchssegler tut sich Vieles, was seine Sponsoren, Förderer und zahlreichen Fans lesen und sehen will. Für den professionellen Grundbau und die Fassadengestaltung von Buhls neuen Webseiten ließ sich die im Oberallgäu ansässige Firma „Kuschel-Software" als Sponsoring-Partner gezielt gewinnen. Als Redakteur des SCAI in Sachen Philipp Buhl werde ich meine Arbeit nun auf der neuen Internetebene in gewohnter Form fortsetzen. (Immenstadt / Sonthofen, 02.08.2010 (Text und Bilder: Friedl Buhl)) Über zehn Jahre lang waren Philipps segelsportliche Aktivitäten bei seinem Segelclub SCAI auf den Webseiten dargestellt, die seinerzeit von mir ins Leben gerufen, aufgebaut und später mit ausgestaltet wurden. Nahezu zu allen Events, an denen Philipp teilgenommen hatte, gab es seither im SCAI-Web einen mehr oder weniger umfangreichen Bericht zu lesen. Es begann 1998 mit einfachen Nachrichten zum Opti-Segeln. Mit zunehmend ranghöheren Veranstaltungen im Laser (Radial), auch im Flying Dutchman und vor allem später im Laser (Standard) wurden auch die Berichterstattungen umfangreicher. In letzter Zeit sind zu den zwischenzeitlich hochrangigen internationalen Wettkämpfen ergänzend zum zusammenfassenden Gesamtbericht auch aktuelle Tagesberichte erschienen. Damit sollten die Leser enger an das Geschehen gebunden und ihnen mehr Spannungsgefühle über die Wettkampftage einer Regatta vermittelt werden. Die peripheren Darstellungsmöglichkeiten in einem Unterbereich der SCAI-Seiten konnten naturgemäß nur begrenzt sein. Philipp Buhl benötigte nun unbedingt sein „eigenes Haus", lediglich „ein Raum" konnte die Anforderungen bereits seit einiger Zeit nicht mehr optimal erfüllen.
Wir freuen uns über alle Leser, die uns hier her auf die neuen Webseiten folgen und uns hier weiterhin treu bleiben. Philipp wird sportlich ganz sicher sein Bestes geben und ich werde versuchen, die Geschehnisse so interessant und spannend wie möglich zu vermitteln. Lob verdient die Designerin, Frau Kuschel. Obwohl sie mit philipp-buhl.de angeblich erstmals eine Homepage für einen Sportler gebaut hat, ist sie sehr flexibel auf die spezifischen Anforderungen und gewünschten inhaltlichen Merkmale und Funktionen eingegangen. Diese konnte sie einwandfrei realisieren und in ein modernes sowie gestalterisch ansprechendes und klar gegliedertes „Kleid" hüllen. |
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Philipp Buhl verwirklicht Träume
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(Gesamtbericht) Buhl erreicht Medal-Race und setzt Medaille oben drauf ! Seglertalent Philipp Buhl übertrifft beim Sailing Worldcup im Rahmen der Kieler Woche seine ehrgeizige Zielsetzung. Er qualifiziert sich nicht nur für das anvisierte Medal-Race, sondern holt am Ende sogar noch die Bronzemedaille. |
Philipp Buhl verwirklicht Träume
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(Gesamtbericht) Buhl erreicht Medal-Race und setzt Medaille oben drauf ! Seglertalent Philipp Buhl übertrifft beim Sailing Worldcup im Rahmen der Kieler Woche seine ehrgeizige Zielsetzung. Er qualifiziert sich nicht nur für das anvisierte Medal-Race, sondern holt am Ende sogar noch die Bronzemedaille. |
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Mehr als ein Jahrzehnt existierten Weltcup-Medaillen im deutschen Spitzenkader der leistungsdichten olympischen Laser-Klasse fast nur im Traum. Nun realisierte dies für Deutschland der erst 20-Jährige Oberallgäuer, und dies ausgerechnet in Kiel vor heimischer Weltcup-Kulisse. Mehr noch: Buhl schlug sich auf der Kieler Förde als bester Europäer. Vor ihm waren nur der zweifache Weltmeister und sechsfache Sieger bei EMs Tom Slingsby (Australien) und mit nur zwei Punkten Vorsprung Johnson Clay (USA).
Nun kann der Sportsoldat und Student im Mosaik seiner mustergültigen und steilen Sportkarriere ein weiteres Edelsteinchen einsetzen. Vor gerade mal zwei Wochen gelang dem noch amtierenden Junioren-Europameister bei der EM der Erwachsenen mit der knapp verfehlten Medaille (4.) ein ähnlich außergewöhnlicher Erfolg. Dabei ist die Saison 2010 noch in vollem Gange, und das höchste Event, die WM, steht noch aus.
(Kiel, 19./23.06.2010 (Text und Bilder: Friedl Buhl) Links zu diesem Event:
Ergebnisse Laser Männer
Hompage ISAF Sailing Worldcup „Kieler Woche“, Kiel Schilksee 2010, Deutschland
Weitere Links:
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Weltcup Kieler Woche 2010
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Kieler Förde - Heimrevier für Philipp Buhl
1. Tag: Einwandfreier Einstieg, Rang 4.2. Tag: Wegen Schwachwind keine Wettfahrten.3. Tag: Schwachwind erzwingt erneut Verzicht auf Wettfahrten.4. Tag: Ziel Medal-Race erreicht.5. Tag: Erste Weltcup-Medaille erkämpft!! |
Weltcup Kieler Woche 2010
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Kieler Förde - Heimrevier für Philipp Buhl
1. Tag: Einwandfreier Einstieg, Rang 4. |
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Ob und inwieweit Heimrevier mit Heimvorteil gleich zu setzen ist, darf in Frage gestellt werden. Zu fassettenreich sind die komplexen Bedingungen und Anforderungen, die den Regatta-Segler draußen auf dem Meer erwarten. Wenn der Oberallgäuer auf der Kieler Förde trainiert, spielt sich dies zudem nicht auf dem Kursareal der Weltcup-Regatta ab. Dieses ist nämlich vom Olympiahafen aus erst über ca. 10 km anzusegeln. (Kiel Schilksee, 19./23.06.2010 (Text und Bilder: Friedl Buhl)
1. Tag (Samstag), Qualifying-Races 1 bis 3 Vom Weltcup-Einsatz in Kiel herzliche Grüße an alle meine Partner und Förderer, Fans und Gönner sowie meine Freunde und Bekannten und natürlich nicht zuletzt meinen Segelclub Alpsee Immenstadt (SCAI).
Danke, dass ihr mir in bewährter Manier wieder die Daumen zum guten Gelingen gedrückt habt. Vielen Danke! Vielen Dank für Fanpost – auch wenn ich nicht immer auf alle eine Antwort schreiben kann!
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Philipp Buhl nahe an EM-Medaille
Youngster Buhl lehrt den Arrivierten das Fürchten.Philipp Buhl führte bei der Laser-EM in Tallin /Estland eine Glanzleistung auf. Er erzielte nach zwölf Wettfahrten den vierten Platz und verpasste nur knapp EM-Metall.
Philipp Buhl nahe an EM-Medaille

Youngster Buhl lehrt den Arrivierten das Fürchten.
Philipp Buhl führte bei der Laser-EM in Tallin /Estland eine Glanzleistung auf. Er erzielte nach zwölf Wettfahrten den vierten Platz und verpasste nur knapp EM-Metall.
Der zweifache und noch amtierende Junioren-Europameister vom Segelclub Alpsee Immenstadt sorgte während des sechstägigen Wettkampfgeschehens für Highlights wie kaum ein anderer der 148 Segler aus 30 Nationen. Er verbuchte insgesamt drei Wettfahrtsiege, davon zwei in Serien. Am vorletzten Tag verwies Buhl mit zwei Zweiten im Goldfleet die Weltspitze auf die Plätze. Mit diesen Top-Resultaten konnte sich der Berghofer zweimal als Tages-Gesamtsieger feiern lassen.
Nach der zehnten Wettfahrt hatte er sich eindrucksvoll bis an die zweite Position vorgesegelt. Eine Medaille und ein weiterer Spitzenerfolg seiner traumhaften Karriere waren jetzt greifbar nahe. Doch es sollte am Ende nicht sein. Und Buhl nahms gelassen an: „Macht nichts. Ich bin trotzdem in guter Stimmung und sehr zufrieden.“
Auf jeden Fall verpasste der erst 20-Jährige der Laser-Weltelite mächtigen Druck.
Den neuen Europatitel der olympischen Laser-Klasse der Männer trägt nun Tonic Stipanoviv (Kroatien) vor Titelverteidiger Paul Goodison (England) und Andi Geritzer (Österreich).
(Tallinn / Estland, 06./11.06.2010 (Text und Bilder: Friedl Buhl)Nicht eine einzige Trainingsminute zur Reviererkundung ließ Buhls dichter Terminkalender und ein zusätzliches logistisches Problem zu. Und das übliche Test-Race des Veranstalters am Vortag wurde wegen zu viel Wind nicht durchgeführt. Vielleicht war diese Situation auch eine gewisse Ursache, warum es bei Buhl am ersten Tag nicht zufriedenstellend rund lief. Er kam auf dem 75. Platz zu liegen, was sich vor allem am Schluss bei der Entscheidung um den Titel als Hemmnis erweisen sollte.
Gesegelt wurde in drei Fleets bei böigem und drehendem Wind der Stärke 2 bis 3 Beaufort.
Am zweiten Tag kam der Segler vom Alpsee auf Touren. Zunächst noch ein 19. Aber in der vierten Wettfahrt war Buhl offensichtlich richtig justiert. Er segelte Bestzeit und ließ den Verfolgern von der Startkreuz bis ins Ziel keine Chancen auf erfolgreiche Angriffe. Im Zwischenklassement bedeutete den ersehnten Rutsch nach vorne auf den 34. Rang.
Der dritte Tag sollte ein besonderer für den Sportsoldaten aus Sonthofen werden. Kräftiger bist starker Wind mit bis zu 6 Beaufort ließ erahnen, welcher körperlich grenzwertige Einsatz von den Laser-Athleten heute verlangt sein würde. Buhl wusste aber auch, dass er, der zwar jeden Wind einwandfrei segeln kann, für solche Bedingungen Vorlieben hat.Trotz nicht ganz optimalem Start war er nach der Startkreuz bereits Zweiter hinter Geritzer (Österreich). An der zweiten Kreuz segelte der Deutsche die bessere Taktik im ablandigen drehenden und böigen Wind und hängte den österreichischen Olympiamedallisten und das gesamte Feld ab. Im Ziel genoss Buhl seinen zweiten Wettfahrtsieg bei dieser EM.
Keine geringere Trumpfkarte zog Buhl in der anschließenden Wettfahrt nochmals. Er hielt bereits ab der ersten Luvmarke und über den gesamten Kurs die komplette Konkurrenten seines Fleets im Schach, darunter auch den Vizeweltmeister Thompson (England) und den spanische Topsegler und Weltcup-Sieger Hernandez. Mit zwei Wettfahrtsiegen an einem Tag war Buhl nun sensationeller und überlegener Tagessieger. Die um Jahre erfahreneren Profis spürten sehr eindrucksvoll, welch enormen Leistungsdruck ein Segler der Nachwuchselite auf sie ausüben kann. Damit drängte er auf den 18. Rang der Gesamtwertung vor.
In den letzten Qualifizierungs-Races des vierten Tages brachte Buhl mit einem dritten und achten Rang erneut sehr gute Ergebnisse auf seinem Konto ein. Er marschierte im Zwischenklassement nun unter die Top Ten auf Platz acht vor, überholte zwischenzeitlich seine auch sehr gut gesegelten deutschen Kaderkollegen Simon Grotelüschen und Malte Kamrath und behauptete sich nun unter den namhaften Weltklasseseglern.
Am fünften Tag trat das beste Drittel der 148 Teilnehmer im Goldfleet zu den ersten Final-Races an, was naturgemäß eine dreifache Konzentration der Spitzensegler bedeutet. Für das Oberallgäuer Seglertalent schien es keine Grenzen des Erfolges mehr zu geben. In ganztags höchst schwierigen taktischen Situationen bei drehendem und ungleichem Mittel- bis Leichwind demonstrierte Buhl sein scharfsinniges Windlesen und seine ganzes segeltechnisches Können. Beide Wettfahrten waren an spannenden Positionskämpfen um die Führung nicht zu überbieten. Im ersten Race querte Buhl mit keinem halben Meter Rückstand zum Australier Pulk Ryan das Ziel. Im Folge-Race gelang ihm hinter seinem Kaderkollegen Grotelüschen erneut ein zweiter Platz.
Mit diesen exzellenten Resultaten war Buhl erneut Tagesbester – eine Zwischensensation, die sich zuvor bei einer Senior Laser-EM für Deutschlang noch nicht ergeben hatte. Der Erfolgsjäger keilte sich somit unaufhaltsam zwischen die Weltbesten. Genauer gesagt, er verdrängte die meisten. Er lag nämlich mit nur vier Punkten Rückstand jetzt auf Platz zwei der Gesamtwertung, damit voll auf Medaillenkurs, vor den ganz Berühmten wie etwa Slingsby, Goodison, Geritzer, Thompson usw.Der Finaltag begann für den zwischenzeitlichen Shooting Star vermutlich in höherer innerer Anspannung. Er hatte sich unerwartet auf Medaillenkurs vorgekämpft. Eigentlich ist es für einen erst 20-Jährigen völlig ungewöhnlich und zu früh, in der extrem leistungsdichten Laser-Klasse bei einer Europameisterschaft der Erwachsenen am Ende auf einen Medaillenrang oder gar auf Gold zu segeln. Es wäre ganz und gar nicht nicht unmöglich gewesen. Aber es sollte letztendlich (noch) nicht sein, aus welchen Gründen auch immer. Buhls überragende Stärke der Vortage war indes etwas abgeflaut, und er verpasste mit einem 29. und 14. Rang am Ende ganz knapp die Bronze-Medaille.
Wahrscheinlich regten sich bei Philipp Buhl zumindest kurzfristig schon Gefühle der Enttäuschung. Zu Traurigkeit aber sah er ganz offensichtlich keinen Anlass. Ganz im Gegenteil. Er wähnte sich in guter Laune und äußerte große Zufriedenheit. Schließlich wusste er um seine sensationellen Abschnitte bei dieser für ihn unvergesslichen und sehr schönen sowie bestens organisierten EM in Tallinn, undankbarer vierter Platz hin oder her.
Die Aushängeplätze teilten sich Kroatien, England und Österreich. Mit Buhl auf Rang vier erreichte noch ein weiterer Deutscher, nämlich Grotelüschen, auf Rang sieben die Top Ten. Kaderkollege Kamrath hette leider ein Malheur und konnte am letzten Tag keine Wettfahrtwertung einbringen. Er landete auf Rang 32. Die weiteren vier deutschen Segler konnten das Goldfleet das nicht erreichen.
Bericht auf SEGELreporter.com
Bericht der Stiftung Deutschen Sporthilfe
Hompage EUROPEAN LASER CHANPIONSHIP 2010, Tallinn, Estland
Ergebnisse Laser Männer
Ein Einblick ins Medien-Echo:
Süddeutsche
Süddeutsche
Segeln Magazin
Yacht
Yachtblick
Sportgate
Allgäu Sport
Eurosport
Bayerischer Seglerverband
Bayern 2012 Sailingteam
Deutscher Seglerverband
Weitere Links:
Frühere Sportberichte von Philipp Buhl
Bayern Sailing Team 2012
Philipp Buhl nähert sich der Weltspitze
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Delta Lloyd Regatta 2010, Medemblik
(Gesamtbericht)
Mit Platz elf bestes Saisonergebnis. Bei der traditionellen Weltcup-Regatta vor Medemblik in den Niederlanden hat Philipp Buhl vom Segelclub Alpsee Immenstadt den hervorragenden elften Rang und damit sein bestes Ergebnis dieser Saison erzielt. . |
Philipp Buhl nähert sich der Weltspitze
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Delta Lloyd Regatta 2010, Medemblik
(Gesamtbericht)
Mit Platz elf bestes Saisonergebnis.
Bei der traditionellen Weltcup-Regatta vor Medemblik in den Niederlanden hat Philipp Buhl vom Segelclub Alpsee Immenstadt den hervorragenden elften Rang und damit sein bestes Ergebnis dieser Saison erzielt. .
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Vier von insgesamt zehn Wettfahrten über fünf Tage konnte er unter den Top Ten abschließen. Davon ersegelte sich Buhl zweimal Platz zwei, und dies einmal im Goldfleet. |
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(Medemblik, 25./30.05.2010 (Text und Bilder: Friedl Buhl)
Links zu diesem Event: Ergebnisse Laser Männer
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Delta Lloyd Regatta, 2010, Medemblik
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Philipp Buhl startet bei Weltcup in den Niederlanden. (Tagesberichte) 5. Tag: 2. Platz im Finale und 11. insgesamt. 4. Tag: Rang 13 und Medal-Race nicht weit verfehlt. 3. Tag: Gesamt 14. nach 3 Final-Races 2. Tag: Als Zwölfter im Goldfleet. 1. Tag: Erwartungen mehr als erfüllt. Platz 5 nach 3 Races. |
Delta Lloyd Regatta, 2010, Medemblik
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Philipp Buhl startet bei Weltcup in den Niederlanden. (Tagesberichte) 5. Tag: 2. Platz im Finale und 11. insgesamt. 4. Tag: Rang 13 und Medal-Race nicht weit verfehlt. 3. Tag: Gesamt 14. nach 3 Final-Races 2. Tag: Als Zwölfter im Goldfleet. 1. Tag: Erwartungen mehr als erfüllt. Platz 5 nach 3 Races.
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Für den Welpcup-Zirkus der olympischen Seglerklassen läuft ab 26. Mai der Count Down. Austragungsort ist das Ijsselmeer vor Medemblik / Niederlande. Philipp Buhl ist am Start. Die bevorstehende Termindichte im Mai/Juni ist wegen der eingeflochtenen EM speziell in der Laserklasse so hoch, dass zahlreiche Segler ihre persönlichen Schwerpunkte setzen. Trotzdem sind 114 Athleten aus 32 Nationen vertreten. Die großen Namen fehlen nicht, so z. B. der Dominator Goodison (England), Hernandez (Spanien, Sieger von Palma), Stipanovic (Kroatien, Vorjahres-Zweiter) und fast alle weiteren der ersten Zwanzig der Weltrangliste. Dies ist für Buhl bedeutsam, denn ihn reizt vor allem das oberste Teil der Messlatte und natürlich das Revier mit all seinen Besonderheiten. Die Wahrscheinlichkeit, dass dem Seglern das ganze Windspektrum von leicht bis stark begegnet, ist hoch. Mit einer nicht sehr hohen aber dafür außergewöhnlich steilen und daher sehr schwierig zu segelnden Welle hat jeder auf seine Art zu kämpfen. Dabei ist die Welle nicht nur Bremsklotz (an der Kreuz). Sie hat auch eminente Schubkraft auf dem Surfkurs vor dem Wind zu bieten. Hohe Kunst ist die Umsetzung; sie verlangt viel Feingefühl in kraftvoller Aktion und ausgefeilte Segeltechniken. |
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Semaine Olympique Francaise (SOF): Ein Weltup-Magnet
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Philipp Buhl wird es wissen wollen: 1. Tag: Einstieg mit hervorragendem 4. Platz 2. Tag: Wettfahrtsieg !! 2. Platz gesamt. 3. Tag: 4. Rang gesamt. Erneut nur 1 WF. 4. Tag: Mit rotem Trikot des 3. in die Finalserie. Rückfall auf 13. 5. Tag: Kein Erfolgstag, kein Medal-Race. |
Semaine Olympique Francaise (SOF): Ein Weltup-Magnet
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Philipp Buhl wird es wissen wollen: 1. Tag: Einstieg mit hervorragendem 4. Platz 2. Tag: Wettfahrtsieg !! 2. Platz gesamt. 3. Tag: 4. Rang gesamt. Erneut nur 1 WF. 4. Tag: Mit rotem Trikot des 3. in die Finalserie. Rückfall auf 13. 5. Tag: Kein Erfolgstag, kein Medal-Race. |
Insgesamt jedoch Spitzenleistungen vorgeführt.
Drei Wochen nach seinem erfolgreichen Saisons-Auftakt auf Mallorca greift Buhl in Hyeres wieder ins Weltcup-Geschehen ein. Diese Regatta, dieser Ort ist für den Segler vom SCAI etwas Besondere. Er mag das exzellente und mitunter sehr kniffelige Segelrevier an der Cote d Azur. Dort waren ihm außerdem großartige Erfolg beschert, aber nicht immer ohne Enttäuschungen (siehe Bild).
Der Sportsoldat aus Sonthofen wird ab Sonntag gegen die Maximalquote von 150 Athleten aus 41 Nationen in den Ring steigen.
Sein Ziel dürfte klar sein: So erfolgreich wie 2009 aber noch vollenden, was ihm damals versagt blieb.
(Hyeres, 26./30.04.2010 (Text und Bilder: fb))
Die SOF im Vorfeld
Der Segelsport befindet sich erfreulicherweise weiter im Aufwind. Für die Meldezahlen im sehr beliebten Segelrevier vor Hyeres wird dies besonders deutlich.
Bereits zum Europacup um Ostern registrierten sich in den Laserklassen (Standard, Radial und 4.7) über 500 Teilnehmer. Dies bescherte Rekordzahlen.
Zum nun bevorstehenden Weltcup-Event verhält es sich ähnlich. Besonders die Männer-Laserklasse expandiert. So musste erstmals ein riesige Meldezahl (182) auf die zulässige Höchstquote von 150 laut ISAF-Regelment reduziert werden, was für zahlreiche nicht hinreichend qualifizierte Segler leider die Abweisung bedeutete.
Dies ist auch ein Zeichen dafür, wie vollständig die Weltelite bei der Semaine Olympique Francaise vertreten ist, und dies ganz besonders in der Laser-Klasse. Hier hängen die Trauben extrem hoch.
Dies erzeugt sicher auch bei Philipp Buhl einen deftigen Anreiz, eine Situation, die er sich wünscht und die er als Messlatte dringend benötigt. Denn die noch schwierigeren Hürden, bei denen es dann punktgenau auf alles ankommt, stehen auf dem steilen und ausgesetzten Pfad nach Olympia erst noch bevor.
Es steht fest, wer hier top bestehen will, muss schon sehr weitgehende Perfektion vom Support-Team empfangen und letztlich aber die entscheidende Perfektion im Wettkampf selbst und ganz auf sich gestellt abliefern. Bis es soweit ist, vergehen Jahre intensiver Entwicklungsarbeit, bei der individuelles und innovatives Denken und Handeln sinnvoll und schier grenzenlos angesetzt werden müssen.
Der Start ist auf Sonntag, 11:00 angesetzt. Heute herrschte Sonnenschein und eine dezente bis mittelstarke thermische Meeresbrise. Ähnliches wird für den ersten Wettkampftag erwartet. Bei diesen Bedingungen gilt das Laser-Aareal wegen Unregelmäßigkeiten als das schwierigste.
Philipp hat in seinem heutigen letzten Training das segeltechnische Feingefühl nochmals aufgefrischt und letzte Eindrücke vom Windverhalten mitgenommen.
Nun kann’s losgehen.
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1. Tag (Sonntag), Qualifying-Race 1
Philipp Buhl eröffnet mit einem Paukenschlag gegen die Besten seine Qualifying-Serie.
Er hat heute Morgen mutig und voller Zuversicht sein Wettkampf-Konzept umgepolt: „Meine sonstige Strategie, erst mal ein solides Ergebnis …fahren, werde ich über den Haufen werfen. Heute versuche ich, das erste Rennen zu gewinnen.“
Buhl kam seiner klaren Zielsetzung beachtlich nahe. Er segelt unter sehr schwierigen Leichtwindbedingungen einen hervorragenden vierten Platz.
In einer zweiten Wettfahrt liegt er mit ca. 70 m Vorsprung in Front. Dann musste die Wettfahrtleitung das Rennen leider wegen abflauendem Wind beenden.
Das dritte Fleet konnte aufgrund von Windschwierigkeiten leider keine einzige Wettfahrt ins Ziel bringen. Buhl liegt nun an 7. Stelle im Zwischenklassement zweier Fleets.
Damit hat für Buhl das Weltcup-Event in Hyeres mit schönem Erfolg und wertvollen positiven Erfahrungen begonnen. Darauf lässt sich aufbauen.
Für morgen ist eine bessere Seabreeze angekündigt.
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2. Tag (Montag), Qualifying-Race 2
Wirklich beeindruckend! Gestern hatte er sich weit aus dem Fenster gelehnt und sich offen und mit viel Selbstvertrauen einen Sieg gleich zum Beginn vorgenommen Er hat ihn nicht ganz erreicht, „nur“ Platz 4. Das hätte so natürlich schon gegolten. Aber heute legt er noch eine Kohle drauf und siegt prompt. Das ist auch typisch Philipp- immer wieder für Überraschungen gut. In der Ergebnisliste erscheint er und damit Germany nun unter 150 Zeilen an zweiter Stelle (nichts Alltägliches im Laser-Weltcup-Zirkus)- damit vor Hernandez (Spanien, Weltcupsieger von Palma) und Olympiasieger und Weltmeister Goodison (England). Das wirkt wie ein schönes und ansprechendes Bild und dürfte dem noch jungen Talent sicherlich den Mut und das Selbstvertrauen auf der hohen Ebene weiter stärken.
Unter Seabreeze-Bedingungen war es naturgemäß wieder auf dem Laser-Areal besonders schwierig, denn der Landeinfluss der Insel Giens dämpft und stört die thermische Windströmung aus Südwest. Für Buhl scheint dies weder Problem noch Nachteil zu sein. Er hat im Oberallgäu, auf dem Großen Alpsee und den bayerischen Binnenseen in reichhaltigen Varianten das Segeln, Wind- und Böen-Sehen bereits schon als Kind gelernt. Er hat offensichtlich den nötigen Scharfblick, um auch auf dem Meer die Zonen von etwas besseren Windentwicklungen oder sich anbahnende Winddreher gut und früh zu erkennen und darauf taktisch richtig zu reagieren.
Nach der halben Startkreuz ist es die Mittelzone, die Buhl von rechts gezielt ansteuert. Er rundet als Siebter die erste Luvmarke. Auf dem Vorwind gibt es dank spezieller taktischer Züge und natürlich
seiner feinen Segeltechnik für die Konkurrenz allgemein wenig Chancen. Er macht drei Positionen gut. Auf der zweiten Kreuz wendet er sich schließlich in der launischen Thermikbrise in die Führung, die ihm bis ins Ziel auch Weltklassesegler nicht mehr streitig machen können.
Der Veranstalter schreibt in seinem Tagesbericht:
“The light conditions favoured some of the younger and lighter sailors. In the Laser, 20 years old, Philip Buhl (GER) won the day’s race. Vice European Youth Laser champion in 2008, Buhl gets to the second place overall, one point behind Evangelos Chimonas (GRE).”
Nett geschrieben, aber eine kleine und nicht unbedeutsame Korrektur sei erlaubt. Philipp gehört nicht zu den „…leichteren Seglern“. Er liebt nämlich auch den starken Wind, und das sagt alles. Er hat es definitiv anderweitig herausgeholt (sicher auch in der Begleitung des Quäntchen Glücks). Das macht die Resultate von gestern und besonders heute umso hochwertiger.

Eine weitere Wettfahrt kam wegen des zeitlich sehr begrenzten Windfensters nicht mehr zustande. Alle drei Fleets sind jetzt mit zwei Qualifizierungswettfahrten gleich auf, aber mit zwei im Hintertreffen.
Für Morgen kündigen die Wetterstationen erneut Leichtwind an.
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3. Tag (Dienstag), Qualifying-Race 3
Die Segelbedingungen an der westlichen Cote d Azur lassen zu wünschen übrig. Anhaltender Schwachwind, der immer wieder zum Abwarten und Abbrechen von Fettfahrten zwingt, brachte das Programm etwas durcheinander. So haben fast alle Klassen bisher nur etwa die Soll-Hälfte geschafft. Ein dramatischer Zustand ist dies jedoch noch nicht. Schließlich waren die Segler an jedem Tag auf dem Revier und haben i. d. R. mindestens eine Wettfahrt zustande gebracht.
In der Laser-Klasse segelten heute zwei Fleets zwei Wettfahrten, während das andere nur eine schaffte. Philipp Buhl beendet mit einem 13. Rang und positioniert sich insgesamt mit bescheidenen drei Punkten Gesamtrückstand Rang vier. Damit verteidigte Buhl seine hervorragende Stellung, in der ihm noch sämtlich Türen offen stehen.
Die Führung übernimmt der Olympia-Champion Goodison (England) vor Geritzer (Österreich) und Hernandez (Spanien).
Philipps Kaderkollegen, Malte Kamrath und Simon Grotelüschen, haben bisher recht gute Ergebnisse um die Top-Ten erzielt. Momentan leidet ihr Konto allerdings noch unter der Punktelast einer Frühstart-Disqualifikation, die allerdings mit einem späteren Streicher beseitigt werden kann.
Die Wetterfrösche können für Mittwoch leider keine günstigeren Bedingungen verkünden. Optimistisch gesehen, sprechen Kleinigkeiten dafür (etwas dünnere Wolken und etwas weniger vom nachteiligen Großwetterlagenwind), dass die Seabreeze morgen vielleicht um ein paar Knoten mehr weht.
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4. Tag (Mittwoch), Qualifying-Race 4 und Final-Races 1 und
Für Philipp Buhl sollte es heute bewegende und enttäuschende Momente geben.
Er zaubert zunächst eine grandiose Wettfahrt hin, als er sich von der 25. Position an der ersten Bahnmarke bis auf den hervorragenden vierten Platz vorkämpft. In der Gesamtwertung schiebt sich Buhl wieder um eine Position nach vorne, auf den dritten Platz und hat nur einen Punkt Rückstand zum Führenden. Das war zum Ende der Qualifying-Serie.
Gegen Abend, als sich der Wind etwas verstärkte, werden die Segler zum Starten der Final-Serie erneut auf’s Wasser gerufen. Für Philipp war dies ein besonderes Auslaufen. Er trägt nämlich den roten Punkt im Segel, als Zeichen des Drittplatzierten.
Zwei Final-Races werden noch gesegelt, und dies auf einer anderen Bahn. Diese war Buhl bis dato nicht geläufig, was sicher eine zusätzliche Schwierigkeit zu den komplizierten Windverhältnissen war.
Dem Segler vom Alpsee wollte heute nichts mehr so recht gelingen. Ein langer und kräftezehrender Tageseinsatz endete mit einem enttäuschenden Rückschlag: Platz 28 und 26. Einen konnte er streichen. Diese Resultate werfen Buhl auf den 13. Rang zurück. Der Punkte-Rückstand hält sich aber in Grenzen, denn er hatte bis dahin keinen Ausrutscher erlitten.
Mit Blick auf die Medal-Race-Qualifizierung hat Buhl trotzdem noch eine gute Ausgangsbasis.
Am Freitag werden weitere Finale-Races gestartet, sofern die Windverhältnisse dies ermöglichen. Der Wind wird auf jeden Fall weiterhin schwach bis maximal mittelmäßig ausfallen.
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5. Tag (Donnerstag), Final-Races 4 und Final-Races 3bis 5
Kein überragender Tag für den am Anfang so Erfolgsverwöhnten. Philipp Buhl kann den Beginn seiner
erfolgsgedämpfte Phase vom gestrigen Spätnachmittag heute nicht stoppen. Er belegte in den drei
abschließenden Final-Races Range zwischen 20 und 30. Das ist für einen Weltcup-Jungfuchs wie Philipp an sich eine sehr beachtliche Leistung. Der Großteil seiner Altersgenossen träumt vom Goldfleet. In diesem hielt Buhl gestern mit dem roten Trikot des Drittplatzierten stolz Einzug in die Finalserie.
Das war eine absolut überragende Leistung, den Dominator Goodison oder den Spanier Hernandez (Sieger von Palma und hier in Hyeres nach der Finalserie) wenigstens zeitweise hinter sich zu haben. Auch der sensationelle Wettfahrtsieg am zweiten Tag, das alles war von Buhl eine Weltklasseleistung , die von einem 20-jährigen Athleten auf Weltcup-Ebene in der sehr konkurrenzdichten Laser-Klasse schlechthin nicht zu erwarten sind.
Die anfängliche Erfolgswelle hielt nicht an. Der mehrfache Junioren-Europameister hat sein Ziel, für Samstag das Medal-Race-Ticket zu lösen, nicht erreicht. Für Buhl war es ein ehrgeiziges Ziel, aber kein entscheidendes. Zurzeit befindet er sich noch in der Formaufbau-Phase für das (die) bevorstehende(n) Highlight(s).
Ein wichtiges Vorhaben hat Buhl jedoch so gut wie kaum ein anderer umgesetzt. „Ich wollte konstant segeln und mir keinen großen Ausrutscher erlauben.“ Tatsächlich haben von allen 141 Seglern nur zwei einen Streicher mit weniger Punkten. Buhl vermerkt dazu allerdings enttäuscht: „Leider blieb in der Finalserie ein „Ausrutscher“ nach vorne aus.“
Die Platzierungen der deutschen Segler im Goldfleet: Malte Kamrath (16.), Philipp Buhl (21.) und Simon Grotelüschen (30.).
Nach der Finalserie sind Javier Hernandez (Spanien), Paul Goodison (England) und Andi Geritzer (Österreich) vorne. Über den endgültigen Sieg und die weiteren Top-Ten-Plätze entscheidet das Medal-Race am Freitag.
Das nächste Weltcup-Event beginnt in drei Wochen in Medemblik / Ijsselmeer.
Das war’s vom Weltcup in Hyeres / Frankreich.
Ein zusammenfassender Bericht folgt.
Ihr Berichtverfasser
Friedl Buhl
Vom Weltcup-Einsatz in Hyeres / Frankreich herzliche Grüße an alle meine Partner und Förderer, Fans und Gönner sowie meine Freunde und Bekannten und natürlich nicht zuletzt meinen Segelclub Alpsee Immenstadt (SCAI).
Ihr Segler
Philipp Buhl
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Herausragender Beginn beim Weltcup in Hyeres
| Philipp Buhl als Drittbester ins Goldfleet -Am Ende 21.
Drei Wochen nach seinem erfolgreichen Weltcup-Auftritt in Spanien (Rang 12) unterstrich Laser-Segler Philipp Buhl aus Sonthofen seine gute Leistungsform. Allerdings beendete er mit gemischten Gefühlen aus zunächst hervorragenden Leistungen und am Schluss eher enttäuschenden Resultaten das sehr hochrangige Weltcup-Event, die „Semaine Olympique Francaise“ (SOF). |
Herausragender Beginn beim Weltcup in Hyeres
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Philipp Buhl als Drittbester ins Goldfleet -Am Ende 21. Drei Wochen nach seinem erfolgreichen Weltcup-Auftritt in Spanien (Rang 12) unterstrich Laser-Segler Philipp Buhl aus Sonthofen seine gute Leistungsform. Allerdings beendete er mit gemischten Gefühlen aus zunächst hervorragenden Leistungen und am Schluss eher enttäuschenden Resultaten das sehr hochrangige Weltcup-Event, die „Semaine Olympique Francaise“ (SOF).
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Der 20-jährige Junioren-Europameister rangierte in der ersten Hälfte der Serie aus insgesamt 10 Wettfahrten unter den Weltbesten. Mit mehreren einstelligen Ergebnissen und sogar einem Tagessieg lag Deutschlands Topsegler der olympischen Laser-Klasse in den Zwischenklassements einmal an zweiter und später dritter Stelle. Er hatte damit 140 Segler aus 40 Nationen, darunter auch den Weltcup-Sieger von Palma, Javier Hernandez (Spanien) und den amtierenden Weltmeister und Olympiasieger Paul Goodison (England) auf die Plätze verwiesen. „Einen so gigantischen Beginn hätte ich nicht zu träumen gewagt.“, stellte der Athlet vom Immenstädter Segelclub SCAI fest.
Buhl kam zunächst mit den für die Cote de Azur untypischen und schwierigen Leichtwindbedingungen sehr gut klar, obwohl er eher bei stärkerem Wind grundsätzlich die besseren Karten in der Hand hat. Aber hier kam es wegen Unregelmäßigkeiten des Windes auf die richtige Großraumtaktik und eine gute Winderkennung und -einschätzung ganz besonders an. Dies zählt zu Buhls Stärken, denn er hat sich diese Fähigkeiten bereits in seiner Kindheit und Jugendzeit auf den bayerischen Binnenseen antrainieren können.
Bei den Wettfahrten der Finalserie, in die Buhl mit dem Roten Trikot des Drittplazierte im Goldfleet (hier bestes Drittel aller Starter) Einzug hielt, wurde sein Erfolgspfad steinig und unwegsam. Er schaffte nur mehr Platzierungen zwischen 20 und 30. Im Goldfleet der Laser-Klasse sind dies für einen Nachwuchssegler an sich recht gute Ergebnisse. Aber das Talent aus dem Allgäu setzt seine ehrgeizigen Ziele außergewöhnlich hoch an: „Natürlich will ich gerne ein Ticket ins Medal-Race!“ (abschließendes Finale der besten Zehn).
Damit wurde leider nichts. Buhl trotz seiner unerwartet guten Beginnphase: „Neben der Freude bin ich natürlich schon auch etwas enttäuscht.“ Aber sein Blick scheint stets nach dem Positiven ausgerichtet zu sein, und er stellte fest: „Aus den Ursachenanalysen werd’ ich wieder einiges dazulernen können.“ Der Segler vom Alpsee beendete mit dem 21. Rang und musste damit auch seine Vorreiterposition unter den insgesamt sieben deutschen Startern an Malte Kamrath (Berlin, 16.) abgeben.
Die Sieger der SOF: Paul Goodison (England) vor Andreas Geritzer (Österreich) und Javier Hernandez (Spanien).
Die Mächtigkeit der internationale Leistungsdichte in der olympischen Laser-Klasse der Männer – und dies, wie nur in wenig anderen Sportarten, belegt auch, dass bis zum 16. Rang 16 verschiedene Nationen vertreten sind.
Laser-Weltcup, Palma de Mallorca, 2010
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Philipp Buhl mit 12. Platz beim ersten Weltcup-Event voll zufrieden.Der erste Saisons-Weltcup auf dem europäischen Kontinent war für Laser-Segler Philipp Buhl sein Auftakt für 2010. Am Start waren 131 Teilnehmer aus 36 Nationen, damit ein Großteil der Weltelite. Buhl belegte den hervorragenden zwölften Rang. „Mit diesem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, vor allem auch, weil es nach fünf Monaten Zwischensaisons-Training wieder mein erster Wettkampf war“, stelle er fest. |
Laser-Weltcup, Palma de Mallorca, 2010
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Philipp Buhl mit 12. Platz beim ersten Weltcup-Event voll zufrieden.
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Der Athlet vom Segelclub Alpsee Immenstadt hat das begehrte Finale (Medal-Race) der besten Zehn nur knapp verfehlt. Hierzu meinte er: „Das Medal-Race wäre natürlich schön gewesen, aber ich hatte es mir für den Anfang noch nicht als Ziel gesetzt.“(Palma de Mallorca, 28.03/02.04.2009 (Text und Bilder: fb))
Für Philipp Buhl kommt es darauf an, den athletischen Leistungslevel über die Zwischensaison feinsäuberlich vorzubereiten und dann in Wassertrainings und Wettkämpfen die segeltechnische Formkurve auf die Saisonshöhepunkte hin stetig nach oben zu entwickeln. So hatte der Oberallgäuer entgegen seinen Kaderkollegen und zahlreichen anderen Weltklasse-Seglern beispielsweise auf die Weltcup-Regatten in Australien (Melbourne) und USA (Miami) im Winter verzichtet, um sich stattdessen einem gezielten und vielgestaltigen Athletik-Training hinzugeben, in das beispielsweise auch Wintersportarten eingebunden waren. Buhl vertritt hierzu seine eigene Philosophie: „Ich brauche unbedingt meinen längeren Abstand zur sportlichen Hauptdisziplin. Damit wird die so wichtige Motivation wieder richtig aufgefrischt.“ Zudem wolle er auch auf einige alpine Skirennen und den Trainings hierzu nicht verzichten, was sich auf die Bewegungsmotorik sehr vorteilhaft auswirke.Wegen zu starkem Wind und hohen Wellen am dritten Tag entschied die Wettfahrtleitung nach mehreren Startverschiebungen, die Segler aus Sicherheitsgründen nicht auslaufen zu lassen.
Am Folgetag musste Buhl zwar einen 26. Rang einstecken, trumpfte aber gleich anschließend mit einem Fast-Wettfahrtsieg auf. Dabei arbeitete er sich aus der zunächst 19. Position faszinierend nach vorne und überholte auf dem Zielkurs sogar noch den WM-Dritten Nick Thompson (England) an zweiter Position.
Zum Ende der Finalserie verlief das Geschehen für den Sonthofener sehr durchmischt. Zunächst Rang sieben. Damit rückte eine Qualifizierung ins Medal-Race greifbar nahe. Anschließend aber ein herber Dämpfer, ein 48. Platz. Alle Segler auf der rechten Kurshälfte wurden auf der Startkreuz durch einen unkalkulierbaren anhaltenden Winddreher hoffnungslos nach hinten gespült. Dieses Pech setzte sich für Buhl fort, indem das letzte Finalserien-Race von der Wettfahrtleitung kurz vor Ende abgebrochen wurde, wodurch ihm ein vermeintlicher 12. bis 10. Platz verloren ging. Buhl etwas enttäuscht: „Das Ticket zum Medal-Race sollte wohl nicht sein.“ Trotzdem war er über seine Gesamtleistung, Rang 12 und klar bester Deutscher, hoch zufrieden. Im „Poeblo Espaniol“ (Palast des spanischen Volkes) wurden die Erstplatzierten in würdevollem Zeremoniell mit den attraktiven Preisen der „Princesa Sofia Trofeo“ geehrt:, und 3. Mike Bullot (Neuseeland), 2. Tonci Stipanovic (Kroatien) und unter tosendem Beifall der Sieger aus dem eigenen Land, Javier Hernandez (Spanien).
Philipp Buhl vor Palma in den Startlöchern
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5. Tag: Teils unglücklicher Verlauf, aber mit Endergebnis (Rang 12) überaus zufrieden. 4. Tag: Herausragende Wettfahrtleistung! Weiter auf Erfolgskurs.3. Tag: Bis 15 Uhr wegen extremen Bedingungen Startverschiebung2. Tag: Buhl stabilisert gute Ausgangsbasis. 1. Tag: Mit den Plätzen 16 und 12 zufriedenstellender Einstieg. |
Philipp Buhl vor Palma in den Startlöchern
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5. Tag: Teils unglücklicher Verlauf, aber mit Endergebnis (Rang 12) überaus zufrieden.
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(Palma, 28.03/02.04.2009 (Text und Bilder: fb))
Zwischensaison und die letzten Tage vor dem Saisonsauftakt:
In zwei Tagen ist es soweit. Mit der „Princess Sophia Trophy“ nimmt die erste Weltcup-Regatta in Spanien ihren Verlauf. Philipp Buhl ist dabei und mit ihm 145 Topsegler aus 36 Nationen. Damit verzeichnet die olympische Laser-Klasse der Männer erneut einen Spitzenwert an internationaler Konkurrenz und der traditionelle Auftakt in Spanien fast alle berühmten Namen unter den Laser-Athleten.
Dennoch will Segler Buhl vom Immenstädter Segelclub SCAI locker und gelassen an den Start und sich keinerlei unnötigen Druck aufbauen. Er vertraut auf sein umfangreiches und für Segler recht untypisches Zwischensaisaonstraining und will schließlich mit dem ersten Weltcup-Event die Messlatte an die Entwicklung seine Formkurve anlegen.
Der Oberallgäuer hat sich über den Winter akribisch und professionell auf die Saison 2010 vorbereitet. Sein Training verlief erneut in einer für ihn sehr bewährten Art und Weise. Nicht Segeln in den wärmeren Regionen dieser Erde stand schwerpunktmäßig auf seinem Programm, sondern ein vorübergehender Rückzug von seiner sportlichen Hauptdisziplin in Verbindung mit vielgestaltigen Trainingsinhalten, wozu das heimatliche Oberallgäu exzellente Möglichkeiten zu bieten hat.
Dazu zählt für Philipp natürlich auch der alpine Skisport, genauer gesagt, Skirennsport und die entsprechenden Trainings. „Für mich ist das ein optimales Bewegungstraining und ebenso beste mentale Schulung“, stellt er überzeugt fest. Beides sei bei den Segelwettkämpfen von großer Bedeutung und stellt damit wertvolle Komponenten bei der konditionellen Vorbereitung dar.
Nach einem Wassertraining in Südfrankreich bereitete sich Buhl nun über mehrere Wochen am ersten Wettkampfort auf der Baleareninsel Mallorca in vor. Erfolgsdruck gebe es für ihn hier in Palma noch nicht. Dennoch schwingt bei ihm natürlich immer eine gehörige Portion Ehrgeiz mit. Und ganz sicher will er über den ersten Leistungspunkt seiner Formkurve im Vergleich zu seinen internationalen Konkurrenten zufrieden sein können.
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1. Tag (Sonntag), Qualifying-Races 1 und 2
Die Bucht vor Palma erwartete die Segler zum Auftakt mit Sonnenschein und leichtem thermischem Seewind der durchschnittlicher Stärke von 2 Beaufort, eine freundliche Einladung insbesondere für die Leichtwindexperten Die Segler wurden in zwei Gruppen eingeteilt, wodurch bei der großen Teilnehmerzahl große Felder entstanden.
Philipp Buhl kommt mit den Bedingungen des Leichtwindes und der Windtaktik unter dem Strich gut zurecht. Auch seine Starts funktionieren voll zufriedenstellend. „Ich bin mit meinem 16. und 12. Rang für den Anfang sehr zufrieden“, resümierte Buhl. Damit liegt er im Zwischenklassement auf dem 21 Rang.
Heute soll es erneut moderate Bedingungen mit Seabreeze-Einfluss geben.
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Alles weiterhin im grünen Bereich. So lässt sich für Philipp die Situation nach der 4. Wettfahrt zusammenfassend bewerten. Zwar stellten sich absolute Top-Platzierungen bislang noch nicht ein, dafür aber segelt Philipp stabil im Bereich der Top-Twenty und vermittelt das Gefühl, dass meist noch mehr und durchaus auch Spitzenergebnisse möglich gewesen wären.
So beispielsweise in der vierten Wettfahrt, als Buhl nach problematischen Windverhältnissen auf der Startkreuz auf eine Position über 30 zurückgeworfen wird. Er kämpft sich schließlich mit gekonnter Segeltechnik und gewagter kluger Taktik auf beiden Vorwindkursen um jeweils etwa fast unglaubliche zehn Positionen nach vorne und quert die Ziellinie als Zehnter.
Der Segler vom SCAI belegt nun den 19. Rang insgesamt, und es stehen ihm auch für einen sehr guten Ausgang des ersten Weltcups der Saison alle Tore offen.
Für den folgenden Wettkampftag soll erst einmal Schluss sein mit leichten bis mittleren Windstärken. Es kündigen sich kräftiger bis starker und böiger Großwetterlagenwind und hoher Wellengang an. Ganz sicher wird die Ergebnisliste damit massiv durchmischt werden. Philipp freut sich auf diese Herausforderung.
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3. Tag (Dienstag), keine Races
Es ist 14:30 Uhr. Bis 15 Uhr herrscht nach erneuter Entscheidung der Wettfahrtleitung Startverschiebung. Grund sind zu starker Wind aber auch problematisch hohe Wellen z. B. im Slipbereich (Sandstrand) der Laser. Das alles bei strahlend blauem wolkenlosem Himmel: Eigentlich ein Traum, aber für die Segler, Betreuer und Veranstalter auch Sorgen. Für späteren Nachmittag ist etwas nachlassender Druck angesagt, nach dem es im Moment noch nicht aussieht. Die Wahrscheinlichkeit von Wettfahrten heute schwindet somit leider zusehens.

Es gab eine weitere Startverschiebung und schließlich um 16:00 Uhr das Abbruchsignal.
Dann entschieden wir zu einer Wind- und Wellentrainingseinheit. Philipp und wenige andere Lasersegler4 wollten diese nicht alltäglichen Segelbedingungen einfach auskosten und nutzen.
Bei einem letzten ausgesuchten Wellenritt in Richtung Sandstrand zum Slipareal verabschiedete sich nach einer Kenterung das Laser-Masttop – eines allerdings, das seine Dienste längst geleistet hatte. Vielleicht war dies eine notwendige und glückliche Materialbereinigung für den weiteren Wettkampf.
Für den nächsten Wettfahrttag prognostizieren die Wetterstationen leichten Wind, vermutlich ohne ausreichnd Sonne für eine Seabreeze. Es ist fast zu befürchten, dass nun wegen zu wenig Wind keine Wettfahrten gestartet werden können.
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4. Tag (Mittwoch), Final-Races 5 und 6
Allen Vorhersagen zum Trotz erwartet die Segler heute mäßiger bis frischer Wind, der erst zum Ende der zweiten Tageswettfahrt abflaut.
Philipp Buhl segelt nach den ausgefallenen Wettfahrten des Vortages bereits heute im Goldfleet. Ein 26. Rang im ersten Race entspricht sicher nicht ganz seinen Wunschvorstellungen, obwohl naturgemäß die Konkurrenz im Goldfleet etwa doppelt so geballt ist.
Dafür gibt es anschließend einen beeindruckenden Ausgleich. Buhl verpasst einen Sieg nur knapp um zwei Bootslängen. Dieses hervorragende Ergebnis erkämpfte er sich in einer mustergültigen Aufholjagt. Nach schwierigen großraumtaktischen Entscheidungen auf der Startkreuz rundet Buhl als 19. Auf allen weiteren sechs Kursabschnitten arbeite sich der SCAI-Segler kontinuierlich ein Stück nach vorne. Schließlich nimmt Buhl sogar auf dem relativ kurzen Halbwindkurs zum Ziel noch den WM-Bronzemedaillengewinner Nick Thompson (England) erfolgreich ins Angriffsvisier. Man durfte aufgrund Buhls stetiger Annäherung annehmen, dass für den knapp siegenden Spanier Joaquin Blanco das Ziel glücklicherweise nicht mehr weit war.
Im Gesamtzwischenklassement liegt Philipp Buhl nun an 17. Stelle und hat zum Zehntplatzierten nur einen Rückstand von zehn Punkten. Damit stehen ihm die Türen zu einem erfolgreichen Abschluss offen.
Zurzeit führen Javier Hernandez (Spanien) vor Tonci Stipanovic (Kroatien) und dem Vorjahressieger Nick Thompson aus England.
Für den Donnerstag ist mittelstarker bis kräftiger Wind angesagt.
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5. Tag (Donnerstag), Final-Races 7 und 8
Mit dem bisherigen 17. Rang verlief für den Weltcup-Segler Philipp Buhl bisher alles sehr zufriedenstellend. Seine Anmerkung hierzu: „Natürlich hat man dann auch das Medal-Race (Finale der besten Zehn) im Visier, wenn man sieht, es könnte möglich sein.“
In der 7. Wettfahrt kommt Buhl nach überzeugender Leistung mit einem siebten Rang der Teilnahme im Finale ein gutes Stück näher.
Die Folgewettfahrt ist von einer fünfminütigen irregulären Phase geprägt. Während der zweiten Hälfte der Startkreuz dreht nämlich der bis dato richtungsstabile Wind anhaltend ca. 20° nach links – absolut unvorhersehbar und einmalig an diesem Tag. Alle Segler auf der rechten Seite haben das endgültige Nachsehen. Auch Buhl ist dabei; er rundet als 52 und konnte bis ins Ziel nur noch wenige Plätze gutmachen. Dieses für ihn mit Abstand schlechteste Ergebnis wird zwar sein Streicher, aber dieser steht ihm somit an anderer Stelle nicht mehr nützlich zur Verfügung.
Die Wettfahrtleitung startet schließlich noch eine 9. Wettfahrt, als Ersatz für die zwei ausgefallenen Bewerbe. Philipp Buhl rundet als 15. auf die letzte Vorwindstrecke und kann hier bereits zwei bis drei Konkurrenten einholen. Dann das völlig Unverständliche. Die Wettfahrtleitung bricht ab, obwohl der abflauende Wind noch einwandfrei segelbare Verhältnisse (weit und breit gleichmäßiger Wind um ca. 5 Knoten) bietet. Ob die Entscheidung mit einer sehr schlechten Position des führenden Spaniers zusammenhing, kann nur vermutet werden. Viele sehen es so.
Für Buhl hätte das zu vermutende Resultat zwischen Position 10 bis 15 für den Einzug ins Finale höchstwahrscheinlich gereicht. Aber es sollte nicht sein. 
Am Ende erreicht der Segler aus Sonthofen den 12. Rang und führt außerdem die Positionen der deutschen Segler klar an. „Auch wenn’s für das Medal-Race nicht gereicht hat, bewerte ich das Endergebnis als sehr gut und bin für den Saisonsanfang voll zufrieden.
Die Führungspositionen belegen Javier Hernandez (Spanien) vor Tonci Stipanovic (Kroatien) und Nick Thompson (England). Sie müssen sich allerdings mit den besten Zehn nochmals im Finale messen.
Philipp lässt vom Weltcup-Wettkampfort Palma / Mallorca alle seine Partner und Förderer, Fans und Gönner sowie seine Freunde und Bekannten und natürlich nicht zuletzt seinen Segelclub Alpsee Immenstadt (SCAI) herzlich grüßen.
Viele haben mir sicherlich wieder in bewährter Manier die Daumen zum guten Gelingen gedrückt. Danke! Es hat ganz sicher mitgeholfen.
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Das war’s vom Weltcup auf Palma de Mallorca.
Ein zusammenfassender Bericht folgt.
Ihr Berichtverfasser
Friedl Buhl





















Die Perth International Regatta, die fast alle olympischen Klassen umfasste, war nach Aussagen des Veranstalters eine der größten Segelveranstaltungen Australiens. Der Höhepunkt steht allerdings noch aus. Dies war nur der Probevorspann, ein Test. Denn im Dezember 2011 soll in diesem Top- und Traum-Revier vor Australiens Südwestküste die vorolympische Weltmeisterschaft aller Olympiaklassen stattfinden.









































































Heute kamen auf einigen Bahnen erneut keine Wettfahrten zu Stande. Betroffen war auch die Laser-Bahn "Charly" im Bereich der Einmündung zur Eckernförder Bucht. Dieser Uferabschnitt ist für Seebrise-Entwicklungen einer der ungünstigen. Auf anderen Bahnen, insbesondere den ufernahen Innenbahnen in der Kieler Förde konnten teils Wettfahrten bei einer dezenenten Seebrise um 4-6 Knoten ausgetragen werden.



Einladende und anregende Stimmungen rundherum: Unzählige Segelboote auf großzügigen Terrains, eine mächtige Ansammlung von Supportboote (leider schier unzumutbar zusammengepfercht), ein eindrucksvoller Yachthafen, ein hoch professioneller 


Die Vorhersagen bzw. Befürchtungen zum Wind stimmten. Bis zum Abend war Warten auf ausreichend starken Wind nötig. Schließlich ertönte gegen 17 Uhr die Order zum Auslaufen für eine vierte Qualifizierungs-Wettfahrt.







