Wird sich Philipp Buhl mit Sandander nachträglich versöhnen?

Bei aller Bitterkeit damals: Der Eindruck des Guten blieb.

Phi mit Silbermedaille 21(Vorspann- und Tagesberichte: Zuletzt aktualisiert (mit Bildern zum Abschlusstag) am Di., 13.06.2017)

1. Tag: Philipps Einstieg nach Maßgabe seiner selbst >>>
2. Tag: Glanzleistung ! >>>
3. Tag: Er gibt nicht nach >>>
4. Tag: Schwierigste Kurs-Area prima bestanden ! >>>
5. Tag: Philipp auf Medaillenrang ins bevorstehende Finale >>>
6. Tag: Philipp schnappt in letzter Minute Silber >>>
            Herzlichen Glückwunsch !!

(Santander (Spanien), 06./11.06.2017 -- Text ©: Von Friedl Buhl, Bilder ©: (siehe Bildangaben))

Kann es denn sein, dass in Mitten der hierzulande empfundenen Segelsaison bereits der Weltcup-Höhepunkt eingeläutet wird? Welchen Sinn macht der vom Weltseglerverband (ISAF) so komisch gesteuerte Zickzack-Kurs der Sailing-Weltcup-Events: einmal hier, ein andermal wieder dort und heuer sogar nur noch zwei SWCs. Das möchte und darf man sich in der Seglerwelt zurecht fragen. Die übergeordnete Anwort ist klar; sie kann nur lauten: Sinnlos und sogar hemmend und schädlich für den weiteren Ausbau des Segelns in der Sport- und Medien-Welt.

Nach Miami und Hyeres gastiert der Sailing Weltcup-Zirkus vom Sa., 03. bis So., 11. Juni zum Finale in Santander an der spanischen Atlantik-Nordküste. Die Startplätze wurden über ein durchdachtes Qualifizierungssystem in der Priorität von Olympia-Medaillengewinner, Weltcupsieger 2017 und Worldranking zugeteilt. Trotz der fehlenden Medaillen qualifizierte sich Philipp Buhl als Siebter. Seine Erfolgsstabilität über längeren Zeitraum reichte ihm eine andere Art der Leistungsanerkennung. Philipp führt nämlich nach wie vor die Weltrangliste an.

Die Startplätze sind, man neigt zu sagen, leider,  auf auf 25 begrenzt. Wie immer ist die Laser-Klasse rappelvoll besetzt. Von zehn olympischen Klassen sind neben Philipp, auch leider nur, zwei weitere deutsche Boote, nämlich Erik Heil / Thomas Plössel im 49er und bei den Frauen Pauline Liebig im Laser Radial, am Start. Zum Vergleich: England oder etwa Australien bringen es auf jeweils rund 30 Qualifizierte. Segelsport-Nationen eben! Deutschland und allen voran ihr Spitzenverband, haben hier großen (Wieder-) Aufbau-Bedarf bzw. müssen noch wirkungsvolle Ideen kreieren und vor allem zielstrebig im Interesse für den Spitzensport in die Tat umsetzen.

Um so erstaunlicher ist, dass einer aus dem allgäuerischen Voralpenland, mit Wiesen und Bergen und nicht zum Segeln einladenden großen Gewässern vor der Haustüre, die Steilwände-Erklimmung hinauf zur Weltspitze geschafft hat und seit Jahren an der obersten Front immer wieder Spitzenergebnisse erzielt. So ist ihm das nun bevorstehende Segelrevier an der wellen- und strömungsreichen Südostecke der Biskaya auch nicht unbekannt. Philipp hatte dort 2014 die ISAF-WM bestritten und das nicht schlecht. Am Tag vor dem Finale mit Zwischenstand vierter Platz standen ihm die Türen zu allen WM-Medaillen mehr oder weniger weit offen. Im Medalrace reichte es ihm jedoch nur zu Rang sechs. Das reichte nicht für ein Happy End. Auch während der Fleetraces erzielte er trotz herausragender Wettfahrt-Ergebnisse (zweimal je 1., zweimal 2., einmal 6.) nicht ganz die nötige Leistungsstabilität. Einmal patzte Philipp einfach zuviel. Beispielsweise hätte ihm nur ein 20. statt dem 38. Rang die besten Aussichten auf den ersehnten WM-Titel beschert. So blieb ihm der objektiv gesehen wohl gute vierte Platz. Aber mit diesem auch die sehr bittere Pille des empfundenermaßen undankbaren und eben knapp eine Medaille verpassenden Vierten.


 

Tagesberichte und Infos zur Regatta

1. Tag (Di., 06.06.), Opening Races 1und 2

Philipps Einstieg nach Maßgabe seiner selbst

Nicht berauschend, aber auch nicht schlecht. So beginnt er eine Regatta in typischer Weise. Philipp ist mehr der spätere Gas- und Eigendruckgeber, wobei er auch hierfür nicht einfach nur einen Erfolgsschalter umlegen muss.

Seine erste Wettfahrt bekam von der ersten Sekunde an eine Scharte. Schon kurz vor dem Startschuss war Philipp zu sehr eingezwängt. Ihm fehlt der für einen sicheren guten Start wichtige Freiraum, dessen Steuerung der einzelne Segler immer nur bedingt im Griff hat. Philipp muss in der Nachstartphase in Richtung Schadensbegrenzung notwenden. Damit sind Abwindnachteile wohl begrenzt aber keineswegs völlig vermeidbar. Trotzdem gelingt ihm die achte Position am Ende des ca. 1,5 km langen ersten Kursabschnittes. Dieses Zwischenergebnis verbessert der Allgäuer vor allem im Verlauf des zweiten Kreuzkurses um etwa drei bis maximal fünf Positionen. Als Endergebnis resultierte ein siebter Platz. In Anbetracht des Starthandicaps ein sehr ordentliches und lobenswertes Ergebnis.

GST170842820 2Vorweg festgestellt, wäre im zweiten Race bei weiterhin mittleren bis ansatzweise kräftigem Wind bei Philipp mehr als ein elfter Rang möglich gewesen. Der Start funktioniert. Erste Rundung dennoch „nur“ als Achter. Der gewählte Kreuzenpfad war aufgrund der Meeresströmungen und / oder eines ungünstigen letzten Winddrehers (hierzu divergieren etwas die Auffassungen) vor der Luvmarke klar nicht der schnellste.
Aber dafür war sein anschließender Mitwindkurs sehr sehr flott und mit Sicherheit sogar der schnellste. Hier galt es, sowohl mit dem ungewöhnlichen Meeresstrom und dem für die tiefe Biskaya typischen hohen und langen Swell (Dünungswelle) richtig umzugehen. Der Führende im Woldranking verbessert sich hier von acht auf vier. Dabei konnte er auch den unter besten Windbedingungungen deutlich voraussegelnden Franzosen Eliot Merceron (später Gewinner dieser Wettfahrt) um 30 … 40 m aufholen. Das Ende der zweiten Kreuz suchte Philipp, wohl aus ähnlichem Grunde wie zuvor, mit nicht mehr auzubügelnden Verlusten heim. Es reichte am Ende trotz summa summarum guten Segelns, aber eben wegen auch kleinen Fehlern mit erheblicher Auswirkung, nur auf Platz elf.
 
Die Zwischenbilanz weist Philipp auf achter Stelle aus. Vorne liegen Jean Baptiste Bernaz (Frankreich) vor Charlie Buckingham (USA) und Michael Beckett (England).
Heute (Mittwoch) starten die Laser-Männer frühestens erst ab 14:30 Uhr (Radial-Frauen zuerst). Alle Rennen können per Tracking live mitverfolgt werden (siehe anschließenden Link).
 


2. Tag (Mi., 07.06.), Opening Races 3 und 4

Glanzleistung !

Philipp drückt auf den Gashebel und vermag sein Wollen in die Tat und den Erfolg umzusetzen. Bei kräftigem Wind und im Detail durchwegs anders gearteten Bedingungen im Vergleich zum Vortag  sichert er sich die Plätze drei und fünf. Damit erzielt der Weltranglistenerste das zweitbeste Tages-Gesamtergebnis. Nur der bis dato führende Franzose Bernaz übertrumpft ihn mit vier Punkten.

Bei der ersten Wettfahrt durchsegelte Philipp den ersten Kreuzkurs am schnellsten. Auf dem Vorwindkurs büßt er jedoch eine Position ein und auf der zweiten Kreuz eine weitere. Ein Zurückkämpfen in die Führung ist ihm auf dem vierten und letzten Kursabschnitt nicht mehr möglich.

Web ISAF Titelbld 070617 4 2Für die Folgewettfahrt überlegte sich der Allgäuer einen Start der Sonderklasse. Die Segler nennen ihn Steuerbordstart, ein Start von der Gegenseite und auf Kollissionskurs mit dem Feld mit Wegerecht. Und dies ist – wie jeder Segler weiß – wie David gegen Goliath. Wenn fast alle an einer offensichtlich oder vermeintlich bevorzugten Seite starten wollen und folglich das Gedränge an der Startlinie ein hohes Fehlstartpotential bedeutet, kann der zwar sichere aber gegenüber dem Feld überaus gewagte und riskante Sonderstart mehr oder weniger gelingen aber auch desaströs enden. Perfektes Gelingen gibt es normal nicht und so auch in diesem Fall. Aber Philipp gelingt die freche Action erstaunlich gut. Nach zwei Minuten Nachstartpase segelt er inmitten der Feldforderkante an immerhin etwa zehnter Position. Die weitere Kreuz meistert er sowohl taktisch als auch strategisch einwandfrei und rundet schließlich als Zweiter die Luvmarke.

Das sollte nach vorne auch den Anschlag darstellen. Und irgendwie gelingt es Philipp auch diesmal nicht, das an der esrten Luvmarke Herausgekämpfte vollständig zu verteidigen. Im Ziel darf er mit Rang fünf zufrieden sein. Das fiel sicherlich nicht schwer, denn unter den ersten Fünf zu landen, gilt als hervorragend. Zumal er dies in beiden Wettfahrten abliefern konnte. Einen besseren Tagesverlauf kann man schlechthin nicht erwarten. ( Link zu Philipp - ISAF )

Philipp verdrängt mit seiner glanzvollen Tagesleistung in der Zwischenbilanz gleich vier Konkurrenten vor ihm und nimmt die dritte Stelle ein. Er darf also morgen im roten Shirt an den Start.

Unangefochten führen weiterhin Jean Baptiste Bernaz (Frankreich) vor Charlie Buckingham (USA).

Ergebnisse nach 4 Wettfahrten


3. Tag (Do., 08.06.), Opening Races 5 und 6

Er gibt nicht nach!

Philipp macht weiterhin vollen Druck nach vorne. Er segelt erneut zu einer aushängewürdigen Tagesbilanz: Tagesbester! Punktgleich mit dem Cyprioten Kontides, der sich ebenso auf mächtigen Vormarsch aufmachte.

In der Auftaktwettfahrt des dritten Tages herrschen erneut andere Bedingungen wie am Vortag. Die Dynamik der Gegebenheiten aus jeweils einem für die Strategie hoch signifikanten Mix aus Wind, Wellen und vor allem der Gezeitenströmungen lässt die schönsten Kirschen luftig hoch hängen. Aber so mögen wir es: Je komplexer die Vielfalt um so reizvoller. Diese Charakteristik natürlich am liebsten ohne die Merkmale von sogenannten Schweinerennen (Glücksrennen). Solche waren bisher Gott sei Dank keineswegs im Spiel.

GST170842073 2Zurück zur ersten Wettfahrt. Im Tickmuster der Startkreuz lag wie so oft das Geheimnis des richtigen Handelns. Um diese Tageszeit, während des beginnenden Anmarsches der atlantischen Gezeitenflut wusste wohl noch keiner so recht, welche Einflüsse die wachsenden Strömungen in petto hatten.

Mit viel Gefühl, scharfsinnigen Beobachtungen gegenüber Wind und Konkurrenz, und dies simultan zum über 1,5 km ausdauernden Ausdauerkampf gegen den kräftigen Wind, rundet der Allgäuer die erste Bahnmarke als Vierter. Eine sehr zufrieden stellende Ausgangsposition für die weiteren drei Kursteile. Zum Schluss quert er die Ziellinie als Siebter. „Das war sehr in Ordnung.“ resümmierte Philipp.

Im nächsten Rennen legte Philipp noch eine Kohle nach. Nicht aber, dass er schon zuvor nicht sein Bestes gegeben hätte. Für das bevorstehende Race erschien ihm geboten, was vielfach als höchst risikobefaftet eingestuft wird. Mit extremem Aussegeln einer Seite gelingt der Griff um‘s Feld: Luvmarkenrundung als Zweiter (hinter Italien), erfolgreiche Verteidigung auf dem Vorwindkurs, Führungsübernahme auf der zweiten Kreuz. Auf dem letzten Vorwind fällt Philipp nochmals hinter den Amerikaner Charlie Buckingham. Jedoch etwa 100 m vor der Rundung auf den Zielkurs kämpft sich Philipp die Frontstellung zurück. Im Ziel konnte er sich über seinen ersten Wettfahrtsieg in Santander freuen.

In der nun aktuellen Gesamtwertung behält der Allgäuer das rote Shirt des Drittplatzierten. Ebenso verteidigen Bernaz (Frankreich) und Buckingham ihre vordersten Plätze. Allerdings, ihre stattlichen Punktevorsprünge schrumfen.

Ergebnisse nach 6 Wettfahrten


4. Tag (Fr., 09.06.), Opening Races 7 und 8

Schwierigste Kurs-Area prima überstanden !

Auf der Hafenbahn ALPHA einen Wettkampf erfolgreich zu segeln, stellt allerhöchste Anforderungen an das Erfassen und schließlich richtige Umsetzen aller Einflussfaktoren. Der Wind kann sehr drehend sein, wenn er aus aus Norden, aus der Stadt heraus weht. Aber das Schwierigste ist wohl, in den mehrfach eingeengten Wasserflächen zum Hafen von Santander die in Richtung und Intensität extrem variierenden und teils turbulenten Gezeitenströmungen nützlich oder unter Umständen nur möglichst schadensbegrenzend in die Taktik und Strategie einzubeziehen.

In der ersten Wettfahrt misslingt Philipp der Start. Folglich belasten ihn Abwinde fortwährend. Und dies in einer Situation, in der die Hauptaufmerksamkeit dem günstigsten Pfad im Gefecht gegen den Strom zu widmen ist. Nach etwa nur 22. Position in der Nachstartphase rundet er nach zahlreichen Wenden, um beiläufig auch aus den schlimmsten Windschädigungen zu entkommen, an der doch sehr beachtlichen elftern Stelle. Viel mehr ist dann nicht mehr zu holen. Nach mehreren Positionspendelungen landet der Allgäuer nach einer sehr die Konzentration und Afmerksamkeit beanspruchende Wettfahrt im Ziel auf Rang dreizehn.

Philipp erntet damit sein schlechtestes Ergebnis, das er somit streichen kann. Die Belastung im Bruttokonto bleibt jedoch. Gleichzeitig kann er mit dem Ausgang noch recht zufrieden sein.

In der zügig anschließenden zweiten Wettfahrt sollte es Balsam auf die vorangegangene mitelgroße Ergebnisbeule geben. Fast alles gelingt dem bis dato gesamt Drittplatzierten. Phlipp kann sich über den hervorragenden dritten Platz in dieser nun achten Wettfahrt freuen. Und noch mehr, dass er die sehr schwierigen Gegebenheiten meisterhaft bewältig hat. Der Rückstand zu Eliot Merceron (1., Frankreich) war nicht groß und sehr knapp zu Jean Baptiste Bernaz. Es hätte durchaus auch ein Sieg herauskommen können.

Philipp kann somit das rote Überhemd für den nächsten Tag behalten. Bernaz und Buckingham (USA) verteidigen hartnäckig die ersten beiden ersten Plätze. Doch der Deutsche ist ihnen einen Schritt weiter an die Fersen gerückt. Denn bei dem schwersten aller Kurse hatte auch Bernaz einen Ausrutscher (15.) und Buckingham einen 20. Plaz einstecken müssen. Über beide Wettfahrten hat Philipp seine beiden Hauptgegener um drei bzw. elf Punkte geschlagen. Die auffällige Turbulenz in den Platzierungen ist durchaus auch ein Beleg für das sehr schwer zu beherrschende Geschehen auf der gefürchteten Bahn ALPHA.

Ergebnisse nach 8 Wettfahrten   (Liste leider unvollständig kopiert und nicht mehr komplett verfügbar)


5. Tag (Sa., 10.06.), Opening Races 9 und 10   (Ende des Openings)

Philipp auf Medaillenrang ins bevorstehende Finale

Heute letzter Tag, an dem noch zweimal alle 25 Boote im Fleetracing gegeneinander antreten. Und damit bestehen auch die letzten Möglichkeiten der Qualifikation für’s morgige Finale der besten Zehn.
Philipp kann es vergleichsweise entspannt angehen, denn er hat sich mit durchwegs guten bis besten Wettfahrtergebnissen im vorderen Drittel der Top Ten recht stabil eingenistet.

Nach über zweistündigem Abwarten auf der von den Lasern bisher noch unbesegelten Bahn CHARLIE akkzepierte der Wettfahrtleiter den nicht prognostizierten Wind aus über 90 ° anderer Richtung und schickte die Laser bei mittelstarker Brise auf den Kurs.

Philipp kann im ersten Rennen ein weiteres Mal eindrucksvoll auftrumpfen. Mit der drittbesten Zeit schlägt er zwar um einen Punkt nicht seinen großten Wiedersacher Bernaz (2. Frankreich) aber dafür seinen nächst vor im platzieren Konkurrenten Buckingham (USA) um fünf Punkte. Der Weltranglistenerste schreitet damit eine Stufe in Richtung Erster der Zwischenwertung. Buckingham nun auf der Drei. Der Franzose verteidigt seine Führung eindrucksvoll wie unangefochten.

Für den letzten Bewerb lässt der Wind auf nurmehr knapp zwei Beaufort (5 bis 6 Knoten) nach. Dies stellte bei den kräftigen Gegenströmungen ein schwerwiegendes Problem auf den Amwindkursen dar.
Aufgrund einer Problemsituation in der Nachstartphase gerät Philipp in schädigende Abwinde. Diese wirken sich bei leichten Brisen und zudem noch kräftigen Gegenströmungen schnell desaströs aus. Philipps Platzierung (zwischendurch etwa 22.) wirkt auf ihn wohl ziemlich zermübend. Es ist fast schon grenzwertiges Segeln. Die Wettfahrtleitung verkürzt den zweiten Kreuzgang vernünftigerweise etwa um die Hälfte. Philipp wird noch 16., sein schlechtestes Ergebnis. Dieses kann er gegen den bisher schlechtesten 13. Rang von gestern streichen. Das bringt ihm drei Punkte.
In der Endwertung aller zehn Flottenrennen schlägt der unerfreuliche Abschluss den Allgäuer wieder um eine Position rückwärts auf den dritten Platz. Buckingham hat ihn mit einem siebten Platz wieder eingeholt. Bernaz musste mit einer zwölften Position auch etwas Federn lassen. Er bleibt aber in Führung.
Mit dieser Endbilanz vor dem Medalrace am Sonntag sind die Medaillenräge etwa für die ersten vier bis sechs Nationen (FRA, USA, GER, ESP, GBR und CRO) mehr oder weniger offen. Für einen spannenden Verlauf ist also gesorgt.
 
Ergebnisse nach 9 Wettfahrten  (Liste leider unvollständig kopiert und nicht mehr komplett verfügbar)
 

6. Tag (So., 11.06.), Finale (Medalrace) Race 11  (Ende Sailing Worlcup-Finale Santander)

Philipp schnappt in letzter Minute Silber

Super gemacht Philipp ! Wir gratulieren Dir !!

Phi mit Silbermedaille 22Philipp sichert sich mit viertem Platz im doppelt gewichteten Finale die Silbermedaille. Ein Platz weiter vorne oder zwei Plätze besser in einem der Fleetraces und es hätte für die goldene gereicht. Das zeigt einerseits wie knapp es in den Spitzenplatzierungen ausgegangen ist oder wie hoch die Leistungsdichte ist. Andereseits führt es vor Augen, wie stabil und gut Philipp während des gesamten Openings über zehn lange Flottenwettfahrten gesgelt ist. Und dies erscheint der bemerkenswerteste Aspekt zu sein und hängt auch sehr eng mit seiner Weltrangführung zusammen. Ohne beständig gute Form ist dies nämlich nicht möglich. Für Medaillen und Siege bedarf es natürlich auch der Bestform, und zwar bezüglich  in jeder der zahlreichen Komponenten. Davon war Philipp in diesen Tagen sicher nicht nenneswert entfernt. Eine sehr auffällige Topform beweist seit einiger Zeit auch der Franzose Bernaz. An ihn zurzeit ranzukommen, will etwas heißen.

Ganz sicher ist Philipp über den zweiten Regattaplatz sehr zufrieden und nicht enttäuscht, weil es ihm nicht nach ganz vorn gereicht hat. Natürlich wäre es rein rechnerisch gut möglich gewesen. Aber ebenso gut auch, dass die Medaillenplätze außer Reichweite geraten. Dies war nämlich während des Finalrennes durchaus reale Situation. Die ersten von drei Kursabschnittel liefen für den Allgäuer in der Tat nicht gut. Er segelte auf hinteren Plätzen. Und behielt seine Nerven, um die allerletzte Karte zu spielen. Er segelte den letzten Vorwindkurs von Anfang an entschlossen nachhaltig links. Vielleicht war der Wind hier etwas (vielleicht auch sichtbar) stärker, sicherlich aber die Strömung günstiger. Gerade auch letzteres scheint  Philipp aus der vorangegangenen schwer schädigenden Minute an der Kreuz abgeleitet zu haben.
Die Strömungen sind übrigens speziell auf der ALPHA-Bahn hochgradig different und sogar turbulent, also teils für den Segler mit seiner simplen Bordgeräte-Ausstattung teils unkalkulierbar.
Jedenfalls und wohl noch aus anderen Gründen segelt Philipp mit ungewöhnlichem Speed die letzte Vorwindstrecke und stößt noch auf den unglaublichen vierten Platz vor. So ergattert er die Sibermedaille. Hätte der Segler vom Segelclub Alpsee Immenstadt etwa den Zielreacher gegen den sehr knapp dahinter liegenden Croaten Stipanovic nicht gewonnen und somit einen Position verloren, wäre in der Endwertung Buckingham (USA) wieder auf Platz zwei gelandet und Philipp bei der Bronzemedaille.

Nun ist der Pechvogel von 2014 sicherlich mit Santander wieder versöhnt. Einen durchwegs für ihn schöneren Regattaverlauf  hat es schon länger nicht mehr gegeben.

Endergebnis nach 11 Wettfahrten (ISAF-Webseite mit Ergebnislisten aller einzelnen Wettfahrten)
 
3 Erstplatzierte 2

Links:
Das Laser-Medalrace (verfilmt und kommentiert)
 

Liebe Leser,
das war’s vom Sailing Weltcup-Finale  in Santander (Spanien). Danke für euer Interesse an den Berichten.
Nächstes Event: Kieler Woche vom 22./25. Juni 2017.
 
     Euer Berichtverfasser
     Friedl Buhl

 

Aus Santander (Spanien) vom Weltcup-Finale herzliche Grüße an alle meine Partner und Förderer, Fans und Gönner sowie meine Freunde und Bekannten und natürlich nicht zuletzt meinen Segelclub Alpsee Immenstadt (SCAI).
 
     Euer Segler
     Philipp Buhl
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