Der gefühlte Saisonstart: "Princesa Sofia", Spanien

(Vorspann- und Tagesberichte: Zuletzt aktualisiert am 02.04.2017)

1.+ 2. Tag: Gedämpfter Auftakt >>>
3.+ 4. Tag: Zermürbendes Auf und Ab bremst Philipp aus>>>
5. Tag:       Einlass ins Finale doch noch geschafft >>>
6. Tag:       Im Finale Gesamtplatzierung nochmals verbessert >>>

(Palma de Mallorca (Spanien), 27.03/01.04.2017 -- Text ©: Von Friedl Buhl, Bilder ©: (siehe Bildangaben))

Zum 48. Male findet in diesem Jahr der Regatta-Klassiker „Trofeo S.A.R Princesa Sofia“ auf Mallorca statt. Auch wenn die Saison der olympischen Klassen heuer mit dem „ISAF Sailing World Cup“ im Januar vor Miami begann, empfindet Philipp Buhl den eigentlichen Startschuss in die neue Saison doch mehr mit dem Regatta-Event auf der spanischen Baleareninsel. Für sich läutet Philipp die Saison natürlich weit früher ein, mit den verschiedenen Fitnesstrainings an Land. Und dies bereits im Winter in seiner Allgäuer Heimat. Konzentrierte Segeltrainings über mehrere Wochen schreibt er aber meist erst als Vorbereitung auf die spanische Regatta ins Programm.

2009 startete der Allgäuer als Nachwuchssegler erstmals bei der „Princesa Sofia“ und seither regelmäßig. Nur im olympischen Jahr 2016 gab der dichte Terminkander keinen Freiraum für den ihm zwischenzeitlich sehr lieb gewordene Segelwettkampf. 2015 durfte sich Philipp als Sieger feiern lassen. Und dies bei der wohl feierlichsten aller Siegerehrungen. Die Würde kommt hier für Segler gewiss nicht zu kurz. Denn die Gewinnerpreise überreichte traditionell Spaniens Königin Sofia persönlich.

In der olympischen Laser-Klasse der Männer sind 134 Segler aus 35 Nationen am Start. Die Wettfahrten-Durchführung erfolgt in drei Fleets. Nach sechs Qualifying-Races werden die Segler nach dem klassischen Format in Gold-, Silber- und Bronzefleet eingeteilt. In diesem Modus folgen vier weitere Wettfahrten im Rahmen des Semi-Finales (Halbfinale). Und schließlich folgt das Highlight des Segelwettkampfes, das doppelgewichtige Medal-Race, bei dem nurmehr die zehn Bestplazierten im Endkampf um die Medaillenränge gegeneinander antreten.

 

 

Tagesberichte und Infos zur Regatta

1.+ 2. Tag (Mo. / Di, 27. / 28.03.17), Qualifying Races 1 bis 4

Gedämpfter Auftakt für Philipp

Es war über die ersten beiden Tage nicht sein Bestes, was Philipp Buhl in die Waagschale gab. Nicht dass die Ergebnisse, ein neunter und zweiter Rang am ersten Tag, unbefriedigend wären. Aber heute, am zweiten Wettfahrttag musste der Sonthofener erstmal eine Frühstart-Disqualifikation hinnehmen. In der Folgewettfahrt segelt er wieder in die Top Ten, auf die neunte Position.

Die Zwischenbilanz weist Philipp nun auf dem 20. Rang aus. Das ist für ihn sicher keine berauschende Situation, aber ebensowenig ein großes Problemm oder gar ein Beinbruch. Eine baldige deutliche Verbesserung wäre allerdings schon willkommen und sollte auch nicht mehr lange auf sich warten lassen.


3.+4. Tag (Mi. / Do., 29. / 30.03.17), Qualifying Races 5 und 6 + Goldfleet Races 1 und 2 (gesamt 8) 

Zermürbendes Auf und Ab bremst Philipp aus

So launisch und kippelig wie der durchwegs nur schwache bis geringerenteils mittelmäßige Wind entwickelt sich Philipps Ergebnisbilanz.

Der sehr erfreuliche zweite Platz in der fünften Wettfahrt belebte die Hoffnungen auf einen Durchbruch zu konstant guten Ergebnissen. Doch so gut sollte es für Philipp nicht weitergehen. Ganz im Gegenteil. Die sechste Wettfahrt endete für ihn mit dem hoch belastenden 41. Rang, den er zudem nicht mehr streichen kann.

Auch am Folgetag setzten sich die gemischte Wechselbäder der Gefühle fort. Das Wettfahrtgeschehen begann diesmal mit einem erneuten Dämpfer (30.). Dem folgte mit Rang sechs eine wiederum gute Platzierung. Das nun immer dringlichere Vorpreschen auf die Zehnermarke im Zwischenklassement, um sich das Finale-Ticket zu lösen, blieb dem aktuell Weltranglistenersten weiterhin verwehrt. Nur schwer zu glauben.

Nicht weniger schwierig ist das sich Anfreunden und Klarkommen mit dem schwachen und oszillierende Thermikwind in der Bucht vor Palma de Mallorca. „Wieder recht schwierig.“, so fasste Philipp die erlebten Windbedingungen in seiner Rückmeldung zusammen. Das Potential zum Erreichen einstelliger Platzierungen ist voll gegeben. Doch die Konstanz lässt zu wünschen übrig.

Der Allgäuer liegt zurzeit auf dem 19. Platz und hätte an den noch offenen zwei Wettfahrten einen etwaigen Punkterückstand von 21 Zählern auf die Top Ten-Grenze aufzuholen. Dies stellt sich als schwere Aufgabe dar.

5. Tag (Fr., 31.03.17), Goldfleet Races 3 und 4 (gesamt 10) 

Um Haaresbreite das Medalrace-Ticket doch noch erobert

Heute war der erste Wettkampftag, mit dem er voll und ganz zufrieden und schlussendlich sogar überglücklich sein konnte. Es gelingen ihm beide Wettfahrten und schließlich auch, was nurmehr schwerlich für möglich zu halten war. Mit einem zunächst elften und in der letzten Fleetrace-Wettfahrt dem hervorragenden vierten Platz bei erneut recht komplizierten Bedingungen katapultiert sich Philipp vom 19. auf den 10. Platz der Zwischenwertung vor. Und das auch noch um Haaresbreite, nämlich punktgleich mit dem Franzoses Antony Munos. Während Philipp sich zum Schluss aufgrund ruhiger Nerven und mentaler Stärke beglücken konnte, musste  Antony eine herbe Enttäuschung hinnehmen. Im Leistungssport liegen so konträre Gefühlslagen nicht selten nahe beieinander. Philipp hatte sie in mehreren Tagen zuvor erfahren. Nun kam für ihn der wohl auch gerechte und verdiente Ausgleich.

Damit wird der bisher Gebeutelte am morgigen Finale ein Wörtchen mitreden können. Es bleibt zu hoffen, ein gewichtiges. Die Wetter-Bedingungen sind anders geartet und bestens zugleich: Pfiffigen Wind bei eitel Sonnenschein soll es geben. Einen Podesplatz kann Philipp bei weitem nicht mehr erreichen. Aber ein paar Positionen nach vorne und die Freude an einem guten Rennen sind noch möglich.

Ergebnisse nach 10 Wettfahrten bzw. nach Ende des Openings


6. Tag (Sa., 01.04.17), Finale / Medalrace (gesamt 11)

Im Finale Gesamtplatzierung nochmals verbessert

PB Mallorca 20170325 06 2Der prognostizierte kräftige bis starke Gradientwind war am späten Vormittag zur geplanten Startzeit der Laser (10:20 Uhr) noch nicht mächtig genug, um sich gegen erste lokalthermische Einflüsse durchzusetzen. Die Wettfahrtleitung musste den Start verschieben. Nachdem sich der auffrischende Wind durchzusetzen begann, war er zunächst für die Segler aufgrund seiner Böig- und Drehigkeit problematisch und schwierig zu beherrschen.

Philipp belgte schließlich den recht ordentlichen fünften Platz und konnte sich damit für die Endwertung noch um einen Platz verbessern. Mehr war wegen der größeren Punktediffernzen nach vorne nicht zu machen. Auch nicht durch eine Siegfahrt plus eines gleichzeitig noch höheren Finale-Ergebnisses des im Zwischenklassements vor Philipp platzierten Koreaners HA (7. im Medalrace) und Engländers CHIOVARINI (9.).

Die Medaillenplätze sicherten sich Elliot Hanson (England) vor Francesco Marrai (Italien), Nick Thompson (England) und dem Viertplatzierten Joel Rodriguez (Spanien). Der Spanier hatte abgesehen von zwei hoch belastenden Ausrutschern (51. und einer Disqualifikation) eine faszinierd gute Serie geliefert und führte das Zwischenergenis bis inklusive der achten Wettfahrt ununterbrochen Zeit an.

Endergebnisse nach Medalrace bzw. 11 Wettfahrten

 

Links:

Liebe Leser, das war’s von der „Princesa Sofia Trophy“ in Palma de Mallorca (Spanien).
Danke für euer Interesse an den Berichten.
 
     Euer Berichtverfasser
     Friedl Buhl

 

Aus Palma de Mallorca (Spanien) vom Klassiker „Princesa Sofia“ herzliche Grüße an alle meine Partner und Förderer, Fans und Gönner sowie meine Freunde und Bekannten und natürlich nicht zuletzt meinen Segelclub Alpsee Immenstadt (SCAI).
 
     Euer Segler
     Philipp Buhl
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