Zusammenfassung des Jahres 2011
Hier finden Sie die Berichte von 2011.
Philipp Buhl
Berichte 2012
Elfter bei Heim-WM und noch viel mehr!
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Philipp Buhl kämpft in Boltenhagen mit scharfem Schwert und unterstreicht sein Potential
(Gesamtbericht) |
Elfter bei Heim-WM und noch viel mehr!
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Philipp Buhl kämpft in Boltenhagen mit scharfem Schwert und unterstreicht sein Potential
(Gesamtbericht) |
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Laser-Segler Philipp Buhl vom Segelclub Alpsee Immenstadt (SCAI) belegte bei der Heim-WM in Boltenhagen (Mecklenburg-Vorpommern) unter 168 Startern aus 62 Nationen den sehr guten elften Rang. Sein für Olympia qualifizierter Kaderkollege Simon Grotelüschen (Lübeck), für den Buhl als Olympia-Sparringspartner agiert, wurde Achter. Buhl glänzte mit drei ersten Plätzen. Im Goldfleet schaffte außer ihm keiner zwei Wettfahrtsiege. Und er war am Schlusstag mit seinem ersten und neunten Platz der Dominator des Tages. Das sind seine Aushängeschilder, auch wenn für den erst 21-Jährigen noch kein mittelwertiger Top Ten-Platz oder gar eine Medaille herauskommen sollte. Gut Ding braucht eben Weile, so besagt auch das bekannte Sprichwort.
WM-Titelverteidiger Slingsby Australien) war wieder und aufgrund einer überaus beachtlichen und konstanten Leistung der Beste. Der Australier ist damit fünffacher Laser-Weltmeister – eine wahre Meisterleistung! |
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(Boltenhagen / Ostsee, 04./ 11.05.2012 (Text und Bilder: Friedl Buhl)) Sicherlich hatten die beiden deutschen Laser-Asse eine Medaille angepeilt, wussten aber sehr wohl, dass ein Podestplatz extrem schwierig sein würde. Schließlich müsste hierfür in 14 Wettfahrten über sieben aufeinander folgenden Tagen alles ziemlich perfekt verlaufen. Das ist eine hohe Anforderung, der man erst gerecht werden muss. Zudem ist die int. Konkurrenz in der Laser-Klasse besonders hoch. Dies belegt auch die Tatsache, dass unter den ersten 15 Plätzen 11 verschiedener Nationen rangieren. Um so beachtlicher ist es, dass der Sonthofener und Lübecker Deutschland zur zweitbeste Nation unter den ersten 15 gesegelt haben. Buhl resümierte: „Ich bin mit meiner Leistung insgesamt zufrieden. Mit dem Elften kann ich sehr gut leben.“ Seine innere Genugtuung rührt sicher nicht nur vom Endergebnis allein her. Man muss die Sache eben differenziert betrachten und bewerten. Der Sonthofener kann sich – um es bildhaft auszudrücken - zu den Ferraris zählen und das nicht nur bei Powerwind. Hie und da gibt es unter Umständen allerdings noch gewisse Zündprobleme. So verlief die Auftaktphase über die ersten drei Wettfahrten mit Platzierung zwischen 20 bis 30 nicht berauschend. Eine schwer belastende Wettfahrt-Disqualifikation wegen unzulässiger Vortriebshandlungen (Pumpen, Regel 42) kam später noch hinzu und bremste Buhls weiteres Vordringen. Sehr positiv und hoffnungsvoll wirken natürlich die herausragenden Phasen des Sonthofeners. Er siegte dreimal, darunter zweimal in der Finale-Serie im Goldfleet und schlug dabei auch die späteren Medaillengewinner. In der vorletzten Wettfahrt dominierte Buhl sogar mit dem außergewöhnlichen Vorsprung von 40 Sekunden (über 100 m) vor seinem unmittelbaren Verfolger, dem alten und neuen Weltmeister Slingsby. Außerdem konnte der Segler vom Alpsee in vier weiteren Wettfahrten unter den besten Zehn mitmischen (Ränge 2, 5, 9 und 10). Buhl weiß, woran er noch zu arbeiten hat, wenn er feststellt: „Ich muss an meiner Leistungskonstanz noch mehr feilen.“ Buhls Disqualifikation wäre unter Umständen vermeidbar gewesen oder von anderen Jury-Leuten durchaus vielleicht nur als grenzwertig anstatt Regelverstoß ausgelegt worden.
Fest steht: Wer ganz nach vorne will, muss gegenüber den Verbotsregeln vielfach in den Grenzbereichen zur Legalität agieren. Letztlich besteht bezüglich der Jury-Aufsicht auch eine naturgemäß große Ungleichbehandlung, denn es fragt sich, welche Segler die Jury im Regattafeld über einen Quadratkilometer gerade beobachten oder sehen will. Deshalb wäre die Laser-Klasse überreif, dort hin zu tendieren, wo andere schon längst sind: Liberalisierung des Wettfahrt-Reglements.
Wie schnell es dann bei einer sehr eifrigen und überaus strengen Jury gefährlich werden kann oder vielleicht auch soll, erfuhr kein geringerer als einer der erfahrendsten Vollprofis, der amtierende englische Olympiasieger Paul Goodison. Er handelte sich bereits zur Halbzeit dreimal die gelbe Jury-Flagge ein und somit zwei Wettfahrt-Disqualifikationen. Der Brite war damit faktisch aus dem Rennen um die Topplätze. Der bisherige und bereits mehrfache Weltmeister Tom Slingsby verteidigte den Titel unangefochten und hoch verdient. Die weiteren Medaillenränge sicherten sich Tonci Stipanovic (Kroatien) und Andrew Maloney (Neuseeland). Von den deutschen Nachwuchsseglern schaffte es nur Nils Hermann ins Silberfleet. Der Berliner belegte hier Rang 48. Alle anderen fanden sich im Bronzefleet.
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Links:
Links Medien: Allgäuer Zeitung: Oberallgäu-Sport Allgäuer Zeitung: Allgäu-Sport Kreisbote Oberallgäu und Kleinwalsertal: Sport im Oberallgäu (folgt (weitere folgen)
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Laser-WM 2012 Boltenhagen / Ostsee
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Werden die hohen Erwartungen
und eigenen Zielsetzungen
bei der Heim-WM
erfüllbar sein? (Tagesberichte) |
Laser-WM 2012 Boltenhagen / Ostsee
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(Boltenhagen / Ostsee, 04. ... 11.05.2012 (Text und Bilder: Friedl Buhl)) 1. bis 4. Tag (Freitag bis Montag): Qualifying Races 1 bis 8 Wenn dem Autofahrer sein Gefährt nicht mit der gewünschten Pfiffigkeit abgeht, frägt er sich: Ist denn die Handbremse ganz offen? Diese Frage hat sich Phillipp Buhl nach dem unbefriedigenden erstenWettkampftag (Plätze 22 und 30) sinngemäß vielleicht auch gestellt. Allerdings musste er die Sache weit komplexer und detaillierter hinterfragen. Eine Teilantwort konnte man aus den sehr problematischen und grenzwertigen Windverhältnisse (ein sehr starker Dreher und teils wenig bis zu wenig Wind) ableiten, speziell in der zweiten Wettfahrt. Einer wie Weltmeister Tom Slingsby (Australien) schloss an diesem Tag zwar trotzdem mit zwei Siegen ab, aber wahrscheinlich war für diesen perfekten Auftakt eine Portion Glück an seiner Seite. Denn zahlreiche andere Topsegler hatten zumindest einen gravierenden Ausrutscher einzustecken. In den folgenden drei Tagen zeigte Buhl guten bis überzeugenden Kontakt zur Weltspitze - trotz des nur leichten bis mittleren Windes. Es gelangen ihm beeindruckend gute bis sehr ordentliche Ergebnisse: Ein Wettfahrtsieg und die Plätze 2, 5, 10 und 13. Damit arbeitete er sich in zügigen Schritten nach vorne und qualifizierte sich nach dem achten und letzten Qualifying-Race schließlich als 19. für das Goldflleet. **********
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5. Tag (Dienstag): Finale-Races 1 und 2 (gesamt 9 und 10) Philipp Buhl belegte in der ersten Tageswettfahrt den 21.Platz. Für ein Goldfleet-Race ist dies noch ein ordentlicher Platz. Aber um weiter effektiv nach vorne zu preschen, wäre natürlich ein einstelliges Ergebnis nötig gewesen. Im zweiten Race musste Buhl nochmals schwere Last aufsatteln, eine Straflast, deren Berechtigung er anzweifelte. Die Jury, welche in Boltenhagen sehr eifrig maßregelt, so auffällig aktiv wie kaum sonst wo bei Weltrang-Regatten, zeigte ihm die zum zweiten Male die gelbe Flagge wegen angeblich unzulässiger Vortriebshandlungen auf dem Vorwindkurs. Damit war Buhl für dieses Rennen disqualifiziert. Auch Olympiasieger Paul Goodison (England), der für häufige Regelverstöße dieser Art nicht bekannt ist, kassierte bereits im Verlaufe des Qualifyings den Rekord von drei gelben Flaggen und damit zwei Disqualifikationen, darunter eine nicht eliminierbare. Somit musste der Britte die Hoffnungen auf ein sehr gutes WM-Ergebnis frühzeitig begraben. Nachdem das zweite Streichergebnis nach dem achten Race wirksam wurde, lag der Sonthofener trotzdem noch auf dem 17. Rang. **********
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6. Tag (Mittwoch): Finale-Races 3 und 4 (gesamt 11 und 12) Erneut waren nur leichte bis mittlere Winde vorhergesagt, und zwar aus südlichen Richtungen. Dies bedeutet für die Segler in der 5 km großen halbkreisförmigen Bucht südlich von Boltenhagen unregelmäßige und damit schwierig zu beherrschende Winde. Philipp Buhl konnte sich freuen. Er trumpfte mit einem souveränen Sieg in der ersten Wettfahrt auf. Nach einem gelungenen Start hatte er noch einzelne Konkurrenten auf der Startkreuz hinter sich und rundete die erste Luvmarke als Führender. Aus dieser Position ließ sich Buhl nicht mehr verdrängen, obwohl die Angreifer auf der zweiten Kreuz nochmals sehr nahe kamen. Mit diesem Top-Resultat stach Buhl in der Zwischenwertung auf den 15. Platz vor, und dies mit einem hoffnungsvollen Punkterückstand auf die Top-Ten-Grenze. Die zweite Wettfahrt bescherte Buhl leider gegenteilige Gefühle. Er musste einen 32. in seine Wertung aufnehmen. Damit fiel er in der Gesamtwertung auf den 19. Platz zurück. Morgen, am 7. Tag, finden die letzten zwei Finale-Races statt. Das übliche Medal-Race ist zugunsten von zwei zusätzlichen Fleet-Races nicht vorgesehen. **********
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7. Tag (Donnerstag): Finale-Races 5 und 6 (gesamt 13 und 14) Sicherlich gab es noch große Vorsätze für den letzen Tag. Auch der Wind wollte sich nicht lumpen lassen und bließ mit 4 bis 5 Beaufort so kräftig wie an keinem anderen Tag. Prompt gelingt Philipp Buhl ein starker Abschluss. Er siegt im ersten Tages-Race souverän mit einem faszinierenden Vorsprung von 40 Sekunden (über 100 m) vor dem werdenden neuen Weltmeister Slingsby. Auch in der zweiten und letzten Wettfahrt gab Buhl mit einem 9. Platz eine gute Figur ab und verbuchte schließlich zum Abschluss den Tages-Gesamtsieg für sich. Der Rückblick über eine mit 14 langen Wettfahrten in 7 Tagen (ohne Pause) sehr umfangreiche und zudem ausgesprochen schwierig zu segelnde WM konnte bei Buhl Zufriedenheit auslösen, wenngleich er für das Gesamtergebnis etwas mehr im Visier hatte. Der 11. Platz bei dieser absolut voll besetzten WM kann sich sehen lassen. Er topt damit sein bestes WM-Ergebnis von 2010 (12. in Hayling Island) und gibt sich einen Wehmutstropfen auf die etwas verkorkste Qualifizierungs-WM in Perth vor knapp einem halben Jahr. Der besondere Wert seiner abgelieferten Leistungen ist in seinen Topplatzierungen zu sehen (dreimal 1., einmal 2. und drei weitere Male in den Top Ten). Zudem ersegelte er diese Ergbnisse großteils in der Finale-Serie (im Goldfleet) und vorwiegend bei nur leichtem bis mittleren Wind. Der Starkwindspezialist jagt damit den Leichtwindseglern gehörigen Respekt ein. Man kann ihm dazu nur gratulieren und auf diser Schien weiterhin viel Glück und Erfolg wünschen. Dies benötigt er vor allem hinsichtlich seine Leistungskonstanz, die teils noch zu wünschen übrig lässt. Hätte Buhl seinen schwachen Einstieg mit dem nach der dritten Wettfahrt einkehrenden Schwung duchziehen können, wäre er samt seiner Disqualifikation ein Medaillen-Kandidat geworden. Der neue Weltmeister ist der Titelverteidiger, Tom Slingsby aus Australien. Er siegte überlegen vor Tonci Stipanovic (Croatien) und Andrew Maloney (Neuseeland). Buhls Kaderkollege und Olympiasegler für London, Simon Grotelüschen, konnte sich drei Plätze vor seinem Sparringspartner auf dem 8. Platz einreihen. Er segelte eine recht stabile Serie und hatte ebenso wie sein Partner Pech wegen einer schmerzlichen Disqualifikation (Protest-Angelegenheit). Slingsby ist ein hoch verdienter und würdiger neuer Weltmeister. Er hat besonders eindrucksvoll bewiesen, dass er als einer der gefürchteten Startwindstrategen die Leichtwindspezialisten nicht fürchten muss, und zwar besonders dann, wenn die Wind- und Revier-Bedingungen schwierig werden. Slingsby ist ein strategischer Könner und scheint einige Dinge zu beherrschen, von denen andere Topsegler noch ein Stück entfernt sind.
Das war’s von der Heim-WM in Boltenhagen / Ostsee (Gesamtbericht folgt).
Grüße aus Kiel
Euer Berichtverfasser
Friedl Buhl
Vom WM-Austragungsort Boltenhagen herzliche Grüße an alle meine Partner und Förderer, Fans und Gönner sowie meine Freunde und Bekannten und natürlich nicht zuletzt meinen Segelclub Alpsee Immenstadt (SCAI).
Euer Segler
Philipp Buhl
Links: Ergebnisse: - Nach Race 14 - Endergebnis |
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Philipp Buhl eröffnet anschließend Einblicke in seine Empfindungen während wichtiger Stationen der Weltcup-Saison und danach.
Darunter ein Kommentar
(F. Buhl)
Großartiger Erfolg für Philipp Buhl
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Buhl gewinnt im Weltcup vor Hyeres / Cote d'Azur Medalrace und Gold in der Gesamtwertung. |
Großartiger Erfolg für Philipp Buhl
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Buhl gewinnt im Weltcup vor Hyeres / Cote d'Azur Medalrace und Gold in der Gesamtwertung. |
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Auf dem steilen Erfolgsweg nach oben einen weiteren Meilenstein setzen zu können, ist natürlich etwas ganz Besonderes und vor allem für den Sportler selbst unvergesslich. Dem Sonthofener Philipp Buhl gelingt dies ausgerechnet in Südfrankreich vor Hyeres, wo er 2007 den internationalen Durchbruch schaffte und sensationell zweifacher Junioren-Europameister (U19+U21) wurde. Nun erkämpft er sich dort beim europäischen Weltcup-Klassiker „Semaine Olympique Française“ (SOF) erstmals Weltcup-Gold. Um dem Weltklasse-Erfolg noch das i-Tüpfchen zu verpassen, gewinnt Buhl auch noch das Medalrace und verweist die Weltelite in der olympischen Laserklasse kämpferisch und souverän auf die Plätze.
Die weiteren Medaillenränge belegten die Neuseeländer Andy Maloney und Andrew Murdoch. Weltmeister Tom Slingsby (Australien) musste sich wegen eines Mastbruches beim Medalrace mit dem fünften Platz abfinden.
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(Hyeres / Cote d'Azur, 22./27.04.2012 (Text und Bilder: Friedl Buhl)) Es scheint, als wäre Hyeres für den Segler vom Alpsee ein Revier der Höhenflüge. Jein, es ist für ihn auch ein Ort mit erlebten Tiefstimmungen. Genau vor drei Jahren schaffte Buhl bei der SOF als erst 18-jähriger Junior seinen ersten Einlass in ein Weltcup-Finale der besten Zehn – eine kleine Sensation. Der Freude folgte damals allerdings eine sehr herbe Enttäuschung: Frühstart und Ende des Traumwettkampfes! Vermutlich geschah es aus einer Mischung überschäumender Angriffslust und Übermotivation. Um so größer ist jetzt die Freude. In Hyeres startete der Oberallgäuer diesmal im Finale mit dem blauen Shirt (Zweitplatzierter), und nur drei Punkte hinter dem amtierenden Weltmeister Tom Slingsby (Australien). Bei starkem Wind der Stärke 5 bis 6 Beaufort und hoher Ostwind-Welle ging es mächtig zur Sache.
Die Startkreuz verlief für Buhl nicht ganz perfekt. Er rundete als Fünfter die erste Luvmarke, der Norweger Kristian Ruth als Erster. Danach führte Buhl mustergültiges Starkwindsegeln vor. Er kämpfte sich schrittweise nach vorne. Erst auf dem sehr spannenden letzten Vorwind-Wellenritt konnte er auch den bis dato führenden Ruth und auch Maloney überholen und schließlich seiner Siegfreude Luft machen.
Slingsby war vom Pech verfolgt. Auf der zweiten Kreuz brach ihm der Mast. Buhls Kommentar: „Schade, das tut mir sehr leid für Tom. Es ist schade, wenn das Material darüber entscheidet, wer gewinnt“ Der Weltmeister musste sich dadurch mit dem fünften Rang in der Gesamtwertung zufrieden geben. Ob Buhl ihn als seinen wichtigsten Gegner hätte schlagen können, bleibt offen.
Besonders hervorhebenswert ist für Buhl seine Leistungskonstanz im Bereich der Spitzenplatzierungen. Von sechs Qualifizierungs-Wettfahrten gewann er drei. Zum Beginn der Goldfleet-Rennen trug er das gelbe Shirt des Spitzenreiters. In der ersten Goldfleet-Wettfahrt musste er mit einem 15. Platz einen kleiner Ausrutscher (15., einziger zweistelliger Rang, wurde Streichergebnis) hinnehmen. Diese Wettfahrt gewann der französische Topsegler Jean Baptiste Bernaz. Buhls härtester Gegner Slingsby wurde Zweiter. Anschließend schlug Buhl mit einem weiteren Sieg gegen den Weltmeister (wurde 2.) zurück. Am letzten Tag der Finalserie legten die extremen Bedingungen der zurückliegenden Tage noch eine Stufe zu. Wegen zu viel Wind und hoher Welle konnte die zweite Tageswettfahrt nicht mehr gesegelt werden. Sogar die Wettfahrtleitung hatte Probleme und konnte das Startschiff nicht mehr einwandfrei ankern.
Der Veranstalter betitelte die Situation aufgrund der Wettkampf-Geschehnisse (gebrochene Masten bei 470er und Starbooten, frühere Starts wegen befürchtetem stürmischem Wind am Nachmittag, 49er konnten mehrfach nicht aus Meer, …) mit „Apokalypse SOF“.
Die erste und einzige Tageswettfahrt (Race 9) gewann Slingsby vor Buhl und Murdoch. Die Platzierungen entsprachen auch der Zwischenbilanz vor dem Medalrace.Um die Regatta insgesamt zu gewinnen, hätte Buhl im Finale mindestens zwei Plätze vor Slingsby liegen müssen und durfte seine gefährlichsten Verfolger, die beiden Neuseeländer und den Medalrace- und Bronzemedaille-Gewinner von Palma (Tom Burton, Australien) dabei nicht aus den Augen verlieren. Wie berichtet, konnte sich Buhl mit dem berüchtigten Windsegler Slingsby aufgrund seines Materialschadens nicht bis zum Ende messen. Ein Sieg über ihn wäre nicht unmöglich gewesen, jedoch "... eher unwahrscheinlich, wenngleich ich Tom während der Fleetraces immerhin zweimal schlagen konnte.", bewertete Buhl den Vorgang. Der Mastbruch ereignete sich nach etwa 20 Minuten. Erst ein paar Minuten davor übernimmt der Australier die Führung von Ruth. Buhl lag zu diesem Zeitpunkt noch 20 bis 30 m zurück. Er gab zu verstehen, dass Slingsby bei diesen harten Bedingungen bekanntlich sehr stark segelt und sich die Führung vermutlich nicht mehr hätte nehmen lassen.Resümierend kann gesagt werden, dass Buhl mit seinem Wettkampf um seine erste Weltcup-Goldmedaille in athletischer, segeltechnischer und mentaler Hinsicht ein erstklassiges Zeugnis abgelegt hat. Sehr zufrieden und glücklich zu seinem großartigen Erfolg äußerte er sein Fazit kurz und bündig: „Es hat einfach alles gepasst.“
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Mallorca-Ergebnis für den Saisonsanfang akzeptabel
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Philipp Buhl
segelt im Goldfleet
hervorragende Final-Serie
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Mallorca-Ergebnis für den Saisonsanfang akzeptabel
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Philipp Buhl
segelt im Goldfleet
hervorragende Final-Serie
Bild:
Freude begleitet den Paukenschlag zum Beginn der Goldfleet-Races.
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Zweiter bei Europa-Cup; "Princesa Sofia" steht an
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Europacup als Training und Test: Buhl Zweiter am Gardasee |
Zweiter bei Europa-Cup; "Princesa Sofia" steht an
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Europacup als Training und Test: Buhl Zweiter am Gardasee
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Die Weltcup-Saison 2011/12 der olympischen Segler hat zwar bereits im November 2011 in Melborne begonnen und sich in Miami fortgesetzt, aber ihren vollen Auftakt erfährt sie erst in Spanien vor Palma de Mallorca. Vom 02. bis 07. April ist es so weit. Dann hält die „Trofeo S.A.R Princesa Sofia“ wieder ihren Auftritt im WeltcupWeltcup-Zirkus, von dem sich die Welteliten aller olympischen Klassen gerne auf die neuen seglerischen Herausforderungen einstimmen lassen.
Philipp Buhl vom Segelclub Alpsee Immenstadt scheint nach dem Winter- und Frühjahrstraining in guter Form zu sein. Beim Laser Europacup am Gardasee (Torbole) wurde er mit knappem Rückstand Zweiter. Vier von sechs Wettfahrten konnte der Segler vom Alpsee für sich entscheiden, darunter auch das einzige Finale-Race im Goldfleet. Am Start waren 109 Boote aus 30 Nationen, darunter auch eine Reihe von Weltcup-Seglern.
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(Torbole,23./26.03.2012 (Text und Bilder: Friedl Buhl))
Für Buhl sind Europacup-Events und Regatten wie beispielsweise im Flying Dutchman ein wichtiger Teil seines individuellen Trainingskonzeptes. Er vertritt die Auffassung: „Ich kann hier im Wettkampf verschiedene Dinge ohne großen Erfolgsdruck probieren und bewerten. Dazu ist auf der Weltcupebene natürlich kaum Spielraum.
Buhls aktueller Jahresplan ist auch ohne Olympiateilnahme überaus dicht mit Terminen bestückt. Er will einerseits sein Studium forcieren und sich natürlich weiterhin als Weltklassesegler beweisen. „Im Spitzensport musst du voll am Ball bleiben, sonst leidet der Erfolg. Die Anforderungen sind extrem hoch und die Zeit der besten Athleten-Jahre eigentlich zu kurz.“
Zudem ist der Sportsoldat als offizieller Sparringspartner des Qlympiaqualifizierten Simon Grotelüschen gefordert und fühlt sich hierzu auch verpflichtet. Dies schränkt die individuellen Planungen durchaus ein. Für Buhl steht jedoch zweifelsfrei fest: „Die Teamarbeit hat hier klar Vorrang. Simon muss für den wichtigsten Einsatz seiner Karriere bestmöglich vorbereitet werden.“ Ohne einen hochqualifzierten und offenen Trainingspartner wäre dies unmöglich.
Dem Sonthofener und seinen Teampartnern Grotelüschen, Malte Kamrath und ihrem Bundestrainer Thomas Piesker wurden im Februar dieses Jahres in Hamburg im Rahmen des „Sailing Team Germany Avard“ der Fairness-Preis des Jahres verliehen. Diese bundesweite Auszeichnung gab es für die beste und fairste Teamarbeit im Verlauf der Olympiaqualifizierung 2011. |
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Presse und sonstige Medien: |
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Würdigungen für herausragende Leistungen
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Ehrenpreise für Philipp Buhl
in München und Hamburg
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Bei der traditionellen Meisterehrung würdigte der Bayerische Seglerverband in Ottobrunn Philipp Buhls seglerische Leistungen der Saison 2011.
Eine Woche später wird ihm in der Hansestadt Hamburg im Rahmen der bundesweiten Auszeichnung „Sailing Team Germany Avard“ der Fairness-Preis des Jahres verliehen.Hier das Exzerpt .
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| (München / Ottobrunn, 04.02.2012 (Text und Bilder: Friedl Buhl))
Auch wenn Philipp Buhl die Qlympiaqualifizierung als sein Topziel 2011 verfehlte, sah der Bayerische Seglerverband Anlässe zu Würdigungen. Für die Silbermedaillen beim Kieler Weltcup, bei der IDM in Travemünde und Championat de France (Frz. Meisterschaft) in Hyeres erhielt der Sonthofener die BSV-„Ehrennadel in Silber“. Lobend hervorgehoben wurde aber auch Buhls teamorientiertes und sportlich faires Verhalten.
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(Hamburg, 11.02.2012 (Text: Friedl Buhl)) In Form einer Premiere wurden im ehemaligen Unilever-Haus der Hansestadt Hamburg die Auszeichnungen der „Sailing Team Germany Award“ für besonders herausragende Leistungen im Segelsport verliehen. Dabei kamen zehn Preisträger in sechs Leistungskategorien zum Zuge. Philipp Buhl vom Segelclub Alpsee Immenstadt wurde zusammen mit seinen Kaderkollegen Malte Kamrath und Simon Grotelüschen sowie ihrem Bundestrainer Thomas Piesker der Fairness-Preis des Jahres verliehen. Damit würdigte die Jury das deutsche Laser-Spitzenteam für die beste und fairste Teamleistung im Verlauf der Olympiaqualifizierung für 2012. |
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Links:
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Berichte 2011
Der Traum lebt weiter
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Der Traum lebt weiter
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Zuerst ein Wort an meine geschätzten Förderer und Sponsoren,
(namentlich gemäß den Logos unterhalb)
Ich wünsche Ihnen ein rundum gutes, glückliches und erfolgreiches Neues Jahr 2012.
Eurer Unterstützung gilt mein besonderer Dank.
Ohne dieses Zutun wäre meine Segelsport-Unternehmung nicht möglich.
Daher seid Ihr stets ein Teil meiner Erfolge.
Auch nachdem mein hohes Ziel "Olympia 2012" leider nicht wahr werden wollte / sollte,
wie nachfolgender Erfahrungsbericht näher beschreibt,
gibt es im kommenden Jahr trotzdem wieder eine Reihe interessanter Blickpunkte und Zielsetzungen.
Ich freue mich auf unsere weitere Kooperation und kann Euch mein Gefühl versichern:
Ich kämpfe stets auch für Euch.
Euer Segler & Partner
Philipp Buhl
Des Weiteren:
Beste Neujahrswünsche und ein herzliches Dankeschön auch an meine sonstigen Supporter
(Bundestrainer und Privatcoach, Familie, Partner und Personen der mich betreffenden Publicity und
alle, die in sonstiger Weise Wichtiges und Hilfreiches dazugeben).
Natürlich denke ich mit meinen guten Wünschen zum Neujahr gerne auch an
meine treuen Daumendrücker, Gönner & Fans, meine Freunde und Bekannte,
die Trainingspartner, Konkurrenten und nicht zuletzt an
die Regattaveranstalter mit ihren teils beachtlichen ehrenamtlichen Engagements
und alle, die gerne meine Homepage besuchen, um die Neuheiten zu erfahren.
Euer Segler
Philipp Buhl
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Erfahrungsbericht zur WM in Perth mit Olympia-Ausscheidung
von Friedl Buhl Für den Erfolg gibt es keine Garantie. Es gibt Hebel, die kann man nicht bedienen. Das gilt für jedermann, wie gut er sich auch immer geübt haben mag. Wir wussten das. Jetzt haben wir es in dramatischen Geschehnissen und teils bitteren Momenten erfahren müssen – oder vielleicht dürfen!? Ja, man kann es auch so sehen. Gerade eine Niederlage macht ein ggf. nächstes Highlight zu einem Mehr an Besonderem. Genauso wie eine Gipfelbesteigung, wenn sie von weit unten aus dem Tal heraufführte. Und so glauben wir durchaus an das Positive, das sich aus den Geschehnissen bei der ISAF-WM in Perth längerfristig vielleicht ergibt. |
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ISAF-WM – die schwerste Herausforderung
(Perth / Fremantle,12./18.12..2011 (Text und Bilder: Friedl Buhl)) ISAF-WM, warum ist das ein besonderes Event. Die WM jeweils nur im vorolympischen Jahr wird vom Weltseglerverband (ISAF) durchgeführt und umfasst sämtliche zehn olympische Seglerdisziplinen. Von daher ist es eine Großveranstaltung ersten Ranges. Diese ISAF-WM in Fremantle / Perth an der südwestlichen australischen Ozeanküste war die größte Segelregatta-Veranstaltung in der Geschichte des Kontinents.
Für die Athleten sind die ISAF Worlds vor allem wegen ihrer höchsten Leistungsdichte und der Qualifikationsanforderungen für die bevorstehenden olympischen Spiele so wichtig.
Für Philipp Buhl, mit zuvor zwei WM-Teilnahmen zwar nicht ohne Erfahrungen, war es die erste Regatta eines solchen Kalibers. Gleichzeitig lastete auf seinen Schultern ein sehr hoher Erwartungsdruck von externer Seite und seiner selbst. Es ging bekanntlich um die abschließende Olympia-Qualifikation. Treffender formuliert war es eine Olympia-Ausscheidung. Denn einer von den zwei Deutschen, die sich im Laser als die Spitzenathleten herauskristallisiert hatten, musste weichen: Philipp Buhl oder Simon Grotelüschen (Lübeck). Das war in Australien neben der WM auch die zentrale und Spannung erregende Frage.
Was die internationale und nationale Qualifikation betrifft, hatten beiden dank ihres erfolgreichen Gasgebens bei den Weltcup-Regatten in Weymouth und Kiel (vorangegangene Kriterienwettkämpfe) so viele Punkte eingesackt, dass in Perth kaum noch viel schief laufen konnte. Dieses Polster machte die Situation für Philipp und Simon jedoch keineswegs einfacher. Denn damit entbrannte zwischen den Trainingspartnern ein ernsthafter Konkurrenzkampf um das begehrte einzige Ticket. Denn nominiert werden kann grundsätzlich pro Nation und Disziplin nur ein Athlet. Wie schön haben es dagegen Athleten in vielen anderen Sportarten, bei denen mehrere einer Nation an den Start dürfen und dies auch noch bei mehreren Disziplinen.
Mit schwerer Bürde auf abschüssige Pfade
Für Philipp lautete die Anforderung: In Perth mehr als sechs Platzierungspunkte besser zu beenden als Simon, der einen entsprechenden Vorsprung mitbrachte. Für Philipp war sein Rückstand natürlich eine enorme zusätzliche Belastung. Wir machten daraus allerdings bewusst kein Problem, obwohl Konstellationen denkbar waren, wonach bei Philipps noch so gutem Abschneiden sein Rivale Simon unter Umständen nicht zu schlagen sein würde. Philipp glaubte daran: „Sechs Plätze sind bei einer so hochkarätigen WM keine so große Differenz, wenn alles gut verläuft. … Das kann ich durchaus schaffen.“
Wie schmal und abschüssig allerdings ein Erfolgspfad im Hochleistungsbereich sein kann, wissen Spitzensportler meist schon aus eigenen Erfahrungen zu genau. Man denkt besser nicht daran. Es gibt keinen, der auf solchen grenzwertigen Graten nicht schon Absturzerfahrungen machen musste. Geringste Ungereimtheiten können sehr schnell fatale negative Ausschläge bewirken. Die Luft auf der höchsten Ebene ist eben ganz dünn – um es metaphorisch auszudrücken. Und ein paar unrhythmische Atemzüge können rasch eine Atemnot auslösen. Dies äußert sich dann konkret in noch akzeptablen zweistelligen bis schwer belastende Wettfahrt-Ergebnissen, schließlich in immer neuen Hoffnungsplänen. Und dann kann es schnell soweit kommen, dass du den Zug zusehends beim Davonfahren erlebst.
Wird uns „Fremantle Doctor“ beglücken -
und was wird wohl der 1. Tag bringen?
Philipp hatte sich für dieses wichtigste Event in seiner bisherigen Sportkarriere sehr gründlich vorbereitet. In den letzten sechs Wochen geschah dies nach einem eigenen individuellen sorgfältig ausgedachten Plan. Philipp war überzeugt: „ Es kann keinen Sinn geben, wenn zwei bis zum Schluss miteinander trainieren und danach um dieselbe Wurst kämpfen sollen.“
Kein Event empfanden wir bisher so spannungsgeladen. Nicht dass wir zur Nervosität geneigt hätten. Nein – das war es nicht. Unser Handeln war durchwegs von Routine und kühlen Köpfen geprägt. Trotzdem – das innere Gefühl war irgendwie doch etwas anders als sonst. Wichtige Fragen ließen sich nicht vollständig im Hintergrund verankern. Beispielsweise: Wird gleich der erste Tag positive Signale setzen? Dies kann - muss aber nicht - erste wichtige Schlüsselstelle für einen weiterhin günstigen Verlauf bedeuten.
Kein so positives Zeichen schien indes der Wind zu setzen, denn die berühmte Starkwind-Seabreeze „Fremantle Doctor“, auf die man sich während des australischen Sommers bekanntlich fast verlassen kann, war laut Wetterprognosen zunächst nicht in Sicht. Stattdessen mussten wir mit schräg ablandigem mittelstarkem und evtl. zunehmendem Gradientwind rechnen. Ein Wind, der auf sehr diffizile Art zum Pendeln neigen konnte. Dies irritierte uns trotz anderer Erwartungen natürlich nicht, und wir stellten die Taktik eben darauf ab.
Der Beginn – und das „Warum nur“?
In der ersten Wettfahrt gelang Philipp mit kleinen Fehlern im ganz üblichen Umfang alles einwandfrei. Er segelte in seinem Fleet (es gab 3 Fleets mit je ca. 50 Booten) als Sechster durchs Ziel. Das Bojen-Diagramm vermeldet zwischendurch sogar die vierte Position. Das war voll im grünen Bereich. Ein absolut zufriedenstellender Einstieg war das, einer zum kurzfristigen Aufatmen!
In der folgenden Wettfahrt unterlief Philipp auf der Hälfte der Startkreuz ein gravierender Fehler - ein Missgeschick, das irgendwann jedem Segler passieren kann. Auf die Frage „Warum jetzt?“, fanden wir keine Antwort. Was ist geschehen: In der Fernpeilung – zunächst sei die noch über rund 700 m entfernte unauffällige dunkelrote Tonne für ihn gar nicht zu sichten gewesen - nahm er dann versehentlich eine nicht zum Kurs gehörende Boje als Luv-Bahnmarke ins Visier. Die Folge war fatal. Philipp segelte verlustreiche Überhöhe und rundete schließlich als über 40. die richtige Luvmarke. Bis ins Ziel konnte er noch auf den 31. verwandeln. Das war ein erster schwerer Rückschlag, misslicher Weise schon zu Beginn des insgesamt sechstägigen Wettkampfes.
Auch wenn von insgesamt zehn Wettfahrten ein Ergebnis als schlechtestes später gestrichen werden kann, hat ein solches Zwischenresultat unweigerlich erste Folgen auf die Nachjustierung des Risikoplanes: „Es sollte / darf nichts Schwereres mehr vorkommen.“ Daran darf der mental gut geschulte Athlet so gut wie gar nicht denken. Aber trotzdem haftet ihm dennoch an – und das muss es auch; denn „Hop oder Top“ war in diesem Geschehen und zu diesem Zeitpunkt keine geeignete Strategie.
Ein neuer Tag, ein neuer Angriff.
Es wollte nicht zu 100 Prozent rund laufen. Ein zwölfter Platz in der ersten Tageswettfahrt (Race 3) war durchaus noch okay. Mit einem unbeschwerten und frecheren Start im Tal einer durchhängenden Startlinie wäre sehr viel mehr möglich gewesen. Philipp rundete erstmals im Luv als 22. und schaffte bis ins Ziel immerhin noch die zwöftbeste Zeit. Dies war gerade noch gut.
Unsere innere Stimmung trotzdem nicht gedämpft, sondern noch mehr vom Hoffen auf den explodierenden Durchbruch gekennzeichnet. Es durfte jetzt nicht mehr zu lange dauern.
Im folgenden Race konnte Philipp endlich voll und ganz einbringen was in ihm steckt. Mit seinem hervorragenden Windspeed fightete er bei 5 – 6 Beaufort mit Weltmeister Slingsby und dem Schweden Wigforss unangefochten an der Spitze des Feldes. Slingsby siegte und Philipp konnte Wigforss um nur wenige Meter nicht mehr schnappen. Platz drei, und das mit deutlichem Vorsprung zum Feld.
Trotz der guten Ausklangstimmung an diesem zweiten Tag wirkten die fortlaufend einstelligen Ergebnisse von Konkurrent Simon, der bisher und auch noch am nächsten Tag nicht in Philipps Fleet segelte, etwas bedrohlich. Wir schafften es aber recht gut, uns davon nicht beeindrucken zu lassen. Dies ist wichtig.
Wechselbäder der Gefühle
Am dritten Tag zu den beiden letzten Qualifying-Races schien sich zunächst der Schwung vom Vortag fortzusetzen. Philipp segelte bei gut mittlerer Windstärke einen souveränen Start-Ziel-Sieg. Die innere Erleichterung war unbeschreiblich. Es schien, als könnte sich ab jetzt das ersehnte Lot eingependelt haben und die Wende zum durchgreifenden Nachvorne vielleicht vollzogen werden.
Doch was noch vor der Wettfahrtpause und Lagebesprechung geschah, sollte leider nur ein Intermezzo sein.
Das fünfte Rennen führte uns schmerzlich vor, dass Philipp es alles andere als einfach haben soll, und dass das Quäntchen Glück bei ihm rar sein würde und stattdessen sogar Pech an seine Seite kehren soll.
Kurze Zeit vor dem Start baute Philipp das vorfixierte taktisches Konzept flink und mutig um, weil er im Last-Minute-Fernblick am weit voraussegelnden Fleet auffällige Wind-Linksdreher zu vernehmen glaubte. Diese Entscheidung war an sich goldrichtig. Offensichtlich wollte er jetzt folgerichtig nicht nur links starten, sondern auch noch – kein Risiko scheuend –in die Pool-Position (extrem links). Doch die Bemessung zum Startlinienende erwies sich als zu knapp – eine Folge der Eile und Entschlossenheit!? Philipp konnte zusammen mit mehreren anderen nicht regulär auf den Kurs. Er musste kurz nach dem Startsignal vor der Startboje abdrehen und auf dem Gegenbug ins Rennen. Das war der, abgesehen von Frühstart, der Start-Worstcase. Das Feld war weg, und dann ging es nur noch um bestmögliche Schadenbegrenzung. Und auch diese hätte gut und gerne glücklicher verlaufen können. Nun belastete ein weiteres sattes zweistelliges Resultat (27.) das Punktekonto endgültig schwer, denn sein Streicher war bereits seit dem ersten Tag verbraten.
Simon gelang es dagegen weiterhin, seine Wettfahrten mit einstelligen Ergebnissen zu beenden. Zu unserer Gefühlen kann ich an dieser Stelle schweigen. Die Stimmung war weiterhin absolut kontrolliert. Alles andere wäre natürlich wie Kannibalismus.
Die Dramaturgie war vorgezeichnet –
im negativen oder vielleicht noch positiven Sinne!?
Das Qualifying war nun, nach drei Tagen und 6 Wettfahrten, abgeschlossen. Erste schwere Erosionen an der Zielsetzung waren Realität. Uns war klar, die Chancen auf einen WM-Toplatz sind dahin und die Chancen auf Olympia sind gravierend geschwunden. Trotz aller schwarzen Wolken am Horizont haben wir die Hoffnungen im Ausscheidungskampf noch nicht begraben. Wie heiß es so treffend: „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“
Es ist bekannt, wie schnell sich das Blatt für jeden Segler unter Umständen wenden kann, wenn die nun bevorstehende dreifache Leistungsverdichtung im Goldfleet wirkt und unter Umständen die Bedingungen ihres dazu beitragen.
Der vierte Tag: Kein typischer heißer Sommertag, Wolken am Himmel, der Wind für ein hoch strapaziertes Selbstbewusstsein nicht günstig. Es war auch für heute keine Seabreeze a la „Fremantle Doctor“ zu erwarten, sondern ein Gemisch aus Großwetterlagen-Wind mit wahrscheinlich dazwischenhustenden Seabreeze-Einflüssen. Das alles in vorwiegend nur mittlerer Stärke und vor allem unruhig – mit anderen Worten: Schwierig und man braucht auch das Glück.
Wir setzten aufgrund unserer Wetter- und Windanalyse und Wahrscheinlichkeitsbetrachtungen auf die rechte Kursseite der Startkreuz. Dies erwies sich über Zweidrittel der Kreuz als richtig. Philipp segelte an der Frontlinie des Feldes. Es sah perfekt aus. Er segelt nochmals – an sich kein größeres Risiko - ein Stück nach rechts. Dann, der Wind als Attentäter; er offenbarte sich wie ein Hexer. Absolut nur für die nächsten paar Restminuten der Startkreuz - so belegen auch die Tracking- und Windmessungsaufzeichnungen - vollzog der Wind Verstärker und Dreher um über 15 ° von links. Die Folge war glücklich für die einen und fatal für die anderen. Wer nicht von links auf die Luvmarke zukam, hatte das Rennen verloren. Denn jetzt segelte das Goldfleet. Es ist so gnadenlos im Abstrafen bei schon kleineren Fehlern. Was sich vollzog, war eine gewichtige Sache. Man hat selbst im Glücksfall nur bescheidene Möglichkeiten aufzuholen.
Um es zu komprimieren: Jetzt war die Zäsur da. Philipp hat noch nicht sofort, aber nach dem zweiten Vorwind aufgegeben. Ich habe das bei ihm, einer eigentlich faszinierenden Kämpfernatur, nur zweimal erlebt, zuletzt bei einem zermürbenden WM-Goldfleetrennen in Kanada. Was in diesen Minuten in einem Athleten innerlich abläuft, wissen nur wirklich Betroffene. Wie sich die traurigen und schweren Minuten einer endgültig besiegelten Niederlage vollzogen, wenn sich die Frontscheibe verdunkelt und der Rückspiegel weit öffnet, soll unserer Erinnerung vorbehalten bleiben.Die Durch-und-durch-Anspannung war gerissen. Das war das einzige positive Gefühl. Ein Trost: Es war, wie wenn eine höhere Stimme klar machen wollte: „Philipp, schlag es dir aus dem Kopf! Nicht Du bist diesmal auserwählt!“ Es sollte wohl der um Jahre ältere Simon sein, der so etwas wie einen „Gang nach Canossa“ schon vor Philipp durchlaufen musste.
Was sich an diesem Tag im zweiten Goldfleet-Race im Detail ergeben hat (Platz 19 für Philipp) war und ist auch hier relativ unbedeutsam.
Wir waren um den bevorstehenden Pausetag froh. Es galt, einiges wenigstens irgendwie zu verkraften, was nicht zu bewältigen war. Von verarbeiten konnte zunächst überhaupt nicht die Rede sein. Schließlich musste erst einmal das Davonziehen eines großen Zieles in greifbarer Nähe emotional richtig gefasst werden, ein Ziel, auf das man mit enormem Aufwand langfristig hingearbeitet hat.
All das Gegebene, seitens des Sportlers und auch das der Förderer und Sponsoren, war natürlich nicht umsonst. Es war einerseits erfolgreich. Andererseits führte all der Einsatz „nur“ nicht zum erforderlichen Enderfolg, hat aber trotzdem schöne, große Früchte gedeihen lassen. Diese bleiben uns und können bei guter Nachreifung durchaus vielleicht später und anderswo mit Genugtuung gepflückt werden.
Kein versöhnliches Ende
Olympia in London und auch das WM-Finale in Perth durchkreuzten wir in unseren Blickfeldern, wenngleich uns diese verfehlten Stationen noch nicht gedanklich los ließen. Was über Jahre geknüpft wurde, kann natürlich nicht über Nacht gelöst werden. Trotzdem war Philipp rasch zum Plan b) bereit: „Ich werde den Kopf natürlich jetzt nicht in den Sand stecken.“ Er wollte sich trotz allen belastenden Ereignissen für diese WM in den letzten beiden Final-Races noch so gut wie möglich verkaufen.
Philipp erreichte die Plätze 29 und 13. Der 13. Platz muss, auch wenn er nicht einstellig ist, gebührend gewürdigt werde. Es herrschten erneut sehr kompliziert zu erfassende Windverhältnisse. Die Stärke zudem nur schwach bis mittel (2 bis 3 Beaufort). Auch die bisherigen Dominatoren, die ehemaligen und amtierenden Vizeweltmeister, Weltmeister und Olympiasieger wie beispielsweise Thompson, Slingsby und Goodison taten sich sehr schwer. Sie hatten um Positionen zwischen 10 und über 20 zu kämpfen.
Wäre bei der letzten Wettfahrt statt einem 29. Platz – der Start und die erste Kreuzhälfte verliefen einwandfrei – nochmals ein Top-Ten-Ergebnis herausgekommen, hätte es wenigstens noch einen versöhnlichen Abschluss gegeben.
Was bleibt neben einem unerfüllten letzten Herzenswunsch
Was von der WM blieb war noch das Zuschauen beim Medal-Race. Noch nie zuvor hatte ich eine solch beeindruckende Zuschauer-Kulisse bei einem Segelwettkampf erlebt, als die Laser-Klasse mit ihrem Finale die größte und perfektest organisierte WM aller Zeiten abschließend krönte. Tausende von begeisterten Fans säumten die fast 1 km langen Felsen-Molen mit Tribühnenplätzen vor dem „Centre-Course“. „Fremantle Doctor“ trug nur an diesem Abschlusstag das seine zu einem unvergesslichen Sportereignis bei.
Start, Ziel und Teile des Kurses lagen für die Zuschauer fast zum Greifen nahe. Man konnte teils sogar ohne Fernglas die Gesichtsausdrücke der Kämpfenden wahrnehmen, wenn sie ihre Wenden nur wenige Meter vor der Mole zogen und zum Schluss ihre Parade für die jubelnden Zuschauer absolvierten.
Der stürmische Beifall galt natürlich dem Inländer und erneuten Weltmeister und großen Segler Tom Slingsby. Er hatte für sich selbst und das Publikum ein bestechendes Medalrace abgeliefert. Nur wenige der Zehn hatten eine echte Chance, diesem faszinierenden Windsegler einigermaßen gut aufgeschlossen zu folgen. Er hatte noch die Zeit, sich dem Publikum mit Siegerposen zu erweisen, während er die letzten Minuten seines Downwind-Ritts zum neuen World Champion absurfte. Ich hatte während dessen nur einen Wunsch. Ich hätte da draußen Philipp mit Slingsby fighten sehen wollen - so, wie sie es schon einige Male vorgeführt hatten. Das war ganz sicher auch Philipps Herzenswunsch. Ich glaube, nicht unberechtigt, und das hätte sehr spannend werden können.
Gratulation!
Simon wurde vom Engländer Thompson und Neuseeländer Murdoch vom Medaillenkurs verdrängt. Für Simon sicher auch enttäuschend. Aber er hatte schließlich das noch Begehrtere, nämlich das Olympiaticket, in der Tasche. Er hatte bei dieser WM die mit Abstand größte und bis dato gleichzeitig bedeutsamste Leistung seines Lebens erbracht. Wir gratulieren ihm dazu herzlich, auch wenn wir das gerne gehabt hätten. Gratulation aber auch an den würdigen großen Gewinner und die weiteren Medaillisten.
Danke
Was für mich von dieser außerordentlichen WM bleiben wird, sind beileibe nicht nur negative Erinnerungen. Dazu gehört schließlich auch, was sich im Vorfeld während der gesamten Kampagne für dieses in Perth beginnende Traumziel Olympia über mindestens zwei Jahre davor abspielte. Ich bin sehr dankbar für all diese schier zahllosen schönen, spannenden, hoffenden, nachdenklichen, nachforschenden, … und schließlich auch die enttäuschenden und bitteren Momente. Denn auch die letztgenannten sind irgendwann wichtige und nicht wegzudenkende Mosaiksteinchen.
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Links: Hinweise: Java muss im Browser installiert sein (geschieht automatisch auf Bestätigung). Ggf. bevorzugt Firefox-Browser verwenden.
Falls angegebener Link nicht durchschaltet, nach diesem Link das Menü "Worlds > Tracking" klicken usw.
Interessante Laser-Races bezüglich Philipp (GER 29): Qualifying-Races: Fleet 2 - Race 4 Fleet 2 - Race 5 Fleet 2 - Race 5
Goldfleet-Races: Fleet 1 - Race 7 Fleet 1 - Race 9
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Ihr wisst, worum es jetzt geht ! ?
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Lade alle Daumen-Drücker
zu mir an Bord ein!
Und ganz besonders alle meine
Unterstützer, Gönner und Fans.“ |
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* Start am Montag, 12.12., 12:00 Uhr, Parmelia-Kurs
* 1. Tag: Einwandfreie Leistung, aber Missgeschick dämpft Ergebnis.
* 2. Tag: Ein Topergebnis (3.) und ansonsten im grünen Bereich.
* 3. Tag: Souveräner Sieg und ein unbefriedigendes Ergebnis.
* 4. Tag (im Goldfleet): Sehr gute Leistungsphasen und doch am Ende
Schiffbruch bezüglich der Zielsetzung.
* 5. Tag: Kein versöhnlicher Abschluss
Wissen, worum es geht, was auf dem Spiel steht! Dies sollte hier nicht die Frage sein. Wer sich die Frage aber dennoch stellt, sei gerne auf die zurückliegenden Berichte dieser Webseite verwiesen.
Es geht hier nicht um nur Alltägliches, eher schon um Alljährliches, aber doch nicht um Kopf und Kragen. Schließlich heißt es, „Sport ist Spiel.“ – sollte es zumindest sein, auch wenn es auf der höchsten Ebene mitunter sehr hart und recht ernst zur Sache gehen kann.
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Auf dem meilenweiten Weg und dem nun zunehmend steilen Grat nach London 2012 steht Perth / Fremantle (Australien) als die letzte hohe Hürde für die Spitzensegler der Welt. Für einige mag dieses einzige Ticket pro Nation und Bootsklasse bereits in trockenen Tüchern liegen. Nicht so für die meisten deutschen noch verbliebenen Olympia-Anwärter. Die müssen sich noch kräftig strecken, um das hochgestochene deutsche Qualifizierungskriterium in der nun dritten und letzten Stufe noch zu meistern.
Deutschlands Laser-Asse, Philipp Buhl und Simon Grotelüschen, werden bei der WM in Perth in einer eigenen und ganz spezifischen Konstellation kämpfen. Das Nationenkriterium haben der Bayer und Norddeutsche bereits beim Weltcup in England und Kiel weitgehend in ihre Taschen gesichert. Für die Beiden bekommt jetzt der Vergleich untereinander das entscheidende Gewicht. Buhl – um sechs Fehlpunkte in der Jagdposition – fixiert seine Zielsetzung entschlossen fundamentaler: „Ich will ein exzellentes WM-Ergebnis. Dann schau m'r mal.“ Wie man es auch betrachtet, als das Duell oder die ehrgeizige Platzzierungsvorgabe, die Spannung steigt. Und so manches Herz in der Seglerwelt wird höher schlagen, wenn bei den Lasern am 12. Dezember der erste Startschuss auf der Wettkampf-Arena "Parmelia" fällt. Für erhöhten Herzschlag bei den Athleten dürfte indes das australische Traumrevier für dieses vorolympische ISAF-Event sorgen. Schließlich bereitet die einzigartige Starkwind-Seabreeze „Fremantle Doctor“ Genuss, allerdings um den Preis sehr harter Anforderungen. Weht dieser berühmte lokalthermisch angetriebene Seewind ab Mittag in seiner reinrassigen Form, werden dies sicher viele Segler und Betreuer begrüßen. Denn ansonsten kann es ganz schwierig werden – nicht weil dann ein Spiel mit flautigen Winden droht. Nein! Flaute gibt es hier selten. Aber der Wind wird oftmals noch schwerer einschätzbar, und das taktische Vermögen kommt dann in besonderer Weise auf den Prüfstand. Zu dieser größten australischen Segelregatta aller Zeiten und dem mit Blick auf die Konkurrenzballung absolut höchstkarätigsten Event sind knapp 150 Laser-Athleten aus 66 Nationen akkreditiert. Die Starterliste lässt keinen einzigen der Top-Athleten vermissen. Klar! Denn der große Traum Olympia beginnt hier. |
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(Perth / Fremantle, 05. … 12./18.12..2011 (Text und Bilder: Friedl Buhl)) Am Abend davor: So., 11.12. Es ist geschafft. - Halt! Natürlich noch nicht das Hauptanliegen. Erledigt sind vorläufig alle geplanten, langfristig und gezielt angelegten, umfangreichen, komplexen, akribischen, mutigen und entschlossenen, auch mühsamen und mürbenden, mit Verzicht sowie Höhen und Tiefen behafteten, … Vorbereitungen auf einem langen und doch relativ kurzen Weg, auf einem zunehmend schmaleren, steileren und ausgesetzteren Grat zu einem sehr hohen Gipfel, zur möglichen Realisierung eines Traumes. Werden wir sagen können: „ Es ist geschafft!“ Start morgen um 12:00 Uhr!
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1. Tag, Montag, 12.12.: Qualifying-Races 1 und 2 Gleich im ersten Race gelang Philipp Buhl mit einem 6. Platz eine einwandfreie Einstiegsleistung. Mehrfach lag er während des Rennens an vierter Position. Auch im zweiten Race fand Buhl zunächst die Erfolgsspur. Bis zur Hälfte der ca. 1 km langen Starkreuz segelte er an der Führungsfront des Feldes mit. Dann verwechselte er bei der Fernpeilung eine Bahnmarke. Buhl erklärte hierzu: „ Ich war daher der Meinung, noch weiter rechts raus wäre besser und wendete noch nicht mit Kontides.“ Pavlos Kontides (Cypern) segelt in unmittelbarer Nähe und gewann diese Wettfahrt. Buhl bescherte sein Missgeschick am Ende des Kreuzkurses die 44. Position. Bis ins Ziel konnte er noch 13. Plätze gutmachen und liegt nun nach zwei Wettfahrten an 50. Position über alle drei Fleets (zusammen 147 Segler). Buhl sieht seine Zuversicht und Motivation nicht beeinträchtigt und meinte dazu: „Solche Dinge können passieren. Ich werde deswegen nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern mit gesteigerter Motivation weiter kämpfen. Das Event hat erst begonnen.“
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2. Tag, Dienstag, 13.12.: Qualifying-Races 3 und 4 Dicke Wolkenbänder, vereinzelt Sonnenstrahlen durch aufgerissenen Bewölkungen und schließlich keine Einlagen von „Fremantle Doctor“, der berühmten Seabreeze. Dafür bestimmte kräftiger Gradientwind in einer Stärke von 4 bis 6 Beaufort und mit höchst schwierig zu kalkulierenden Richtungspendlern das taktisch sehr anspruchsvolle Geschehen. In der ersten Wettfahrt schwankte nicht nur der Wind sondern auch Philipp Buhl Positionen an den insgesamt sieben zu rundenden Bojen. Von den Positionen zwischen 24 und 7 stand im Ziel die 12. Der unter zunehmendem Erfolgsdruck Stehende verdeutlichte, dass es phasenweise extrem schwierig sei, schnell in den Rhythmus des Windes hineinzufinden.
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3. Tag, Mittwoch, 14.12.: Qualifying Races 5 und 6
und
4. Tag, Donnerstag, 15.12.: Final Races 1 und 2 (gesamt 7 und 8)
Um den wichtigsten Teil des Zwischenergebnisses der noch laufenden WM vorweg zu nehmen:
Es ist vorbei!
Philipp Buhl fasst es so zusammen: „ Olympia wird für mich vorerst ein Traum bleiben müssen. Der Punkterückstand zu meinem Rivalen Simon ist zu groß geworden, und ich kann ihn realistischer Weise nicht mehr einholen. Er segelt sehr stark und ich habe einige Fehler zu viel gemacht. Schade! Es tut mir leid für alle meine Fans.“
Der 3. Tag begann für Buhl mit einem souveränen Wettfahrtsieg. Sein letzter Satz zu unserer Besprechung in der Wettfahrtpause „So gut wie vorher müsste es jetzt weitergehen.“ Aus der Hoffnung wurde leider nichts.
Aufgrund eines in letzter Minute eingesetzten Winddrehers fixierte Buhl kurz entschlossen die linke bevorzugte Startseite und wollte zudem risikofreudig auf die Poolposition (ganz links außen), in der die erste Startphase zusätzlich beschleunigen werden kann. Bereits vor dem Startschuss war ein kleiner Fehler mit fataler Auswirkung besiegelt. Infolge der Meeresströmung und Windabdrift, konnte Buhl die Startlinie nicht mehr passieren und musste mit einem zweiten Anlauf verspätet ins Rennen. Der schwer Startgeschädigte (mit ihm noch zwei Andere) konnte sich bis ins Ziel noch an die 27. Position vorkämpfe.
Am 4. Tag begann die Finalserie. Für diese Phase aus vier Wettfahrten werden die Teilnehmer in Gold-, Silber- und Bronzefleet eingeteilt. Im Goldfleet (das bisher bestplatzierte Drittel) bedeutet dies logischer Weise eine etwa dreifache Konzentrierung der Leistungsdichte und eine dementsprechend höhere Gewichtung der erzielten Ergebnisse in positiver wie negativer Hinsicht. „Wenn alles perfekt und glücklich verlaufen sollte, kann ich im Goldfleet das schwere Eisen vielleicht noch biegen.“, so Buhls letzte Hoffnung. Er musste auf jeden Fall alles auf diese letzte Karte setzen.
In beiden Finalwettfahrten schien auf der sehr viel entscheidenden Startkreuz für Buhl alles perfekt anzulaufen. Er erklärte, was später die Analyse der über Satellit aufgezeichneten Trackings bestätigte: „Starts perfekt, Speed absolut im Spitzenbereich, segelte an der vordersten Feldfront mit aber im letzten Drittel der Startkreuz jeweils ein größeres Problem. Für eines fühle ich mich verantwortlich. Was das andere betrifft, hatte ich einfach das berühmte Quäntchen Glück nicht auf meiner Seite.“ Die Trackingaufzeichnung zeigt ganz genau, dass Buhl und eine größere Gruppe ca. 300 m vor der Luvtonne einen sich abzeichnenden starken Winddreher später bekommt. Grotelüschen war bei den Glücklichen. Buhl rundet nur noch im Mittelfeld. Der Abgeschlagene macht deutlich: „Dann ist in einem Goldfleet die Chance auf einen guten Platz dahin.“ Tatsächlich bringen 20 m Höhenverlust kurz vor erreichen der Luvmarke durchaus einen Rückstand von 150 m auf dem schnellen Raumkurs und weiteren Verlusten wegen Windschädigungen durch die Voraussegelnden. „Ich habe das Gefühl, es hatte irgendwie nicht sollen sein.“ resümierte Buhl, sichtlich enttäuscht, aber sich andererseits sich voll im Klaren , dass „… dir im Hochleistungssport schwere Zeiten und bittere Erlebnisse nicht erspart bleiben. Gewinnen konnte unter Simon und mir nur einer. Er ist jetzt der Glückliche. Ich gratuliere ihm dazu.“ In der noch bevorstehenden Endphase der WM stehen nach dem heutigen Ruhetag am Samstag noch zwei Final Races (9. und 10. Race gesamt) und am Sonntag das Finale für die besten Zehn. Für Buhl endet die WM am Samstag, denn das Finale ist für ihn praktisch unerreichbar.
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5. Tag, Samstag, 17.12.: Final Races 3 und 4 (gesamt 9 und 10) Kein guter Tag, es gibt keinen tröstlichen Abschluss. Philipp Buhl segelt im Goldfleet einen 13. und 29. Vielleicht haben viele erwartet, dass Buhl hier einfach oder endlich mal richtig auftrumpft, nachdem bei ihm zuvor einiges nicht optimal gelaufen ist. Ich muss zugeben, das haben selbstverständlich auch wir selbst erhofft. Hierbei darf man die Erwartungen allerdings nicht überziehen. Einstellige Ergebnisse sind im Goldfleet nicht planbar. Und schließlich müssen Ergebnisse auch gerecht bewertet werden. Man sollte dazu richtig einschätzen können, was es heißt, in einem WM-Goldfleet unter z. B. die Top 5 zu fahren.
Zum besseren Verständnis ein paar Fakten beispielsweise zur ersten Tageswettfahrt (Platz 13):
Die WM in Perth, von der sich Buhl nicht nur das Bestehen der Qlympia-Qualifikation, sondern evtl. auch eine Medaille ausgerechnet hatte, geht für ihn mit einem 29. Platz zu Ende. Buhl räumt ein: „Dass es so kommt, hätte ich nicht für möglich gehalten.“ Natürlich sind wir enttäuscht und es besteht der Eindruck, dass sich der Sonthofener bei dieser WM unter seinem Wert verkaufen musste.
Freuen kann sich nun in seinem zweiten Olympia-Anlauf Simon Grotelüschen , der mit einem bis dato 2. Platz (Medalrace steht noch aus) ohne Wenn und Aber hervorragend geschlagen hat.
Auch wenn Buhl sein Ziel nicht erreicht hat, sollte nicht übersehen werden, dass seine erste Olympiakampagne nicht als erfolglos bezeichnet werden kann. Denn wäre da nicht ein so starker Gegner im eigenen Lager empor gewachsen, hätte Buhl jetzt das Olympiaticket in der Tasche. Beide haben seit 1996 im Laser erstmals wieder die hohe nationale Qualifikations-Hürde des Deutschen Olympischen Sportbundes geschafft, und zweifellos hätten auch Beide die Teilnahme bei den olympischen Spielen 2012 verdient. Leider darf bei den Seglern nur ein Athlet pro Disziplin und Nation starten. Für Philipp Buhl muss daher Olympia weiterhin ein Traum bleiben.
Das war’s von der WM in Perth.
Liebe Leser, danke für Eurer Verständnis, wenn die Mitteilungen teils etwas verspätet kamen.
Grüße aus Fremantle
Euer Berichtverfasser
Friedl Buhl
Von der zu Ende gegangenen ISAF-WM in Perth / Australien herzliche Grüße an alle meine Partner und Förderer, Fans und Gönner sowie meine Familie, Freunde und Bekannten und natürlich nicht zuletzt meinen Segelclub Alpsee Immenstadt (SCAI).
Ich bin sicher, Daumendrücker an meiner Seite hatte ich viele. Aber Ihr könnt natürlich auch keine Wunder bewirken. Vollbringen muss ich es letztlich. Leider ist es mir nicht gelungen. Trotzdem vielen Dank an euch alle!
Euer Segler
Philipp Buhl
Links zu diesem Event: Gesamtbericht zur WM (Erfahrungsbericht)
Ihre Nachricht wird garantiert gerne gelesen!
Vielen Dank für die Fanpost – auch wenn ich nicht immer auf alle eine Antwort schreiben kann! Bitte um Verständnis!
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Philipp Buhl eröffnet anschließend Einblicke in seine Empfindungen während wichtiger Stationen der Weltcup-Saison und danach.
Darunter ein Kommentar
(F. Buhl)
Philipps Generalprobe
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(Keine Foto-Montage!) Philipp Buhl wird Französischer Vizemeister und besteht seine sich selbst gestellte Probe mit Bravour. Hier taucht er nicht ab und etwa nach Abkürzungen wieder auf, obwohl es am letzten Tag den Anschein hätte erwecken können. Er demonstriert in Hyeres ein faszinierendes, schier unglaubliches Tempo. |
Philipps Generalprobe
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(Keine Foto-Montage!) Philipp Buhl wird Französischer Vizemeister und besteht seine sich selbst gestellte Probe mit Bravour. Hier taucht er nicht ab und etwa nach Abkürzungen wieder auf, obwohl es am letzten Tag den Anschein hätte erwecken können. Er demonstriert in Hyeres ein faszinierendes, schier unglaubliches Tempo. |
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Hyeres war für Philipp Buhl immer schon eines der besonderen Reviere. Die Segelwettkämpfe in dieser wind- und segeltechnisch sehr anspruchsvollen Meeresbucht an der Cote d’Azur bescherten dem Allgäuer unvergessliche Ereignisse, wobei auch Enttäuschungen nicht immer ausblieben. Die Mischung machte den Reiz. Und so gab es für ihn jüngst bei der „Champinat de France“ (Französische Meisterschaft) wieder einmal Schokoladenseiten. Buhl sicherte sich in der mit 68 Teilnehmer aus 9 Nationen, darunter zahlreiche Weltcupsegler, besetzten Regatta den Vizemeister.
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| Das Besondere war für Buhl jedoch weniger bis auf zwei Punkte an den Titelgewinn heranzupreschen, sondern mit Blick auf Inhalte seiner Generalprobe der traumhafte Abschluss. Dieser attestierte ihm neben dem mentalen und taktischen Bereich den Speed und das Leistungsvermögen auf sehr hohem Niveau. Denn am letzten Tag segelte Buhl bei kräftigem Wind drei souveräne erste Plätze. Buhl vertrat die Auffassung: „Die Französische Meisterschaft war das letzte Wettkampftraining vor Perth. Im Vordergrund standen die Überprüfung verschiedener Konzepte, die Feststellung von Speed und Leistungsvermögen, aber auch das Zusammenspiel mit meinem Vater als meinem persönlichen Trainer. Bin mit allem hoch zufrieden.“ |
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(Hyeres / Cote d’Azur, 29.10 / 01.11.2011 (Text und Bilder: Friedl Buhl))
Vom einwöchigem Gardasee-Training in Südfrankreich angekommen, ging es für den DSV-Kader ohne Pause in die Regatta um die Französische Meisterschaft im Laser als letzter Wettkampf vor der wichtigen und großen WM aller olympischen Klassen im Dezember.
Am ersten Tag übernahm bei leichtem bis mittlerem Wind der Olympia-Anwärter aus dem Oberallgäu mit einem 3. und 1. Platz die Tagesführung vor seinem Olympia-Kontrahenten Simon Grotelüschen (Lübeck) und dem Schweden Johan Wigforss. Der zweite Tag brachte erwartungsgemäß Leichtwind, bei dem Buhl sich möglichst gar keine Fehler erlauben sollte. Aber er bewies, was er auch bei solchen Bedingungen in petto hat. Er kreuzte die Ziellinie als Dritter und in der Folgewettfahrt als Elfter (sein späteres Streichergebnis). Dies war mehr der Tag für die Kaderkollegen Grotelüschen und Malte Kamrath (Berlin), die jeweils einen 1. und 2. Rang gesegelt hatten. Im Zwischenklassement führten somit die drei Deutschen. Im Nachhinein betrachtet konnte der dritte Tag für den Sonthofener als wichtiger Experimentiertag verstanden werden. Wind und Wellen waren mittelmäßig ausgeprägt und der thermische Einfluss infolge des sonnigen Wetters hatte immer wieder den Wind leicht verzogen, so dass auch die Großraumtaktik trotz augenscheinlich gleichmäßigen Windes diffizil blieb. Buhl belegte drei mittelmäßige Top Ten-Ergebnisse – gut, aber nicht sehr gut. Das Wertvolle und viel Wichtigere waren die späteren Auswertungen und Analysen. Buhl musste am nächsten Tag Vollgas geben, um am Rande auch noch den Meistertitel im Visier zu behalten. Vollgas wollte er auf jeden Fall geben. Er wollte es einfach wissen, und prognostizierte für sich und teils nach außen drei Siege für den Abschlusstag. Der Wind hatte gegenüber dem Vortag auf satte 3 und später teils 4 Beaufort zugelegt. In der achten Wettfahrt rundete der Segler vom Alpsee als Fünfter die Luvmarke und überholte vier Segler gleich auf dem folgenden Raumkurs. Auf dem Vorwindkurs war der bis dato führende Kamrath an der Reihe. Buhl baute hernach die Führung gegenüber dem Feld weiter aus und siegte vor Wigforss und Kamrath. In der Folgewettfahrt gab es für die 68-köpfige Konkurrenz so gut wie keine Chancen. Der Segler vom Alpsee führte vom Start bis ins Ziel. Auch hier ein deutlicher Abstand zum Feld. Nur der französische Topsegler Jean Baptiste Bernaz (nicht am Start in den ersten sieben Wettfahrten) war relativ nahe an ihm dran.
Dem Fighter des ersten und vor allem letzten Tages reichte es am Ende „nur“ zu Silber. Den Titel gewann Grotelüschen. Platz drei ging an den Schweden Wigforss. Gratualtion den Gewinnern. Der beste Franzose landete erst auf dem achten Platz. Es ist denkbar, dass Frankreich nicht unglücklich darüber ist, wenn künftig bei ihrer nationalen Meisterschaft die hochkarätige ausländische Konkurrenz wieder etwas dünner gesät ist.
Zuhause angekommen und regeneriert, beginnt für Philipp Buhl nun der Abschnitt seiner spezifischen und individuellen Vorbereitungen für eine ganz große Sache und Herausforderung.
Links:
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Philipp Buhl eröffnet anschließend Einblicke in seine Empfindungen während wichtiger Stationen der Weltcup-Saison und danach.
Darunter ein Kommentar
(F. Buhl)
Silbermedaille und Champions-Cup-Sieg als schöner Trost für verlorenen Laser-IDM-Titel
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Philipp Buhl:
„Eigentlich war das Event für mich recht erfolgreich.“
Zwischen den Zeilen gelesen heißt das, er konnte seine eigenen Erwartungen nicht voll erfüllen, obwohl er neben dem Laser-Vize auch noch den Champions-Cup-Sieg feiern konnte.
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Silbermedaille und Champions-Cup-Sieg als schöner Trost für verlorenen Laser-IDM-Titel
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Philipp Buhl:
„Eigentlich war das Event für mich recht erfolgreich.“
Zwischen den Zeilen gelesen heißt das, er konnte seine eigenen Erwartungen nicht voll erfüllen, obwohl er neben dem Laser-Vize auch noch den Champions-Cup-Sieg feiern konnte.
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Unter großteils schwierigen und vereinzelt sogar grenzwertigen Leichtwindbedingungen gewinnt Philipp Buhl auf der Ostsee vor Travemünde die Silbermedaille bei der IDM der olympischen Laser-Klasse. Das erstrangige Ziel, die Titelverteidigung, gelang ihm wegen 10 m Rückstand im Medal-Race nicht. Jedoch hatte er alle Karten in der Hand, er hatte einige wohl etwas leichtfertig oder unglücklich gespielt. Den Titel übernahm dafür erstmals in seiner Profikarriere Kaderkollege Malte Kamrath (Berlin). Ebenso wurde Buhls Rivale um das Olympiaticket, der Lübecker Simon Grotelüschen, trotz des oft zitierten Heimvorteils seiner Favoritenrolle nicht ganz gerecht. Er durfte bei der Siegerehrung die Bronzemedaille in Empfang nehmen.
Damit stand bei den Lasern unangefochten das dreiköpfige Olympia-Nationalteam auf dem Siegerpodest. Dieses Team, das den Namen auch verdient, führte damit den 45 Konkurrenten vor, wer an der deutschen Laser-Front das Sagen hat – wir im Süden würden sagen: „… wo dr Barthl de Most holed.“ So muss es auch sein, und nur so beeindrucken sie als Vorbilder den Nachwuchs.
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Das war für Buhl an Erfolg in Travemünde noch nicht alles. Es gab dort nämlich eine „Gesamtdeutsche Meisterschaft“ aller olympischen Klassen und als Premiere ein anschließendes „Laser-SB2“-Match-Race unter den Siegern aller acht olympischen Seglerklassen. Kamrath holte sich Buhl und Oliver Lewin (Kiel) an Bord. Die drei gewannen diesen Campions-Cup und demonstrierten somit auch, was Laser-Segler drauf haben. Kamrath war damit der Doppelsieger und gleichzeitig der Erfolgreichste von Travemünde 2011. |
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(Travemünde / Ostsee, 30.09 / 03.10.2011 (Text und Bilder: Friedl Buhl))
Die teils sehr schwachen Schönwetterwinde auf der Ostsee machten es dem Segler vom Alpsee nicht einfach, denn seine besonderen seglertechnischen Stärken kann er vor allem ab mittleren Windstärken voll entfalten. Trotzdem konnte Buhl gleich in der ersten Hauchwind-Wettfahrt einen Sieg verbuchen. Sein Prinzip: „Trotz gewisser Vorlieben mag ich alle Winde und nehme sie gerne an, wie immer sie auch kommen.“ Außer ein weiterer Wettfahrtversuch war am ersten Tag windbedingt nicht möglich.
Am zweiten Tag ließ der Wind die Veranstaltung noch mehr im Stich. Außer Abwarten auf dem See ging nichts. Erinnerungen an den Chiemsee vor vier Jahren wurden wach, als alle für eine Meisterschaft nötigen vier Wettfahrten gerade noch am letzten Tag unter Dach und Fach zu bringen waren.
Der dritte Tag hatte es in sich: Immer noch Schwachwind, eine Schwachwindwettfahrt, eine abgeschossene Wettfahrt, dann langes Warten auf den hoffentlich wenigstens etwas stärkeren Wind aus West, der als Vorbote des sich anbahnenden Wetterumbruchs zu erwarten war. Tatsächlich war es plötzlich soweit.
Bei der besagten Leichtwindwettfahrt querte Buhl die Ziellinie als Zweiter und behielt die Führung in der Zwischenbilanz.
Im dritten Wettbewerb sah es an der Startkreuz so aus, als wollte Buhl durchstarten. Bei 2 Beaufort Windstärke rundete er klar voraus die Luvmarke. Auf der zweiten Kreuz des Up and Down-Kurses zeigte sich, wie schwierig der Wind unmittebar an der Travemündung zu nehmen war. Buhl lag plötzlich auf dem sechsten Rang, im Ziel auf dem fünften. Kamrath zog nun insgesamt mit Buhl punktgleich. In dieser Wettfahrt unterlag Grotelüschen mit einem 17. Rang einem heftigen Ausrutscher, den er mangels Wettfahrten nicht mehr streichen konnte. Ansonsten hätte es später auf den Podesten möglicherweise auch anders aussehen können.
Auch Buhl blieb ein gravierender Ausrutscher nicht erspart. Es spielte sich in der vierten und letzten Quali-Wettfahrt ab. Nach Startkomplikationen segelte ihm die erste Feldhälfte zunächst davon und er rundete erst als 22. die erste Luvmarke. Kamrath, in Führungsposition, sah den Titel wohl schon greifbar nahe. Doch der Allgäuer vollbrachte so etwas wie ein Kunststück. Er tauchte auf dem letzten Vorwind plötzlich wieder in der Führungsriege auf und beendete als Dritter, nicht weit hinter seinen Kollegen aus dem Germany Sailing Team-Rennstall. Am Ende des Qualifyings musste Buhl die Führung um zwei Punkte an Kamrath abgeben, Grotelüschen war Dritter.
Für das Medal-Race war um die Podestplätze für die drei Weltcupsegler alles offen. Gleichzeitig war ihr Vorsprung groß genug, um sich vor der übrigen Konkurrenz sicher fühlen zu können. Buhl musste für den 100%-igen Endsieg „nur“ Kamrath schlagen und wegen der Gefahr von Seiten Grotelüschen besser als Siebter abschneiden. Das roch nach großer Spannung, denn auch nach Buhls Einschätzung „… ist Malte ein sehr guter Leichtwindsegler und Simon besonders im Medal-Race ein gefährlich Gegener.“ Seine Stärken auch ganz allgemein habe er – so Philipp - auch in den Kieler Trainings der letzten Zeit immer wieder unter Beweis gestellt.
Das hoch spannende Finale gewann Grotelüschen, und Kamrath blieb im Ziel 10 m vor Buhl. Damit war seine Titelverteidigung mit knapper Differenz nicht erfolgreich. Der Schnellste in diesem Finale war übrigens der Schweizer Christoph Bottonie, der bereits ab der Startkreuz permanent in Führung lag. Er durchsegelte nach seinen Worten nicht das Ziel, weil er am Ende sich nicht in die Platzierung unter den Deutschen einmischen wollte.
Das letzte Wort soll hier jetzt dem Nachwuchs gehören. Es sind einige sehr gut gesegelt, auch wenn sie nicht am Podest kratzen konnten. Denken wir z. B. an die beiden jungen Bayern, die DC-Kader-Athleten Fabian Gielen (Lindau, LYC) und Sebastian Bühler (Günzburg, DTYC). Letzterer schaffte es souverän ins Medal-Race und Fabian verpasste es leider um 0 Punkte. Schade für ihn! Trotzdem Gratulation an euch beide und macht so weiter!!
Links: Gesamt-Ergebnisse Laser Männer Homepage IDM und Campions League
Medien Laser-Medalrace im Internet-TV IDM-Bericht der Deutschen Laserklasse (von Philipp Buhl) Kreisbote Sonthofen Oberallgäu Kleinwalsertal |
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Philipp Buhl eröffnet anschließend Einblicke in seine Empfindungen während wichtiger Stationen der Weltcup-Saison und danach.
Darunter ein Kommentar
(F. Buhl)
IDM: Der Titelverteidiger
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Dieser Segler macht mit seinem Auftritt in Travemünde bei der Gesamtdeutschen IDM 2011 Spannung bereits im Vorfeld spürbar. |
IDM: Der Titelverteidiger
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Dieser Segler macht mit seinem Auftritt in Travemünde bei der Gesamtdeutschen IDM 2011 Spannung bereits im Vorfeld spürbar. |
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Seit er 2005 15 war, verging kein Jahr mehr, in dem er bei der alljährlichen Laser-IDM nicht einen Podestplatz zu verteidigen hatte – zunächst als Jugendlicher, Junior und frühzeitig bei den Großen. Nicht immer kehrte der Segler vom Alpsee mit dem Titel heim, aber erstaunlich oft. Im Rückspiegel betrachtet verbindet sich mit ihm und seinem unmittelbaren familiären Supportumfeld eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte. Aber auch sein Segelclub und seine Partner können stolz darauf sein: 4 x Gold, 1 x Silber, 1 x Bronze. So lautet Philipp Buhls nationale Meisterschafts-Bilanz, von der internationalen ganz zu schweigen. Sie ist unter deutschen Nachwuchsseglern ziemlich einmalig. |
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(Sonthofen, 25.09. und Travemünde, 30.09./03.10.2011; Text u. Bilder: Friedl Buhl)
Der Allgäuer wird an der Ostsee vor Travemünde als Titelverteidiger antreten. Dort hatte er bereits als Junior die Goldmedaille gewonnen. Und vor vier Jahren, als ebenso wie jetzt in Travemünde im Vorjahr der olympischen Spielen eine Gesamtdeutsche Meisterschaft ausgetragen wurde (damals am Chiemsee), schnappte der Sonthofener als Junior den Männern, den professionell agierenden Kaderathleten, im olympischen Laser den Titel weg. Das war sensationell! Spätestens hier hatte sich der damals aktuelle Junioreneuropameister und JoWM-Dritte im obersten deutschen Rennstall gehörigen und anhaltenden Respekt verschafft
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Für Buhl wird es jetzt in Travemünde aber nicht zentral um den IDM-Erfolg gehen. Es ist für ihn in der nachsaisonalen, an Events abklingenden Jahreszeit nochmals ein Wettkampf-Trainingsprozess, der mit Blick auf Perth / Australien bedeutsam ist. Selbstverständlich ist Spannung bereits im Vorfeld sichergestellt, wenn die beiden Olympia-Kontrahenten Buhl und Simon Grotelüschen hier nochmals aufeinandertreffen. Der Ausgang hat aber nichts mit der Bepunktung um das einzig zu vergebende Laser-Olympia-Ticket zu tun. Spannung lässt auch erwarten, wie sich die übrigen deutschen Topsegler im fast 50 Boote starken Feld schlagen werden. Allen voran ist hier der dritte Segler der Deutschen Nationalmannschaft, Malte Kamrath aus Berlin, zu nennen. Und natürlich nicht zu vergessen die zahlreichen ambitionierten jungen Nachwuchssegler, die sich in Travemünde mit ein paar Weltklasse-Seglern, vielleicht auch ihren Vorbildern messen und nach nationalen Lorbeeren strecken können.
Links: Sailing Team Germany (erwarten Sie interessante Aufzeichnungen)
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Philipp Buhl eröffnet anschließend Einblicke in seine Empfindungen während wichtiger Stationen der Weltcup-Saison und danach.
Darunter ein Kommentar
(F. Buhl)
Wenn Erfolge als Niederlagen empfunden werden
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Philipp Buhl eröffnet Einblicke in seine Empfindungen während wichtiger Stationen der Weltcup-Saison und Olympiakampagne 2012. Anschließend ein Kommentar zum Thema |
Wenn Erfolge als Niederlagen empfunden werden
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Philipp Buhl eröffnet Einblicke in seine Empfindungen während wichtiger Stationen der Weltcup-Saison und Olympiakampagne 2012. Anschließend ein Kommentar zum Thema |
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(Sonthofen, 09.2011)
Einblicke: Knapp zwanzig Meter waren es, in dem legendären Laser Medal-Race bei der Kieler Woche 2011. Kurz vor der Ziellinie war die Luft raus, der Herzschlag sank, die Enttäuschung wuchs. Und schließlich: Kein Sieg im Finale, kein Kieler Woche-Sieg, kein Triumph sondern eine Niederlage und wieder wertvolle und greifbar nahe Punkte im Kampf ums Olympiaticket schmerzlich eingebüßt. |
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Erst zwei Wochen zuvor hatte ich es endlich geschafft, mich aus meinem bisher größten Tief meiner Sportkarriere zurück zu kämpfen. Mühsam und langsam bahnte ich mir den Weg zurück an die Weltspitze, zurück auf das Niveau, auf dem ich bereits ein Jahr zuvor schon war. Pünktlich zum Start der Olympia-Quali in Weymouth stimmte die Form wieder und damit auch die Ergebnisse. Bester deutscher Laser-Segler und auf Platz vier vor dem Medal-Race. Dann dieses letzte Rennen. Mit einem gefühlten Lächeln am Start und dann auf dem letzten Platz mit Enttäuschung durchs Ziel: Das war’s zunächst! |
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Das Ende von Weymouth abgehakt startete ich hochmotiviert bei der Kieler Woche. Vor dem Medal-Race war eine Medaille bereits sicher, mit besten Chancen auf den Sieg. Die Regel war einfach: Im Medal-Race vor Hauptkonkurrent Simon bedeutet, Kieler Woche-Sieg und Höchstzahl an Olympia-Punkten einstreichen. Mit meinem Bug an seinem Heck vorfolgte ich ihn über den gesamten letzte Vorwindkurs, weit abgesetzt vom Rest der Konkurrenz. Den Abstand zu Simon verringerte ich nur um Zentimeter, der zur Ziellinie schmolz nur so dahin. Die Zeit und mein Puls rannten - bis zu eben diesen letzten zwanzig Metern, als die Zeit stehen blieb. Zwei Niederlagen innerhalb kürzester Zeit trotz persönlicher Topform zermürben. Ich suchte den Abstand von jeglichem Segeln in meiner Heimat, versuchte mich etwas im FD meines Vaters – alles, nur kein Laser! Bis vor ein paar Tagen, als mein Vater wieder in seinen FD und ich wieder in meinen Laser stiegen. Er segelte Regatta, während ich meinen Laser nur für ein paar sonnige Einheiten wässerte. Ein paar Stunden alleine mit dem Laser auf dem Gardasee, viele Stunden Hitze, einige Pizzen und jede Menge braun gebrannte Bikini-Models – was gibt es besseres zum Aufladen der Akkus? Zur Krönung des Urlaubs dann mein persönliches Highlight. Foto-Shooting aus einem ganz neuen Blickwinkel – von oben. Bilder aus der Vogelperspektive. In einer halben Stunde war alles erledigt und das Ergebnis ist beeindruckend. Mit nachgefüllten Akkus geht’s jetzt nach Kiel, um mich dort wieder so langsam dem Studium und natürlich dem Segeln zu widmen. Und das mit coolen Pics und schönen Erinnerungen an ein außergewöhnliches Foto-Shooting.
Philipp Buhl |
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Kommentar Der Leistungssport kann gnadenlose und belastende Formen annehmen, weil oft nur der Beste oder bestenfalls die besten Drei die erstrebte Beachtung finden. Alle weiteren, sicher auch erstklassige Leistungen zählen vergleichsweise nichts mehr. Daran haben die Medien aufgrund ihrer immer mehr ausufernden Schlagzeilensüchtigkeit eine gehörige Portion Mitschuld. Gnadenlosigkeit empfindet der Sportler auch dann, wenn winzige Differenzen eine Niederlage besiegeln. In übrigen Lebensbereichen werden zur Minderung von Härten vielfach – wenn es eng wird - Ermessenspielräume zugunsten des Betroffenen genutzt, z. B. bei der Notengebung. Im Leistungssport geht das nicht, und es gibt hier auch in Extremfällen keinen Pardon. Hier verlor jüngst eine Leichtathletin die Goldmedaille und wurde um ihre Lebensleistungen und ihren Karrieregipfel gebracht, weil beim Weitsprung nur ein Büschelchen ihrer Haare etwas früher in den Sand streifte. Eigentlich absurd!! Eine andere Sache ist die Olympia-Qualifikation im Segeln. Hier kann eine Nation grundsätzlich nur einen Athleten nominieren, was in vielen anderen Disziplinen so hart nicht begrenzt ist. Diese Regelung ist aus verschiedenen Gründen mehr oder weniger notwendig und somit nachvollziehbar. Die verbliebenen deutschen Qlympia-Aspiranten Philipp Buhl und Simon Grotelüschen würde man am liebsten beide 2012 nach London / Weymouth entsenden. Sie haben schon heute bewiesen, dass sie würdige und sogar Medaillen-verdächtige Kandidaten für die XXX. Sommer-Olympiade sind. Und sie haben beide bereits nach zwei von drei Qualifikations-Wettkämpfen sowohl die internationale als auch sehr hohe nationale Leistungs-Norm höchstwahrscheinlich vorzeitig geschafft, und zwar so deutlich wie keine anderen deutschen Athleten der zehn olympischen Seglerdisziplinen. Und dies ausgerechnet in der überaus konkurrenzstarken Laser-Klasse, in der es seit 1996 (Laser war erstmals anstatt FD olympisch) kein Deutscher mehr zu einer Olympia-Teilnahme brachte. Dazu ist beiden Athleten nur zu gratulieren. Und die beiden sind es insbesondere, die mit ihrem Kampfgeist und ihrer unerschütterlichen Zuversicht den deutschen Segelsport im Hochleistungsbereich aus dem jahrzehntelangen Tief wieder in Richtung Aufwind und berechtigte Hoffnungen befördert haben. Allerdings wird unweigerlich auch der Gedanke lebendig, dass der Jüngere im Bunde enorme Schub- und Zugferd-Effekte im Kieler Olympiastützpunkt auslöste. Der erst 21-jährige Allgäuer aus dem Süden Bayerns glänzte mit seinen außergewöhnlichen nationalen und internationalen Spitzenerfolgen schon seit Jahren und damit schon während seines Anmarsches auf den Nationalkader in Kiel. Er realisierte und führte anhaltend und zielgerichtet vor, was eben doch möglich ist und wovon die meisten hierzulande nur träumten. Wenn Philipp zu Weymouth und Kiel von „Zwei Niederlagen innerhalb kürzester Zeit … zermürben.“ spricht, spricht dies Bände, wie sehr in disem Fall ausgerechnet Trainingpartner und Kollegen plötzlich zu den erstrangigen sportlichen Gegnern umgepolt werden können und wie hoch der Erfüllungs- und Erwartungsdruck sein muss. Denn in Wirklichkeit waren Weymouth in Kiel für beide zwar nicht rundum die perfektest gelungenen Events, aber doch hoch positive und unvergessliche Erfolgsgeschichten: Zwei deutsche Laserpiloten bei namhaften Weltcups klar unter den Top Ten, die zudem noch auf Gold- und Silberrang lagen und im Finale dem Publikum vor heimischer Kulisee den Atem stocken ließen. Das gab es zuvor nicht. Welch ein Gewinn für den deutschen Segelsport! Er ist wieder in der Weltspitze präsent. Simon war in beiden Weltcups der im Ziel schnellere Medal-Racer, während sich Philipp jeweils in der Gesamtwertung über die Fleetrace-Wettbewerbe als der Überlegene erwies. Der erfolgreichere Finalist profitierte vor allem vom doppelten Gewicht der Abschlusswettfahrt. Wie gewichtig der nunmehrige summa summarum 6 Punkte-Vorsprung des Lübeckers ist, wird sich im Winter in Australien bei der WM, beim Olympiaticket-Finale der beiden neuen Protagonisten deutscher Leistungssegler herausstellen.
Friedl Buhl
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Philipp Buhl eröffnet anschließend Einblicke in seine Empfindungen während wichtiger Stationen der Weltcup-Saison und danach.
Darunter ein Kommentar
(F. Buhl)
Wenn’s der Terminkalender zulässt
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Die große Laser-Kuhschelle einmal mehr für Philipp Buhl. |
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Die Laser Kuhschellenregatta seines Heimatclubs war einst einer seiner wichtigsten Wettkämpfe. Für den vielleicht sensationellsten Kuhschellen-Sieg sorgte er 2001, vor genau 10 Jahren, als gerade mal 11-jähriger und mit Abstand jüngster Teilnehmer zugleich. Es war Philipp Buhls erster Sieg (damals noch im Radial) bei dieser namhaften und leistungsstark besetzten Laser-Regatta des Segelclubs Alpsee Immenstadt. Bemerkenswert ist: Bub Philipp hatte eine Top-Platzierung ins Visier gefasst und sich sogar getraut, dies – wenn auch nur halblaut und zurückhaltend – zu äußern. Nur wenige hätten es für möglich gehalten, dass später auf dem Siegerfoto der Kleinste in der Siegergruppen-Mitte die größte Kuhschelle empor heben wird. (Rückblick!) (mehr? >>)
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Seitdem sind Jahre vergangen und die großen Kuhschellen haben sich zu Hause angesammelt – übrigens auch im Zusammenhang mit FD-Regatten der gleichen traditionellen SCAI-Regattaserie. Jüngst gewann Buhl wieder einmal mehr diese Regatta im Laser Standard - mit der Traumpunktzahl – mit drei Siegen. |
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(Immenstadt, 13./14.08.2011 (Text, Bilder: Friedl Buhl) Über zwei Jahre ließ der überfüllte Terminkalender des Weltklasseseglers vom SCAI eine Teilnahme bei der Home-Laser-Regatta nicht mehr zu. Doch heuer klappte es wieder, und er nahm die kleine Herausforderung am Rande seiner sonstigen übergeordneten Aktivitäten gerne an. Natürlich war er der Top-Favorit schlechthin - wie sollte es auch anders sein. Ein erfolgreicher Segler auf der obersten Ebene sollte im Normalfall eine lokale Regatta zuverlässig und klar gewinnen. Das erwarten seine Fans und letztlich alle! Und es mag sein, dass der eine oder andere auch gedacht haben mag, es sei für einen wie Buhl schließlich keine große Kunst, hier zu gewinnen. Diese Sichtweise stimmt durchaus. Die Kunst besteht aber vielmehr darin, in diesen Zustand zu kommen.
In der zweiten Wettfahrt lief alles ganz anders. Buhl und sein Vater waren damit beschäftigt, einen Defekt am dringend benötigten Anlegesteg zu reparieren, während Wettfahrtleiter Ali Seltmann außergewöhnlich zügig und für uns unbemerkt auf dem See bereits den nächsten Start vorbereitete. Plötzlich das Minutensignal – und dann eine selten beobachtbare Szene: Buhl steckte eiligst den Mast, schob rennend sein Boot zum Wasser, zauberte im Handumdreh’n Schwert und Ruder in Position und fädelte die zu allem Überfluss noch verknotete Großschot hektisch auf dem Wasser ein. Währenddessen war der Startschuss gefallen und der Verspätete musste erst noch über 300 m in Gegenrichtung zur Startlinie segeln. Damit waren für ihn ein gewaltiges Handicap und schließlich eine besondere Herausforderungssituation gegeben. Buhl nahm’s gelassen, natürlich nicht entmutig, sondern mit Kampfgeist, wie man ihn kennt. Nach einsamem Start jagte er aus fast hoffnungsloser Distanz das ganze Feld, bald nur noch das halbe und arbeitete sich weiter vor bis ans Ende des ersten Drittels. „Mehr ging einfach nicht mehr.“ Diesen 12. Platz – zweifellos so wertvoll wie ein 1. – sollte später sein Streichergebnis werden. |
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In der dritten und vierten Wettfahrt konnte Buhl die Ziellinie wieder mit Bestzeit passieren. Dafür musste er sich aber aufgrund des leichten Windes um zwei Beaufort - vor allem mit Blick auf seinen nächsten Verfolger Lukas Merz (Bromachsee) - durchaus anstrengen und durfte sich auch nicht kleinere Fehler oder Schwächen erlauben. Merz segelte zweifelsfrei sehr gut, aber gegen den Favoriten kam ihm vor allem der leichte Wind entgegen. Buhls Kampfgewicht ist deutlich höher und für hochrangige Evenst auf den viel windreicheren Revieren ausgelegt, wo man ansonsten nur sehr bedingt Chancen hätte.
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Weitere Links: |
Weit mehr als nur ein Segelspaß …
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… bedeuten für Philipp Buhl seine Aktivitäten im legendären FD. Erstaunliche Leistungen von Philipp Buhl mit Stefan Waibel bei der FD-IDM. |
Weit mehr als nur ein Segelspaß …
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… bedeuten für Philipp Buhl seine Aktivitäten im legendären FD. Erstaunliche Leistungen von Philipp Buhl mit Stefan Waibel bei der FD-IDM. |
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Seine zwei Laser, mit denen er die Trainings und Regatten der Weltcupsaison 2011 durchackerte, stehen seit dem Weltcupfinale Ende Juni unbenutzt in der Bootshalle des Olympiastützpunkts in Kiel. Aktive Erholung von den extremen physischen und mentalen Beanspruchungen stand auf dem Programm. Diese Regeneration gestaltet jeder Leistungssportler individuell. Sie ist einerseits Schlussteil einer Saison, aber andererseits bereits ein wichtiger Teil für die kommenden Einsätze, denn bekanntlicher Weise gilt stets: „Danach ist auch davor.“ Deshalb ist die richtige Gestaltung von großer Bedeutung. Für Philipp Buhl bedeutet aktive Regeneration nicht nur relaxen oder gar Nichtstun. Wie sein Plan in dieser Phase genau aussieht, bleibt weitgehend seine Sache und vielleicht auch etwas sein Geheimnis. |
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Nicht alleine seine Sache waren die zwischenzeitlich zwei Regatten im Flying Dutchman. Wie berichtet, gelang Buhl mit Vorschoter Adalbert Netzer ein glänzender Erfolg bei der sehr stark besetzten FD-WM am Gardasee. Nun startete Buhl auch bei der IDM der FD-Klasse auf dem Schluchsee im Hochschwarzwald. Er holte sich mit Stefan Waibel einen anderen Vorschoter aus seinem Club, obwohl er mit Netzer am Gardasee sicher vollauf zufrieden war. Beide Vorschoter weisen sehr unterschiedliche Eigenschaften auf, aber es besteht dennoch eine sehr interessante Parallele: Buhl ist mit keinem zuvor im Team gesegelt, obwohl das Zusammenspiel gerade im FD hoch sensibel ist und daher längere Einspielungszeiten für den Erfolg äußerst relevant sind. Gezielte Absicht!? Die meisten Teams segeln bereits Jahre und teils Jahrzehnte zusammen und die Schnittstelle Steuermann – Vorschoter arbeitet bei ihnen wie automatisiert. Diese Komponente konnte oder wollte Buhl nicht einbringen und sich trotzdem messen. |
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(Schluchsee / Schwarzwald, 21./23.07.2011, (Text und Bild: Friedl Buhl)) Zwischen Gardasee und Schluchsee, dem höchstgelegenen Segelrevier Deutschlands, liegen Welten, was die Eigenschaften der Winde sowie die daraus resultierenden Anforderungen an die Taktik, Segeltechnik usw. betrifft. Für den Schluchsee war klar, dass es aufgrund der bekannt schwierigen Windverhältnisse und diffizilen Reviertaktik besonders auch auf eine ausgefeilte Segel- und Manövertechnik ankommen wird. Buhl stellt später fest: „Ich glaube, es gibt kaum sonst wo ein Segelrevier mit solch unregelmäßigen und drehende Winden.“ Obwohl Buhl / Waibel mit der ersten Wettfahrt gleichzeitig ihr Teamhandling einzuüben begannen, segeltn sie drei Platzierungen um die Top Ten. Damit verweisen sie in den einzelnen Wettfahrten mehrere hoch erfahrene Teams auf die Plätze. Auffällig war, dass Buhl / Waibel sehr eindrucksvolle Starts und Startkreuzen aufführten. Die erste Luvmarke rundeten sie meist in der Führungsriege. Es war ihnen aber nicht möglich, die Positionen zu halten. Verschiedene kleine Fehler und Unstimmigkeiten haben in einem hoch qualifizierten Feld eben schnell schmerzliche Auswirkungen und summieren sich auf Kosten von Plätzen. Buhl hatte dazu eine klare Meinung: „Ich stehe hier nicht unter Druck. Mir waren auch andere Dinge als nur gute Plätze wichtig: Gutes tun für einen jungen FD-Interessierten, für meinen Club und auch werben für eine geniale Jolle.“ |
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Am zweiten Wettfahrttag gelang Buhl / Waibel mit einem dritten Platz ein erster Durchbruch zu den Spitzenplätzen. Die Konkurrenz konnte spätestens jetzt erahnen, dass dieses jüngste Team mit Deutschlands Laser-Spezialist am Steuer zunehmend auch für den engsten Favoritenkreis gefährlich werden könnte. Am letzten Wettfahrttag standen noch zwei Bewerbe auf dem Regattaprogramm. Das Alpsee-Team rundete praktisch zeitgleich an zweiter Position die Luvmarke. Und der Wind demonstrierte wieder einmal und heute ganz besonders, was er durcheinander zu würfeln vermochte. Buhl / Waibel wurden kurzerhand Hand auf die 15. Stelle zurückgesetzt. Aber ihr Vorwärtsdrang erwies sich als unbändigen, und sie kämpften. Im Ziel sprang die sechste Position heraus. Buhl / Waibel schienen zwischenzeitlich ihre Teamarbeit immer besser im Griff zu haben. Bei zwei weiteren Wettfahrtversuchen bis etwa zur Kursmitte waren die beiden jedes Mal die Schnellsten auf der Startkreuz und ließen sich im weiteren Verlauf aus der Spitzengruppe nicht mehr zurückreichen. Leider kam es wegen Winddrehern, welche die Wettfahrtleitung zum Schluss als nicht mehr verantwortbar bewertete, jeweils zum Abbruch und schließlich endete die IDM mit einer Wettfahrt unter Programm-Soll. Schlussendlich belegte das Team vom SCAI, das ihren IDM-Auftritt auch als ihre Team-Premiere benennen kann, den elften Rang. Ihre Clubkameraden als über Jahrzehnte eingeweihte FD-Teams beendeten als Neunte (Helmut Löther / Michael Klawitter, früher bereits fünffache Deutsche Meister) und Zwölfte (Huber Waibel / Bene Wiedemann). Die neuen Deutschen Meister heißen Kay-Uwe Lüdtke / Kay Schäfers (Berlin / Westfalia). Sie gewannen souverän und hochverdient. Gratulation. |
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Weitere Links: Ergebnisse (Das Hinsurfen ist leider etwas unübersichtlich.) |
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Philipp Buhl hat’s auch im Flying Dutchman drauf!
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Philipp Buhl / AdalbertNetzer (SCAI) auf dem Weg zu ihrem größten Erfolg im Flying Dutchman: Platz 6 und beste deutsche Mannschaft bei der WM auf dem Gardasee. (Bild: Coletta Buhl) |
Philipp Buhl hat’s auch im Flying Dutchman drauf!
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Buhl / Netzer bei WM Platz 6, bestes deutsches Team und noch mehr Auf die Laser-EM in Finnland hatte Weltcup-Segler |
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Mit dem über 26 Jahre alten FD seines Vaters schrieben Buhl und Netzer eine Erfolgsstory, wie sie sich keine schönere hätten wünschen können. Über neun Wettfahrten und unter 130 Mannschaften aus 22 Nationen belegten sie den sechsten Platz. Damit führen die beiden Allgäuer auch das starke deutsche Teilnehmerfeld an. Und mehr noch: Für ihren Club erkämpften die beiden vom Immenstädter Segelclub SCAI das hochkarätigste Ergebnis, das je ein Team aus seinen eigenen Reihen bei einer WM erringen konnte.
Der Immenstädter Peter Lang gewann vor über 20 Jahren den FD-WM-Titel mit Steuermann Albert Bazil vom Bodensee. Buhl / Netzer topten mit ihrem jetzigen WM-Erfolg auch das SCAI-Erfolgsteam Helmut Löther / Michael Klawitter, die 2004 vor Warnemünde Neunte wurden.
Vorschoter
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(Malcesine / Gardasee / Italien, 03./09.07.2011, (Text und Bilder: Da ein so großes FD-Feld unter reellen Bedingungen nicht zu starten ist, wurden die Mannschaften in vier Gruppen und zwei Fleets unterteilt. In jedem Fleet (ca. 65 Boote) segelten während der sechs Qualifying-Races zwei durchgetauschte Gruppen gleichzeitig. Auf dem nördlichen Gardasee erwartete die Segler vorwiegend der berühmte Südwind (Ora) um 3 bis 4 Beaufort. Diese stellt bei Malcesine, wo sich der See mehr öffnet, wesentlich diffizilere und komplexere Anforderungen an Reviertaktik als es weiter im Norden Richtung Torbole der Fall ist. Mit einem Sieg gleich in der ersten Wettfahrt überraschte das zu diesem Event erstmals zusammen segelnden Team Buhl / Netzer mit einem „unüberhörbaren Paukenschlag“. Wer hier an einen Zufallstreffer glaubte (es waren sicher einige), irrte gründlich. Denn im Verlauf der Qualifizierungsserie aus insgesamt sechs Wettfahrten verschafften sich die Segler vom Alpsee rasch zunehmenden Respekt vor der Konkurrenz. Sie ersegelten meist Top Ten-Platzierungen und positionierten sich in den Zwischenklassements einmal an fünfter und zum Ende des Qualifyings an achter Position. Wiedemann / Beichl qualifizierten sich als Elfte für das Goldfleet – ebenso eine sehr beachtliche Leistung. Von jetzt an war es doppelt schwer, denn im Goldfleet fightet die beste Hälfte unter sich. Buhl / Netzer segelten gleich im ersten Final-Race ihr genialstes Rennen und erklommen erneut einen faszinierenden Zwischentriumpf. Nach schwierigem aber gut gelungenem Start (Startlinie war unmöglich ausgelegt) kämpften sie sich bei hohem Speed zügig mit der Weltelite an den Kopf des Feldes. Nach dramatischen und spannenden Positionswechseln, vor allem mit den in der FD-Klasse dominierenden Dänen Jorgen Bojsen-Moller / Jacob Bojsen-Moller waren Buhl / Netzer im Ziel bei fast einer Minute Vorsprung die souveränen Sieger. Damit gab es kein Team dieser WM, welches sie nicht geschlagen haben. |
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Auch das zweite Final-Race ließ mit der siebten Position kaum Wünsche für die Allgäuer offen. Statt möglicherweise eine Top-Abschlusswettfahrt hinzulegen, mussten sie wohl oder übel einen Broken Pech verdauen. Buhl / Netzer mussten im Hafen bleiben, konnten eine unumgängliche Reparatur (fortschreitender Riss im Ruderbeschlag) in der nur kurzen Wettfahrtpause nicht mehr abschließend reparieren. Sie durften dafür zusehen, wie Clubkamerad Wiedemann mit Beichl ein hervorragender vierter Platz gelang, und Bojsen Mollers unangefochten gewannen. Obwohl sie wegen des DNC schmerzlich auf ein Verbesserungspotential verzichten mussten, schafften Buhl / Netzer ein sensationelles Gesamtresultat: Platz sechs und damit auch beste deutsche Mannschaft.
Das i-Tüpfelchen setzten zwei weitere Sonderpreise für das SCAI-Team: Gewinner unter den Mannschaften mit einem über 25 Jahre alten Boot. Und der 21-Jährige Buhl war bester Steuermann unter 26 Jahren.
Seglertalent Buhl unterstrich bei dieser WM am Rand seiner Hauptaktivitäten einmal mehr sein hochwertiges und universelles Segler-Geschick. Er stellte fest: „Es war für uns nicht nur großer Spaß und Wettkampfsegeln auf hohem Niveau, sondern speziell für mich auch ein hervorragendes Training für’s Laser-Segeln (Buhls erstrangige Sportdisziplin)“. Der Laser-FD-Spezialist fügt hinzu: „Gerade auch für die mentale Seite war es eine sehr wertvolle Übung. Denn bei all dem großen und bleibenden Respekt vor den Berühmten der Flying Dutchman-Klasse habe ich erfahren, wie wir auch sie erfolgreich attackieren konnten.“ Die neuen FD-Weltmeister Die Bronzemedaille dieser WM holte der Worldchampion (1998) Enno Kramer mit Vorschoter Ard Geelkerken (Niederlande). |
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Stolz auf ihre Topleistung bei der FD-WM:
6. Platz von 130 Teams aus 22 Nationen; beste Deutsche; die Schnellsten mit Boot über 25 Jahre alt und bester Steuermann unter 26 Jahren.
Das Erfolgsteam Philipp Buhl (links, Steuermann) mit Vorschoter Adalbert Netzer bei der Siegerehrung in Malcesine.
(Bild: Friedl Buhl)
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Links:
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Segler Philipp Buhl zeigt sein universelles Geschick
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In der Entspannungsphase "back to the roots": Zurück in den FD - als kleinen Abstecher. |
Segler Philipp Buhl zeigt sein universelles Geschick
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In der Entspannungsphase "back to the roots": Zurück in den FD - als kleinen Abstecher.
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Infos in Kürze:
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Ein wenig aus dem Nähkästchen Warum zurück in den Flying Dutchman (FD)?Philipp Buhls Entwicklungsgeschichte ist sicher keine gewöhnliche. Während die meisten im Seglerkinder im Opti das Segeln lernen, lief bei Philipp das meiste ganz anders. Hierzu gab er als frisch gebackener Laser Junioren-Europameister in einem Interview bei der Kieler Woche 2007 an: „ Schon mit sieben Jahren bin ich mit Vater FD gesegelt und etwas später auch Regatten. Dann bin ich in den Opti umgestiegen.“ Der Insider vermutet, dass der Journalist hier etwas falsch verstanden haben muss. Aber weit gefehlt. So war’s! Zu ergänzen wäre noch: Philipp bewegte sich als Kind und beginnender Teenager in einer seglerischen 4-Klassen-Gesellschaft, denn er war überall mit von der Partie, wo er begehrt war oder es ihm interessant erschien, ob bei Segel-Events am Alpsee oder auswärts: Im Flying Dutchman (FD) und auch Korsar (als Boss am Steuer oder als Taktiker an der Genua- bzw. Fockschot) , im Opti und Laser (im Radial und vorzeitig im olympischen Männermodell "Laser Standard"). Das Gros von Philipps wahren Bootsliebe galt jedoch immer dem Flying Dutchman, in dem für ihn die Faszination ihre prägenden Wurzen schlug. Buhl lobte und bedauerte es nicht nur einmal: „Der FD ist einfach ein geniales Schiff. Ewig schade, dass es nicht mehr olympisch ist.“ Seit Jahren gilt seine erste Zuneigung natürlich dem olympischen Laser, mit dem er seine Karriere gegründet hat und sie auch weiterführen wird. Philipps freie und reichhaltige sportliche Entwicklung machten aus ihm, was er heute ist: Ein außergewöhnlicher junger Segler, ein Senkrechtstarter mit erstaunlichem Können, immer nahe am Puls des Erfolges und fest entschlossen auf der geheinmnisvollen Spur zu den ganz großen Zielen. |
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(Immenstadt, 25./26.06.2011 und Malcesine (Gardasee / Italien, 03./09.07.2011),
(Text und Bilder: Coletta Buhl)) Int. Kuhschellenregatta, Großer Alpsee, 25./26.06 Segler Philipp Buhl gewann soeben beim Weltcupfinale im Rahmen der Kieler Woche die Weltcup-Silbermedaille in der olympischen Laser-Klasse und hat sich damit für die laufende Olympia-Qualifikation alle Optionen offen gehalten.
Als jüngstes Team erkämpften sich die beiden über vier Wettfahrten den sehr beachtlich zweiten Rang von insgesamt 34 Mannschaften aus Deutschland, Polen und der Schweiz. Dabei verwies Buhl / von Maxen auch ehemalige Deutsche Meister und zahlreiche sehr erfahrene FD-Mannschaften auf die Plätze. Nur dem Führenden in der Deutschen Rangliste und mehrfachen Medaillengewinner bei IDM, EM und WM, Hans-Peter Schwarz / Roland Kirst, mussten sie sich geschlagen geben.
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FD-Weltmeisterschaft, Malcesine / Gardasee, 03./09.07. 1. und 2. Tag (Montag und Dienstag): Qualifying Races 1 bis 4 Wer glaubt, die ehemalige olympische Erfolgs-Klasse „Flying Dutchman“ sei tot, irrt gewaltig. Nicht weniger als 130 Mannschaften aus 25 Nationen und fünf Kontinenten sind am Start. Damit stellt der FD heute zwar bei weitem nicht den Laser (i. d. R. 160 Boote aus ca. 60 Nationen), aber durchaus andere olympische Klassen in den Schatten. Die Riesenflotte wurde in vier Gruppen unterteilt, wobei in durchmischter Form jeweils zwei Gruppen in einem Fleet starten. Mit einem Paukenschlag begannen Philipp Buhl / Adalbert Netzer das Event. Sie gewinnen zur großen Überraschung vieler FD-Experten die erste Wettfahrt. Mit einem anschließenden 14. Platz reihen sie sich im Zwischenklassement an siebter Stelle ein. Es herrschten mittlere Windstärken aus Süd.
Zur feinen Abrundung einer faszinierenden Tagesleistung beenden Buhl / Netzer im zweiten Race mit der zweitbesten Zeit. Damit befinden sie sich jetzt Auf dem hervorragenden fünften Rang over all und führen nebenbei die starke deutsche Flotte an. Der weitere SCAI-Segler Bene Wiedemann belegt mit Steuerman Stefan Beichl (Ammersee) im Zwischenklassement Rang 17. In Front liegen ausschließlich ehemalige und teils mehrfache Weltmeister: Majthenyi Szabbolcs / Domokos Andreas (Ungarn) vor Bojsen-Moller Jorgen / Bojsen-Moller Jacob (Dänemark) und Kramer Enno / Geelkerken Ard (Niederlande).
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3. und 4. Tag (Mittwoch und Donnerstag): Qualifying Races 5 und 6 Der Wind um 2 bis 3 Beaufort aus Süd war heute etwas launischer und taktisch recht anspruchsvoll. Philipp Buhl / Adalbert Netzer kamen damit gut zurecht und querten in der ersten Wettfahrt die Ziellinie in knappem Abstand mit zwei weiteren Booten als Achter. In der zweiten Wettfahrt unterläuft dem Alpsee-Team nach einwandfreiem Start ein kleiner Manöverfehler an der Front des Feldes. Dies kostet im Handumdrehen mehrere Positionen, beeinträchtigt in der Folge taktische Optionen und beschert fortlaufend geschädigten Wind. Buhl / Netzer müssen jetzt ihre Taktik auf Schadenbegrenzung und Aufholjagt umstellen. Schließlich können sie eine 30. Position an der ersten Luvmarke noch in einen 22. Platz verwandeln. Mehr ist in diesem Weltklassefeld nicht zu erwarten. Buhl / Netzer können zwar den 22. Rang als ihr bisher ungünstigstes Ergebnis streichen, fallen aber dennoch um drei Plätze auf acht zurück.
Damit zieht die einzige Allgäuer Mannschaft als achtplatzierte und zweitbeste deutsche Mannschaft ins Goldfleet ein, denn an ab morgen segelt die beste und zweitbeste Hälfte (Silberfleet) jeweils unter sich.
Die Punktedifferenzen im Top Ten- Bereich sind auffällig gering, wenn man von den klar voraus liegenden führenden Mannschaften aus Ungarn, Niederlande und Dänemark absieht.
Bene Wiedemann vom SCAI mit Steuermann Beichl nähern sich mit Rang 11 im Zwischenklassement der Top Ten-Grenze.
Am vierten Tag (Donnerstag) überraschte der Gardasee schon am Morgen mit heftigen Regengüssen und Sturmböen und ließ für den Tag nichts Gutes erwarten. Zwar liefen die Segler im Tagesverlauf aus, aber der uncharakteristische und teils zu schwache Wind ermöglichten keine ordentliche Wettfahrt. Es blieb bei Versuchen.
Mit Starkregen und Hagelschauer am Abend befreite sich die Luft in einem zweiten Durchgang ihres übermäßigen Feuchtigkeitsgehaltes. Damit gab es berechtigte Hoffungen für typische Gardasee-Verhältnisse am nächsten Tag.
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5. Tag (Freitag), Finale Races 1 bis 3 (gesamt 7 bis 9) Die Wettfahrtleitung plante für den Beginn der Finalserie eine Wettfahrt mit Nordwind. Diese geht leider wegen zu spätem Start um 9:00 nicht durch, weil der ohnehin dezente Bergwind vorzeitig zusammenbricht. Die Wettfahrtleitung musste das Rennen canceln. Nun erwartete die Segler ein sehr anstrenger Nachmittag, denn es bestand kein Zweifel an einem guten und anhaltenden Südwind und somit drei Wettfahrten. Nach dem dritten langwierigen Startversuchen bei untypischem Südwestwind war schließlich das erste Finalrace bei 3 bis 4 Beaufort gestartet. Philipp Buhl / Adalbert Netzer vollziehen einen perfekt gelungenen Start. Damit war dieses Rennen allerdings noch längst nicht gewonnen. Denn die Kurse verlangten aufgrund des schwankenden westlichen Richtungseinschlages viel taktisches Können. Und diese Wettfahrt sollte für das Team vom Alpsee das FD-Rennen ihres Lebens werden. Es rundet an zweiter Stelle die erste Luvmarke. Deutlich voraus eine italienische Mannschaft, die nun im Fadenkreuz von Buhl / Netzer liegen. Nach der zweiten Kreuz sind sie nicht mehr weit von ITA 100 entfernt und dahinter jagen bereits die gefährlichsten Gegner, die mehrfachen Weltmeister aus Dänemark, Bojsen-Moller / Bojsen-Moller aus Dänemark. Fast haben sie Erfolg beim Angriff auf das Schiff vom Alpsee. Aber die Alpseeer wehrten durch Halse und etwas günstigeren Kurs erfolgreich ab. Nun gab es dramatische Veränderungen auf der Zielkreuz. Buhl / Netzer fallen kurzzeitig auf die fünfte Position zurück. Sie entscheiden sich für eine etwas andere Route gegen den . Bald übernehmen sie die Führung, bauen sie aus und besiegen souverän sämtliche berühmten FD-Größen dieser Welt.
Auch in der zweiten Wettfahrt läuft für Buhl / Netzer alles recht gut und zufriedenstellend. Sie segeln durchwegs in der Spitzengruppe mit und belegen unmittelbar hinter Bojsen-Mollers den siebten Platz. Es gewinnen Kramer / Geelkerken (Niederlande).
Buhl / Netzer belegten am Ende mit zwei Wettfahrtsiegen (einen im Goldfleet), hervorragenden weiteren Leistungen und trotz eines Ausfalls wegen technischem Defekt die sagenhaft gute sechste Position. Damit übernahmen sie gleichzeitig die Führung innerhalb der hochkarätig besetzten deutsche FD-Flotte und konnten bei der Abschlussveranstaltung noch weitere Ehrungen (siehe Gesamtbericht) entgegen nehmen.
Clubkamerad Bene Wiedemann konnte sich mit seinem Steuermann Stefan Beichl (Segelclub Herrsching) über den sehr beachtlichen zwölften Platz freuen. Die alten und neuen Weltmeister in der Flying Dutchman-Klasse heißen einmal mehr Szabbolcs Majthenyi / Andreas Domokos. Die Topsegler aus Ungarn haben die vielleicht erfolgreichsten FD-Segler aller Zeiten, Jorgen Bojsen-Moller / Jacob Bojsen-Moller (Dänemark), um winzige zwei Punkte geschlagen. Bojsen-Mollers haben bei Olympia Gold (1988) und Bronze (1992) gewonnen und konnten bis so zahlreiche WM- und EM-Titel verbuchen wie keine andere Mannschaft jemals zuvor. Die Bronzemedaille dieser WM holte der ehemalige Worldchampignon von 1999, Enno Kramer mit Vorschoter Ard Geelkerken (Niederlande), der ebenso um nur zwei weitere Punkte zurück lag. |
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Links:
Liebe Leser, hier auf dieser Seite erhaltet ihr Infos zum Verlauf dieses Events.
Euer Berichtverfasser
Friedl Buhl
Vom Gardasee herzliche Grüße an alle meine Partner und Förderer, Fans und Gönner sowie meine Freunde und Bekannten und natürlich nicht zuletzt meinen Segelclub Alpsee Immenstadt (SCAI).
Ich werdet mir sicher wieder fest die Daumen zum guten Gelingen drücken.
Vielen Dank an euch!
Euer Segler
Philipp Buhl
Grüße auch von meinem Vorschoter Adalbert Netzer
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Weltcup-Silber für Philipp Buhl nach grandiosem Kampf
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In Kiel unübertrefflich spannendes Duell zwischen Buhl und Grotelüschen. In der Laser-Klasse erlebt Deutschland bei der Kieler Woche einen spannenden Kampf um die Weltcup-Medaillenplätze, wie nie zuvor . |
Weltcup-Silber für Philipp Buhl nach grandiosem Kampf
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In Kiel unübertrefflich spannendes Duell zwischen Buhl und Grotelüschen. In der Laser-Klasse erlebt Deutschland bei der Kieler Woche einen spannenden Kampf um die Weltcup-Medaillenplätze, wie nie zuvor .
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| Dazu trug entscheidend der erst 21-Jährige Weltcup-Youngster Philipp Buhl bei. Er erkämpfte sich auf der Kieler Außenförde bei sehr harten Bedingungen über neun Wettfahrten an fünf Tagen souverän die Silbermedaille. Gold musste er am Ende seinem Lübecker Kaderkollegen Simon Grotelüschen überlassen. Er hatte er im Finale das Ziel um nur wenige Meter vor dem Allgäuer erreicht. Bronze ging an Josh Junior aus Neuseeland. |
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(Kiel, 18./22.06.2011 (Text, Bilder: Beim Kieler Weltcup galt es für die deutschen Topathleten, die zweite Stufe der Olympia-Qalifikation effektvoll zu zünden. Dies gelang Buhl im Laser von Anfang an. Mit zwei Wettfahrtsiegen und ansonsten nur Top Ten-Plätzen sicherte er sich in der Qualifikationsserie hinter dem Neuseeländer Junior Rang zwei. Der Sonthofener zeigte auch in der Finalserie (Wettfahrten im Goldfleet. Hier besten Hälfte der insgesamt über 100 Athleten) gute Nerven sowie ein seglerisch und physisch überzeugendes Leistungsvermögen. Bei drei außergewöhnlich lang ausgelegten Wettfahrten und starkem Wind sicherte sich der Segler vom Alpsee einen souveränen Sieg sowie einen zweiten und zehnten Rang. Dieser Zehnte ist zwar im Goldfleet ein noch guter Platz, aber für Buhls hohe Zielsetzungen sollte sich dieser kleine Ausrutscher später doch als gewisses Hemmnis erweisen. Sein deutscher Kontrahent Grotelüschen segelte diese Finalwettfahrten ohne einen Patzer und lag damit um zwei Punkte vor Buhl in Führung. |
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Am letzten Tag der Fleetraces gab es wegen Leichtwindverhälhnissen zwei abgebrochene Wettfahrten und somit keine weiteren Ergebnisse. Völlig unverständlich war und blieb, warum die Wettfahrtleitung die erste Wettfahrt beendete, obwohl der etwas abflauende Wind mit minimal 5 Knoten Geschwindigkeit zu einem Abbruch keinerlei Anlass gegeben hatte. Bald legte der Wind sogar wieder etwas zu. Die ISAF-Regeln geben lediglich ein Startverbot bei weniger als 4 Knoten vor. Zum Zeitpunkt des Abbruchs lag Buhl 19 Plätze vor seinem Hauptgegner Grotelüschen. Zwischen den beiden war nun ein Finale-Duell um Gold und Silber und schließlich einen gewissen Punktevorsprung für das Qlympia-Qualifikationskonto entbrannt. |
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Diesen krönenden Wettkampf der besten Zehn, das Medalrace, gestalteten die beiden Deutschen als eines der spannendsten Duelle, die während der Kieler Woche je zu erleben war. Das im Internet zu sehende satellitengestützte Live-Tracking (aufrufbar unter http://www.kieler-woche.de unter Ergebnisse und Laser Medal) zeigt es ganz genau: Grotelüschen gewinnt und segelte somit das bessere Finale aber Buhl (Zweiter) das genialere. Er riskiert am Start etwas weniger, erleidet dadurch schmerzlichen Rückstand und war somit nur Achter an der ersten Bojenrundung. Auf dem folgenden Vorwindkurs kämpft sich Buhl mit erstaunlichem Speed an die dritte Position vor (Rückstand noch ca. 20 m). Mit kluger Gegnertaktik dringt er auf dem zweiten Kreuzkurs unaufhaltsam weiter nach vorne und kurzfristig sogar auf nur mehr Minimal-Rückstand von 0 bis 2 m zu Grotelüschen. Die acht weiteren Medal-Racer aus sieben Nationen haben von jetzt an mit dem Sieg in diesem atemberaubenden Match praktisch nichts mehr zu melden. Auf der letzten Vorwindstrecke schafft es der Allgäuer nicht mehr, seinen führenden Kollegen aus dem Sailing Team Germany zu übertrumpfen. Buhl muss sich um nur zwei Bootslängen geschlagen geben und gewinnt „nur“ die Silbermedaille. Grotelüschen holt die goldene. |
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Was die Qlympiaqualifikation anbetrifft, haben Buhl und Grotelüschen ein ordentliches Punktepolster. Der dritte deutsche Laser-Olympia-Kandidat, Malte Kamrath aus Berlin, ist mehr oder weniger aus dem Rennen. Da die Segler der großen Erschwernis unterliegen, dass nur einer pro Nation und Disziplin zu den Spielen darf, sind Buhl und Grotelüschen zu harten Gegner um das Ticket geworden. Buhl: „Wir werden trotzdem an Land freundlich und respektvoll und während des Wettkampfes fair miteinander umgehen.“ Der Norddeutsche hat die Nase in der Quali-Bilanz etwas vorne, aber Buhl sieht es so: „Die jetzt entscheidende WM ist ein neuer Wettkampf mit teils ganz anderen und noch mehr Einflussfaktoren. Und für Simon und mich wird der Wettlauf praktisch nochmals von vorne beginnen.“ Für Hochspannung um den letztendlichen Kandidaten für London / Weymouth 2012 ist also bereits heute gesorgt, wenn es Ende des Jahres an der windreichen australischen Westküste vor Perth / Fremantle um die endgültige Ausscheidung geht. |
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Links:
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Weltcup „Kieler Woche“ 2011
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Die Hauptstufe der Qlympia-Qualifizierung wird gezündet! 1. und 2. Tag: Als Drittbester ins Goldfleet.
3. Tag: Mit seglerischer und athletischer Glanzleistung vor auf Platz zwei.
4. Tag: Keine gewerteten Races.
5. Tag: Buhl gewinnt Silbermedaille des Kieler Weltcups. Zweiter im Medalrace. |
Weltcup „Kieler Woche“ 2011
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Die Hauptstufe der Qlympia-Qualifizierung wird gezündet! 1. und 2. Tag: Als Drittbester ins Goldfleet.
3. Tag: Mit seglerischer und athletischer Glanzleistung vor auf Platz zwei.
4. Tag: Keine gewerteten Races.
5. Tag: Buhl gewinnt Silbermedaille des Kieler Weltcups. Zweiter im Medalrace. |
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Die Kieler Woche wird als größte Regatta der Welt bezeichnet, und sie stellt für Kiel und den Norden gleichzeitig ein Riesenvolksfest dar. Diesen Größenstatus erlangte diese Wassersportveranstaltung deshalb, weil unmittelbar nach allen zehn olympischen Klassen die internationalen Klassen des ambitionierten Breitensports ebenso um die Lorbeeren kämpfen – eine schöne, gute und für den Sport sehr geschickte Mischung. Sie führt Breiten- und Hochleistungssport aneinander. Für die Hochleistungssegler in den olympischen Klassen ist Kiel das Schlusslicht der siebenteiligen Weltcup-Runde, die im Dezember in Melbourne (Australien) beginnt. Die Anzahl an Weltcup-Events ist damit etwas bescheidener als in manch anderen Sportarten, z. B. im alpinen Skirennsport. Für die Programmdichte und das von den Athleten zu erbringende Leitungspensum trifft dies ganz und dar nicht zu. Denn Weltcup-Segler kämpfen alleine um einen Titel über elf bis 13 Einzelbewerbe an fünf bis sechs Tagen – also über zehn Stunden reine Wettkampfzeit. Kiel bedeutet für die Athleten der Deutschen Nationalmannschaft des Sailingteam Germany durchwegs hohen bis sehr hohen Erfolgsdruck. Die Regatta stellt nach Weymouth die Mittelphase der Olympiaausscheidung dar. Sich bewähren vor der „eigenen Haustüre“ heißt es also. Unter hesonderem Druck stehen jene, bei denen es in Weymouth noch nicht so recht klappen mochte. Philipp Buhl kann es in Kiel sicher nicht locker und lässig angehen. Aber zu Verbissenheit gibt es keinen Anlass. Denn der Allgäuer hat bereits im hochkarätigen Weymouth die Erfolgsschiene gefunden und vorgeführt, dass mit ihm zu rechnen ist. Zwar gibt es bei Buhl neben den grundlegenden Qualianforderungen auch noch eine sehr spannende interne Auseinandersetzung mit seinen Kaderkollegen Kamrath und Grotelüschen – mit letzterem bisher sogar ein Kopf-an-Kopf-Rennen, aber so Buhl: „Wir werden daraus auf jeden Fall weiterhin eine faire und sportliche Auseinandersetzung machen und dann ... - ich sag's wie der bayerische "Kaiser" Franz seinerzeit vor der Fußball-WM: "Schau' mr moal."
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(Kiel, 18./22.06.2011 (Text und Bilder: Friedl Buhl) Am Tag davor: Für Philipp Buhl hat der Auftritt in Kiel, in seiner zweiter Heimat, ganz spezifische Charakterzüge. Es gibt viel mehr zu erledigen, man ist weit mehr gefragt, und die zahlreichen Begegnungen kann und will man natürlich nicht kurz abfertigen. So ist es teils schon ein kleines Kunststück, den Blick vorwiegend darauf zu halten, worauf es am Ende ankommt.
Buhl segelte heute bei pfiffigem Wind ganz alleine kurz auf die Förde raus, nicht um zu trainieren und nicht, um noch etwas zu probieren. Es war, als wollte er das Meer heute noch begrüßen oder sich von ihm begrüßen lassen. Es war sein einziger Ausritt nach der Ankunft aus Weymouth und er glaubte: „Ich denke, das reicht. Es läuft soweit alles.“
Erster Start ist für die Laser um 11:00 auf der Bahn „CHARLY“, ca. 10 km nördlich vom Olympiahafen in Kiel Schilksee. Das bedeutet für die Segler selbst bei gutem Wind, fast eine Stunde raussegeln auf den Kurs.
Laut Vorhersage soll es moregn mittleren bis teils kräftigen böigen Wind bei teilweise mäßigem Regen geben. Für einen Nichtsegler ein Sch…wetter! Für einen richtigen Segler wegen des Windes durchaus okay.
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1.und 2. Tag (Samstag und Sonntag): Qualifying Races 1 bis 5
Für Segler auf der Weltcupebene ließ der Wind ließ bisher keine Wünsche offen, vielleicht für den einen oder anderen Leichtwind-Liebhaber. Bei 3 bis 6 Beaufort segelte Philipp Buhl mit voller Kraft und zuverlässiger Leistungskonstanz voran und verbucht nach der Halbzeit ausschließlich klare Top-Ten-Platzierungen und darunter zwei Siege.
Der Segler vom SCAI ist auf einem guten Weg, nach Weymouth jetzt auch in Kiel wichtige Punkte für das Qlympia-Qualikonto zu sammeln. Dies trifft auch für den Simon Grotelüschen vom Lübecker Yachtclub zu, der in der Zwischenwertung unmittelbar hinter Buhl liegt. Die beiden lieferten sich bereits in Weymouth ein Kopf-an-Kopfrennen und setzen dieses höchst spannende Duell in Kiel fort. Für morgen soll der Wind noch „eine Kohle“ zulegen, aber aus anderer Richtung, und er stellt somit natürlich wiederum neue Anforderungen an die Taktik. Da morgen drei Wettfahrten anstehen, erwartet die Segler ein außerordentlich anstrengender Tag. |
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3.und 4. Tag (Montag und Dienstag): Finale Races 1 bis 3 (gesamt 6 und 8) Der Wind wurde den Vorhersagen gerecht und verlangte den Athleten mit meist 4 bis 5 Beaufort sehr viel ab. Dazu kam, dass drei Wettfahrten zu segeln waren und zwar mehr als üppig dimensionierte – also eine Mammut-Anforderung ähnlich wie am ersten Tag. In der zweiten Wettfahrt ist bereits in der Vorstartphase förmlich wahrnehmbar, welcher Siegeswille in Buhl steckt, um sich jetzt jeglicher Gefahr des Abrutschens wirksam entgegen zu stemmen. Dem Kämpfer aus dem Allgäu gelingt, was er will. Mit Topstart, richtiger Taktik und für kaum einen Segler erreichbaren Starkwindspeed rundet er hinter dem Neuseeländer Andy Maloney, holt ihn auf dem Reacher auf und schließlich auf dem anschließenden Vorwind ein. Danach hat gegen Buhl an der Front keiner der Goldfleet-Konkurrenten eine Chance. Er baut seinen Abstand zum Feld auf etwa 200 m aus und siegt souverän. |
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Die noch anstehende dritte Wettfahrt war für die Athleten gleichzeitig ein realer Kraft-Ausdauer-Test. Der Segler vom Alpsee setzt sich trotz seines vorangegangenen Sieges für einen weiteren Toperfolg unter Druck, da sich Hauptgegner Simon Grotelüschen als nicht einfach zu knackende „Nuss“ einbringt. Buhl rundet im Luv als Fünfter und mehrere Boote vor dem Lübecker. Dann hat ganz offensichtlich die Jury zum ersten Mal gesehen, wie ein Raumkurs bei 4 bis 5 Beaufort in Wind- und Heckwelle wirklich gekonnt, sportlich und rasant gesegelt wird. Buhl überholte bereits nach 400 m auf dem Reacherkurs zwei Boote und war einem dritten an den Fersen. Die Jury dachte sich offensichtlich, das kann nur mit verbotenem Pumpen (Regel 42) möglich sein … (Inkomptenz und Unkenntnis!! Denn die im zur Last gelegten Oberkörperbewegungen dienten nur der perfekten Anpassung an Wind und Welle. Das ist erlaubt! Verbotenes Pumpen ist bei dieser Windstärke praktisch gar nicht mehr möglich bzw. keinen zusätzlichen Vortrieb mehr. Diesen Regel-Schwachsinn sollte die Laser-Klasse dringend ändern. Sonst macht sie sich im Hochleistungsbereich lächerlich und raubt dem Laser-Segelsport zudem eine wichtige sportliche Komponenten. Hier sind die Klassenvereinigungen zur Tat aufgerufen. Andere Klassen, wie beispielsweise Finn und 470er sind hier viel weiter und setzen einen Teil des Reglements bei ab mittleren Windstärken außer Kraft. … und flaggt den Überflieger. Ein Doppelkringel wirft ihn auf die achte Position zurück. Buhl will wieder nach vorne und kämpft unbeirrt weiter. Im Ziel steht fest, die sinnlose oder zumindest höchst fragwürdig vergebene Kringelstrafe der Jury kostet Buhl nur den möglichen Sieg, mehr nicht. Denn er beendet trotzdem mit der zweitbesten Zeit. Mit dieser glänzenden Tagesleistung wird der Allgäuer in der Zwischenbilanz Zweitbester. Grotelüschen liegt zwei Punkte vor ihm. Dritter wird Josh Junior aus Neuseeland. Im deutschen Trio der Olympiakanditaten gelangen Malte Kamrath (Berlin) zwar mehrere gute Top Ten-Ergebnisse, musste aber leider auch eine Frühstart-Disqialifikation (BFD) verkraften und ein paar weitere Platzierungen im 20er-Bereich, so dass er seine Erwartungen in Keil leider nicht erfüllen konnte. |
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Am 4. Tag herrscht im Bereich des Stollergrund der Kieler Förde nur bedingt segelbarer schwacher Wind. Nach zwei abgebrochenen Wettfahrten blieben somit die Vortagesergebnis aktuell. Für Mittwoch steht nun noch das Medalrace auf dem Programm, für das sich Buhl mit seinem bisherigen zweiten Platz souverän qualifizierte. |
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Die Dominatoren beim Kieler Laser-Weltcup unmittelbar nach dem Zieldurchgang im Medalrace: Der glückliche Gewinner Simon Grotelüschen (rechts) und der knapp Geschlagene Philipp Buhl. Auch wenn es um sehr viel ging, wie hier um Gold oder Silber und die Olympiaausscheidung parallel, bekämpfen sich die beiden nur im Sport und reichen einander danach die Hand. (Bild: F. Buhl) |
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Nach einer großartigen seglerischen und vor allem auch athletischen Leistung gewinnt der Sportsoldat aus Sonthofen seine zweite Weltcupmedaille und verfehlt den Sieg nur sehr knapp. Herzliche Gratualtion von dieser Stelle! Gratulation aber auch an Simon Grotelüschen zur Goldmedaille. Vielen Dank und hohe Anerkennung an Euch für den überaus spannenden und sportlich fairen Wettkampt, der bereits in Weymouth begonnen und hier in Kiel einen weiteren Höhepunkt erfahren hatte. Was die beiden Athleten in letzter Zeit auf oberstem Niveau vorführten, hat Deutschland mit Blick auf ihre eigenen Laser-Athleten zuvor kaum erlebt.
Link:
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Das war’s vom Sailing Worldcup der Kieler Woche (Gesamtbericht folgt).
Grüße aus Kiel
Euer Berichtverfasser
Friedl Buhl
Vom Sailing Worldcup in Kiel herzliche Grüße an alle meine Partner und Förderer, Fans und Gönner sowie meine Freunde und Bekannten und natürlich nicht zuletzt meinen Segelclub Alpsee Immenstadt (SCAI).
Ihr habt mir wieder in bewährter Manier fest die Daumen zum guten Gelingen gedrückt. Vielen Dank!
Euer Segler
Philipp Buhl
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Links zu diesem Event: Ergebnisse Laser Männer nach dem Medalrace (over all)
Ergebnisse Laser Männer nach Race 8 (Ende Finalserie)
Ergebnisse Laser Männer nach Race 5 (Ende Qualifying)
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Siebter in Weymouth beim „Sail for Gold“-Weltcup
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Philipp Buhl mit Ergebnis in Erfolgsspur zur Qlympiaqualifikation. Das Segelrevier vor Weymouth an der englischen Südküste wird sich Philipp Buhl mit guten Erinnerungen einprägen. Unter perfekten und hoch anspruchsvollen Segelbedingungen über fünf Tage und elf Wettfahrten gelang dem Sportsoldaten aus Sonthofen dort ein hervorragender siebter Platz beim ISAF Sailing Worldcup „Skandia Sail for Gold“. |
Siebter in Weymouth beim „Sail for Gold“-Weltcup
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Philipp Buhl mit Ergebnis in Erfolgsspur zur Qlympiaqualifikation. Das Segelrevier vor Weymouth an der englischen Südküste wird sich Philipp Buhl mit guten Erinnerungen einprägen. Unter perfekten und hoch anspruchsvollen Segelbedingungen über fünf Tage und elf Wettfahrten gelang dem Sportsoldaten aus Sonthofen dort ein hervorragender siebter Platz beim ISAF Sailing Worldcup „Skandia Sail for Gold“. |
Dieses Event wurde als erster Kriteriumswettkampf für die Qlympiaqualifikation 2012 bestimmt. Buhl liegt mit seinem Ergebnis bestens im Sollbereich. Er verriet: „Ich setzte mir natürlich gleich Top Ten, auch wenn man mit einem etwas höheren Resultat auch noch im grünen Bereich wäre.“ Letztlich zählt gemäß eines speziellen Punkteschlüssels ein Durchschnittswert, der sich aus zwei Weltcup-Regatten und der WM ergibt. Somit sind die Qualifikations-Anforderungen sowohl auf konstante als auch terminierte Leistung ausgerichtet. |
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(Weymouth / England, 06./11.06.2011 (Text, Bilder: Es schien, als benötigte Buhl die erste Wettfahrt zum Einsegeln. Es reichte nur für den 34. Platz, den er später allerdings als schlechtestes Ergebnis streichen konnte. Doch von jetzt an mischte Buhl in der Weltspitze mit. Der Oberallgäuer ließ bei Starkwind und hohen Wellen im buchstäblichen Sinne seine Muskeln und Ausdauer sowie sein segeltechnisches Können spielen und erkämpfte über fünf Qualifying-Races die Plätze 2, 2, 8, 2 und 11. Damit zog er als Siebtbester in die Finalserie ein. Das Seglertalent vom Immenstädter Segelclub blieb auch danach im Goldfleet verlässlich in der Erfolgsspur. Nach dem letzten und zehnten Race konnte er den hervorragenden vierten Platz verbuchen. |
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Die beeindruckendste Leistung demonstrierte der Sonthofener, als er in der zweiten Final-Wettfahrt nach einem Bilderbuchstart und mit faszinierender Geschwindigkeit in klare Führung segelte und mit dem dreifachen Weltmeister Tom Slingsby (Australien) über mehrere Positionswechsel um den Sieg fightete. Bis auf den amtierenden Olympiasieger Paul Goodison (England) hatten die Konkurrenten aus dem Feld kaum noch Chancen, das Führungsduo Buhl und Slingsby zu gefährden. Im Ziel hatte dann doch der Australier die Nase knapp vor dem Deutschen.
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Auf die Frage nach dem Durchhaltevermögen und den Ursachen für eine so perfekt gelungene Wettfahrt antwortet der vom Einsatz noch Gezeichnete: „Zuerst schmerzen die Muskeln, dann spürst du sie irgendwann nicht mehr. Man muss bis auf's Äußerste einfach alles geben können und alles muss perfekt stimmig sein: Die Segeltechnik, das Selbsbewußtsein und gerade auf diesem Revier die Taktik aufgrund der teils starken Meeresströmungen."
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Mit dem vierten Platz hatte Buhl ein Ticket für das abschließende Medalrace der besten Zehn erkämpft. Dieses Finale ist eine deutlich verkürzte Wettfahrt in Form einer Mischung aus Matchrace (nur zwei Segler gegeneinander) und Fleetrace (bis über 60 Boote). Hier hatte Buhl das Glück nicht auf seiner Seite. Aufgrund eines minimal verpassten Starts und einem nicht mehr beantwortbaren Winddreher musste er sich mit dem zehnten Rang zufrieden geben. Im Gesamtergebnis fiel Buhl schließlich um drei Positionen zurück. Sein Kommentar: „Den nun siebten Platz betrachte ich als super Ergebnis. Bin insgesamt sehr zufrieden, auch wenn mich der Ausgang des Finales zunächst enttäuschte." Die Medaillenplätze der „Skandia Sail for Gold" sicherten sich Tom Slingsby (Australien) vor Andrew Murdoch (Neuseeland) und Paul Goodison (England). |
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Links:
Presseecho:
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Weltcup „Sail for Gold“, Weymouth
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Beginn eines Wettlaufes
1. bis 3. Tag: Mit Rang 7 in die Finalserie.
4. Tag: Buhl weiter auf Vormarsch!
5. Tag: Medalrace-Ticket gesichert
6. Tag: Kein Erfolg im Finale, jedoch Platz sieben in Endwertung.
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Weltcup „Sail for Gold“, Weymouth
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Beginn eines Wettlaufes
1. bis 3. Tag: Mit Rang 7 in die Finalserie.
4. Tag: Buhl weiter auf Vormarsch!
5. Tag: Medalrace-Ticket gesichert
6. Tag: Kein Erfolg im Finale, jedoch Platz sieben in Endwertung.
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Weltcup-Segler Philipp Buhlsteht vor einer großen Herausforderung und hohen Erwartungen. Das einzige Fernziel ist zum Nahziel geworden und „klopft an der Tür“. Der Sportsoldat aus Sonthofen möchte erklärtermaßen 2012 zu den Olympischen Spielen nach London / Weymouth. Der Weg dorthin führt über hohe Qualifizierungshürden. Die ersten stehen nun bei der bevorstehenden Weltcup-Regatta „Skandia Sail for Gold“ auf dem künftigen Olympiarevier vor Weymouth an der Südküste Englands. Die besondere Erschwernis für Segelsportler: Nur einer pro Nation darf starten. |
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(Weymouth, 06./11.06.2011 (Text und Bilder: Friedl Buhl)) Für einen routinierten Wettkämpfer wie Buhl sind Herausforderungen nichts Besonderes. Er erinnert sich: „Hohe Ziele setze ich mir meistens. Nicht selten habe ich die höchst möglichen Zielsetzungen gewagt. Aus Erfahrungen weiß man dann schon, wie damit am besten umzugehen ist“. Gefragt sind sicher gute Nerven und dessen ist sich auch Buhl bewusst, wenn er feststellt: „Sehr viel läuft im Kopf ab, gerade beim Segeln in einem so anspruchsvollen Meerrevier. Mental muss absolut alles im Lot sein.“ Der Segler vom Alpsee mit seinem Vater als seinem persönlichen Coach kann auf ein sehr umfangreiches Paket an Fähigkeiten und Stärken für den Wettkampf vertrauen. Mit Blick auf die Athletik konstatiert Buhl: „Ich fühle mich in einer Topform wie nie zuvor.“ Auch im Hinblick auf die Segeltechnik und das verfügbare taktische Repertoire fühle er sich bestens vorbereitet. Die zurückliegenden Weltcup-Regatten in Spanien und Südfrankreich waren noch vom Testen geprägt und konnten nochmals für verschiedene Justierungen dienen. Buhl: „Jetzt kann’s los gehen!“ Wenn am 06.Juni auf der Laser-Bahn im Küstenabschnitt vor Overcomb das erste Vorbereitungssignal ertönen wird, stehen die Sportler dort vor der Bewältigung eines athletisch und segeltechnisch sehr anspruchsvollen sowie geistig hoch komplexen Geschehens. Aufgrund der permanent veränderlichen Gezeitenströmungen des Atlantiks im Ärmelkanals und der Vielgestaltigkeit von Winden und Wellen ist nämlich von extrem variierenden Bedingungen im Verlaufe des sechstägigen Wettkampfes auszugehen. Der Segler muss sich darauf äußerst flexibel und möglichst optimal einstellen können,will er in der Spitzengruppe der Weltelite mitmischen. Buhl wird die noch verbleibende Zeit auf seine ganz persönliche Art gestalten. Hierzu gehört nach seiner Auffassung eine richtig dosierte und gekonnte Regeneration nach den strapaziösen Trainingseinsätzen in England. Und Buhl weiß auch wie: „Wo könnte dies besser geschehen als daheim. Ich werde mich noch für ein paar Tage in meine Oberallgäuer Heimat zurückziehen, um zu reflektieren und alle „Akkus“ sorgfältig zu laden.“ |
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********** Am Tag davor (Sonntag) Nach etwas Regenwetter soll morgen die Sonne zurückkehren. Wir erwarten eine Seabreeze – möglicherweise eine sehr launische. Damit kommen Komplikationen geballt: Tidenstrom, stark veränderliche und schwierig kalkulierbare Windverhältnisse und außerdem Riesen-Fleets wie kaum jemals zuvor . 160 gemeldete Teilnehmer aus aller Welt werden ausnahmsweise in nur zwei Fleets gruppiert. Dieses Anforderungspaket und jene der nächsten Tage sind geschnürt unter dem Zeichen sehr hoher Anforderungen. Das ist Hochleistungssport. Morgen kann's los geh'n. Wir sind froh und freuen uns darauf, dass es endlich soweit ist. |
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1. bis 3. Tag (Montag bis Mittwoch): Qualifying Races 1 bis 6 Weymouth fordert die ganze Kraft und Kondition der Segler, darüber hinaus ein hohes Maß an Verständnis für Wind- und Strömungstaktik. Während der erste Tag noch eine eher schonungsvolle Einstimmung bot, ging es am zweiten und dritten Tag mit anhaltendem starkem Wind von 5 bis 6 Beaufort und hohen Wellen voll zur Sache.
Der Sonthofener gab sich mit dem bisherigen Verlauf sehr zufrieden, räumt aber ein: „Ein wenig ärgert mich schon, dass ich den greifbar nahen Wettfahrtsieg (in der dritten Wettfahrt) nicht realisiert habe.“ Für das Punktekonto machte ein 2. oder 1. Platz zwar wenig Unterschied. Jedoch ist ein Wettfahrtsieg immer etwas Besonderes. Buhl war vom Start weg überlegen in die Führung gesegelt. Doch auf dem Vorwindkurs ließ er etwas leichtfertig seinen Vorsprung schmelzen, was am Ende leider knapp zum Verhängnis wurde. Schließlich wäre auch bei weiteren Wettfahrten noch mehr möglich gewesen. Einmal musste Buhl beispielsweise wegen Pumpen an der Kreuz (Bei 5-6 Beaufort!! Absolut falsche und inkompetente Jury-Entscheidung.) einen 720°-Strafkringel ziehen (Verlust von ca. 5 Positionen) und in einer anderen Wettfahrt kenterte er auf dem Downwind-Kurs und musste ebenso mehrere Boote an sich vorbeirauschen lassen. Da sich das Tief über Irland in den Norden von Großbritannien verlagert, soll sich der starke Wind für Donnerstag etwas mäßigen.
Link-Hinweis:
Mehrere Races wurden mit Trackingsystem aufgezeichnet. Siehe dazu beispielsweise Laser-Race 4 (Buhl geht in Führung und beendet mit Platz 2). |
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| ********** ******************** ****************************** 4. Tag (Donnerstag): Final Races 1 und 2 (gesamt 7 und 8) Erinnerungen an die WM vor Hayling Island werden geweckt, als Philipp Buhl an einem Tag mit dem mehrfachen Weltmeister Tom Slingsby an der Spitze des Feldes gefightet hatte. Heute in Weymouth ein ähnliches Szenario. Buhl will einen Wettfahrtsieg. Er geht auf’s Ganze. Strömungstaktisch hat er die linke Seite auf dem Plan. Perfekter Start am Lee-Pinend. Buhl gibt an Kraft und Kondition alles und segelt schließlich dem sechzigköpfigen Weltklasse-Goldfleet an der Kreuz eindrucksvoll davon. Doch auf dem Raumkurs gibt es eine Überraschung: Slingsby pulverisiert mit seinem faszinierenden Reacher-Speed den 80 m-Abstand zu Buhl. Auf dem anschließenden Downwind schenken sich die beiden Frontkämpfer nichts, aber Slingsby passiert zuerst das Leegate. Das will der Segler vom Alpsee nicht auf sich hocken lassen. Mit Vollpower lässt er dem Australier auf der zweiten Kreuz erneut keine Chance und rundet im Luv erneut als Erster. Bis auf die relativ nahen Verfolger Goodison, Murdoch und Maloney hat das Feld um die Topplatzierungen nichts mehr zu melden. Die Spannung dieses Matches erfährt auf dem letzten Vorwindkurs einen weiteren Höhepunkt. Der Weltmeister surft an seinen Herausforderer heran und kann schließlich den Sieg knapp vor Buhl verbuchen. |
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Für Philipp Buhl (rechts) war es sicherlich ein ganz besonderer Reiz, mit den Weltbesten zu fighten und ihren Verfolgungsdruck im Nacken zu spüren, als ihnen nachzujagen. In Bildmitte Tom Slingsby (mehrfacher und amtierender Weltmeister) und links der Engländer Paul Goodison (ehemaliger Weltmeister und amtierender Olympiasieger). |
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Mit diesem zweiten und einem 13. Rang in der ersten Wettfahrt rückt der Oberallgäuer im Zwischenklassement an die vierte Position. Buhls Fazit: „Heute war ein schöner Tag. Alles war nahezu perfekt: Der Speed, Wille und Kampfgeist, die Taktik.“
Für den letzten Tag der Finalserie können die Segler mit wiederum gutem Wind rechnen. Dass sich auch etwas Regen dazumischen wird, stört Segler wenig, denn der Wind ist bei ihnen das Maß der Dinge.
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5. Tag (Freitag): Final Races 3 und 4 (gesamt 9 und 10) Das Medalrace-Ticket in der Tasche!! Das ist das zentrale und wichtigste Ergebnis des heutigen Tages. Zum dritten Male hat Philipp Buhl dies bisher im Weltcup geschafft und des öfteren ist er knapp daran vorbeigeschrammt. Mit einem 19. und 20. Platz erzielt Buhl bei den letzten Final Races zwar keine Spitzenplatzierungen, aber es reicht zur Absicherung des großartigen vierten Platzes, mit dem er nun im Finale gegen die zehn Topsegler dieser Weltcup-Regatta antreten kann.
Der Start des Laser-Medalraces ist für Samstag 10:00 im künftigen Olympiahafen von Weymouth vorgesehen. |
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6. Tag (Samstag): Medalrace (gesamt 11) Medalrace-Tag für Philipp Buhl. Für einen noch jungen Athleten wie ihn hat das Match im Finale der Creme del a Creme eines Weltcup-Events naturgemäß noch Seltenheitswert. Einem Großteil bleibt es für immer vorbehalten. Wer so früh wie Buhl den Einlass in den krönenden Abschluss-Wettbewerb schafft, wird über kurz oder lang hier auch als Sieger herausgehen. Niemand schafft hier den sicheren Erfolg im Handumdrehen. Aber auch das berühmte Quäntchen Glück spielt hier keine geringe Rolle, denn ein Ausgleich der nicht beeinflussbaren Faktoren wie beispielsweise lokale Verstärker oder Dreher des Windes sind während des vergleichsweise kurzen Rennens nur sehr bedingt möglich. Heute hat es bei Buhl leider nicht geklappt. Die Enttäuschung muss für ihn wohl so groß gewesen sein, wie bei seinem ersten Weltcup-Finale in Südfrankreich aufgrund eines Frühstartes. Heute war sein Start einen Sekundenbruchteil zu spät, was ihm möglicherweise von Anfang an wichtige taktische Optionen geraubt hat. Dann kann es ganz schnell nach hinten gehen, denn die Aufholmöglichkeiten sind wesentlich beschränkter wie in einem Fleetrace mit 50 Seglern. Ähnlich war es bei Buhl heute, und dies in Begleitung von keinem Geringeren als Paul Goodison (England). Die beiden mussten sich mit dem zehnten bzw. neunten Platz begnügen. Philipps Kaderkollege Simon Grotelüschen (Lübeck) konnte sich hingegen über den Sieg freuen. Gratulation! Er führte nach einem gut gelungenen Start, fiel zwischendurch auf einen mittleren Platz, unmittelbar vor Buhl zurück und konnte sich nochmals nach vorne segeln. Damit tauschten Philipp und Simon nach dem Medalrace ihre Plätze (vier gegen sieben), die sie nach den zehn vorangegangenen Fleet-Wettfahrten erkämpft hatten. Buhls Kommentar hierzu: „Auch der siebte Rang in einer so hochrangig besetzten Weltcupregatta ist ein super Ergebnis, mit dem ich sehr zufrieden bin. Ich wollte hier, wo es drauf an kommt, unter den Top Ten sein“ Damit ist Buhl nach dem ersten Kriteriumwettkampf um die Olympiaqualifikation voll im grünen Bereich. Die Sieger von Weymouth heißen Tom Slingsby (Australien), Andrew Murdoch (2. / Neuseeland) und Paul Goodison (3. / England). Das Finale der Laserklasse Männer kann über folgenden Link betrachtet werden.
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Das war’s vom Sailing Worldcup in Weymouth (Gesamtbericht folgt).
Grüße aus Weymouth
Euer Berichtverfasser
Friedl Buhl
Vom Sailing Worldcup in Weymouth herzliche Grüße an alle meine Partner und Förderer, Fans und Gönner sowie meine Freunde und Bekannten und natürlich nicht zuletzt meinen Segelclub Alpsee Immenstadt (SCAI).
Ihr habt mir wieder in bewährter Manier fest die Daumen zum guten Gelingen gedrückt. Vielen Dank!
Euer Segler
Philipp Buhl
Ihre Nachricht wird garantiert gerne gelesen! fanpost-an-philipp@computech-fs.de Vielen Dank für die Fanpost – auch wenn ich nicht immer auf alle eine Antwort schreiben kann! Bitte um Verständnis! |
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Semaine Olympique Francaise, Hyeres
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Segelwettkampf und Revier der Extraklasse Eine Klasse für sich ist für Philipp Buhl das weltberühmte Regattarevier vor Hyeres an der Cote d’ Azur. Nirgends sonst wo haben sich bei ihm so beeindruckende Sporterlebnisse in der Erinnerung verankert. Hier begann 2007 für den damaligen Junior Buhl mit dem zweifachen EM-Titelgewinn sein sensationeller internationaler Durchbruch zum Erfolg. Dieser sollte auch den Beginn einer nachhaltigen Sportkarriere markieren. Welche weiteren Highlights ergaben sich für den Oberallgäuer auf dem anspruchsvollen Revier in der südfranzösischen Meeresbucht: Erster Europacup-Sieg (2008) – im Weltcup erstes Medalrace-Ticket (2009) – und erstmals im roten Trikot (Zeichen des Drittplatzierten) in die Finalserie eingezogen (2010). |
Semaine Olympique Francaise, Hyeres
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Segelwettkampf und Revier der Extraklasse Eine Klasse für sich ist für Philipp Buhl das weltberühmte Regattarevier vor Hyeres an der Cote d’ Azur. Nirgends sonst wo haben sich bei ihm so beeindruckende Sporterlebnisse in der Erinnerung verankert. Hier begann 2007 für den damaligen Junior Buhl mit dem zweifachen EM-Titelgewinn sein sensationeller internationaler Durchbruch zum Erfolg. Dieser sollte auch den Beginn einer nachhaltigen Sportkarriere markieren. Welche weiteren Highlights ergaben sich für den Oberallgäuer auf dem anspruchsvollen Revier in der südfranzösischen Meeresbucht: Erster Europacup-Sieg (2008) – im Weltcup erstes Medalrace-Ticket (2009) – und erstmals im roten Trikot (Zeichen des Drittplatzierten) in die Finalserie eingezogen (2010). |
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Was hält die „Semaine Olympique Francaise“ (SOF) für Weltcup-Segler Buhl in diesem Jahr parat? Wie sich im Vorfeld bereits abzeichnete, ist für alle ein Geschenk vom Windgott zu erwarten, was die zurzeit instabile Wetterlage allerdings über die Tage noch ändern könnte. Der schwierige Umgang mit der sehr unregelmäßigen und launischen Sea-Breeze des letzten Jahres ist jedenfalls bei vielen Laser-Athleten noch in unguter Erinnerung. Ob es auch für den Sonthofener Sportsoldaten wieder eine Art persönliches schönes Geschenk geben wird, bleibt abzuwarten. Buhl ist allerdings Realist und erwartet nicht Geschenke. Er hofft natürlich auf das hilfreiche Quäntchen Glück an seiner Seite. Geschenke kann hier keiner erwarten. Wer die sehr hoch hängenden süßesten Kirschen ernten will, der muss schärfstes Wettkampfwerkzeug besitzen, und er muss dieses in den entscheidenden Momenten zur vollen Wirkung entfalten können. Denn hier in Hyeres, wo es um die begehrten Weltcup-Trophäen geht, sind die Weltbesten ausnahmslos am Start - über 150 Athleten aus nahezu 50 Nationen. |
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(Hyeres, 24./29.04.2011 (Text und Bilder: In den Tagen davor: Sonne pur, traumhafte Windbedingungen um 4 bis 5 Beaufort haben vom ersten Tag an unser individuelles Vorbereitungstraining begleitet und positiv beeinflusst. Heute (Freitag) gibt es ein Intermezzo aus Wolken und in der Nacht Regen. Der Ostwind pustete „aus allen Rohren“ und türmte mächtige mit teils über 4 m hohe Wellen auf. Es stellte sich die Frage, ob wir auf das für heute geplante Abschlusstraining aus Gründen der Ressourcenschonung eventuell verzichten sollten. Aber Philipp wollte die seltene Gelegenheit nicht ungenutzt und ungenossen verstreichen lassen. So gehörten wir zu den relativ wenigen Teams, welche auf dem schäumenden Meer ein Spezialtraining in Angriff nahmen. Die Aktion verlief gut, war lehrreich und bereitete trotz der hohen Herausforderungen auch noch eine Menge Spaß. Für mich war es beispielsweise eine neue Erfahrung, dass das Motorboot von den langen hohen Wellenbergen auch ohne Gas fast so schnell ins Wellental surfen konnte wie der von Pressluft angetriebene Laser auf dem Vorwindkurs. Außerhalb den besonders wirksamen Surfwellen war allerdings die Power des Motors gefordert, um vom Laser-Piloten Buhl nicht abgehängt zu werden. |
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Impressionen vom Training: |
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1. bis 3. Tag (Sonntag bis Dienstag): Qualifying Races 1 bis 6
Philipp Buhl kam mit den wechselnden Gegebenheiten bisher gut zurecht. Glanzleistung waren zwei vierte Plätze. Auch seine weiteren Platzierungen liegen in der Top Ten-Umgebung. Damit zieht Buhl an 20. Position ins Goldfleet ein. Der Rückstand zum zehnten Rang – diese magische Grenze hat jeder Topsegeler im Visier – beträgt nur 11 Punkte. Buhls Kommentar: „ Die Zwischenbilanz ist durchaus in Ordnung. In einzelnen Situationen habe ich leider auch etwas verschenkt, und das zeigt mir, dass Steigerungen möglich sind.“ |
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Im Zwischenklassement führt unangefochten Weltmeister Tom Slingsby (Australien) vor Andy Malony (Neuseeland) und Simon Grotelüschen (Deutschland). |
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4. bis 5. Tag (Mittwoch und Donnerstag): Finale Races 1 bis 4 (gesamt 7 bis 10) Hyeres 2011 - einmal ganz anderes. Die Regatta hatte für den Segler vom Alpsee gut begonnen und ohne Wenn und Aber deutlich neben der Zielsetzung geendet. Ein 31. Platz liegt zwar in diesem bis an die zulässige ISAF-Grenze aufgefüllten Weltklassefeld im besten Fünftel. Aber das zählt für den ehrgeizigen Sonthofener nur untergeordnet. Natürlich, noch schlimmer wäre beispielsweise, das Goldfleet nicht zu erreichen. Auch dies kann guten und erfahrenen Weltcupsegler zwischendurch passieren. Buhl will natürlich viel mehr und resümiert: „Ich bin nicht zufrieden mit dem Verlauf der Finalserie und auch nicht mit dem Endergebnis.“
Der 41. Platz im ersten Finale Race beruhte zunächst auf einem organisatorischen Problem. Ein vorverlegter Start war uns nicht bekannt. Trotz eiligstem Bootaufbauen und Volldampf-Schleppen über 10 km blieben nur wenige Minuten zur Vorbereitung im Startraum - von der nötigen Revier-Vorerkundung keine Spur. Das hätte bei diesen schwierigen Verhältnissen nur im absoluten Glücksfall gut gehen können. Aber das war nur ein Aspekt und nur bei diesem Rennen ein Problem. Die übergeordneten Ursachen für die weiteren wenig berauschenden Resultate an den beiden letzten Leichtwindtagen hängen mit spezifischen Gegebenheiten zusammen, für die jetzt schnell Lösungen gefunden und realisiert werden müssen. Das Team Buhl ist überzeugt: „In bestimmten Situationen müssen einige Dinge grundlegend anders gemacht werden. Wir müssen teils zurück zu den bewährten Mustern und diese mit neuen Ideen verbinden.“
Die Sieger endgültigen Gewinner der SOF werden erst nach dem Medalrace (es segeln nur die besten Zehn) am heutigen Freitag feststehen. Zurzeit führen der Spanier Javier Hernandez vor dem amtierenden Weltmeister Tom Slingsby (Australien) und Tonic Stipanovic (Croatien). Buhls Kaderkollegen Simon Grotelüschen und Malte Kamrath belegen die Plätze fünf bzw. 14.
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Das war’s vom Sailing Worldcup in Hyeres.
Grüße von der Cote d Azur
Euer Berichtverfasser
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Von der Cote d` Azur herzliche Grüße an alle meine
Ich werdet mir sicher die Daumen fest gedrückt haben aber könnt natürlich auch keine Wunder wirken. Ich verspreche euch, es wird wieder besser werden. Vielen Dank an euch!
Euer Segler
Philipp Buhl
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Letzter Feinschliff
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Philipp Buhl startbereit für Weltcup-Auftakt in Palma 1. Tag: Guter Einstieg bei starkem Wind.
2. Tag: 3. in 1. Wettfahrt! Jury hatte Buhl streng im Visier.
3. Tag: Super 1. Wettfahrt (Führung, am Ende 4.). Dämpfer in Wefahrt 2.
4. Tag: Kein Erfolgstag für Buhl. Schwierige Windverhältnisse. |
Letzter Feinschliff
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Philipp Buhl startbereit für Weltcup-Auftakt in Palma 1. Tag: Guter Einstieg bei starkem Wind.
2. Tag: 3. in 1. Wettfahrt! Jury hatte Buhl streng im Visier.
3. Tag: Super 1. Wettfahrt (Führung, am Ende 4.). Dämpfer in Wefahrt 2.
4. Tag: Kein Erfolgstag für Buhl. Schwierige Windverhältnisse.
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Präzisionsschliff vor dem ersten Start: Das betrifft bei Topsegler Buhl natürlich nicht nur die Politur des Bootsrumpfes, sondern eine Breite Palette von Erfolgsfaktoren: Manöver- und Segeltechniken, Speedoptimierung, Startstrategien, Reviertaktik und Windverhalten, mentales Handling, die Schnittstelle zum Supporter-Team, Umsetzung von Innovationen usw.
131 Laser-Athleten aus 35 Nationen sind zur traditionelle 42. Weltcup-Regatta TROFEO PRINCESA SOFIA vor Palma / Spanien gemeldet. Eigentlich beginnt die neue Weltcup-Saison bereits mit den Events in Melbourne (Australien / Dez.) und Miami (USA / Jan.). Doch so richtig geht’s erst in Spanien los, wenn die Weltelite weitgehend komplett ist. Philipp Buhl verbindet Saisonstart auch mit würdigenden Worten für seine Supportbasis : „Liebe Partner und Förderer! Ich heiße sie in 2011 alle herzlich willkommen an Bord. Eure Hilfe ist sehr wichtig! Ein besonderer Gruß gilt meinem neuen Partner, dem Premium Partner VEOLIA UMWELTSERVICE . Ihr könnt stolz sein auf Eure wichtigen Beiträge. Lasst mich nun das Beste geben für unseren gemeinsamen Erfolg. “ |
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(Palma, 03./08.04.2011 (Text und Bilder: Friedl Buhl)) Einen Tag davor (Sonntag) Die „Trofeo Princesa Sofia“, der europäischer Weltcup-Auftakt, steht einen Tag vor dem Start. Am Samstag hat Philipp Buhl seine abschließenden Segeltrainings absolviert, mit großer Zufriedenheit, wie er berichtete: „War in den letzten Tagen bei den Testwettfahrten in internationalen Trainingsgruppen mehrmals als Erster im Ziel und sonst meist unter den Topplätzen.“ Einmal sogar, obwohl der Start sehr chaotisch verlaufen sein soll.
Für den Segler vom Alpsee steht in Palma nicht unbedingt ein ehrgeiziges Ziel auf dem Plan. Es kommt zunächst darauf an, dass er seine Wettkampf-Formkurve auf einem zufrieden stellenden Level ansetzen kann, und sie schrittweise weiter nach oben entwickelt. Auf welchen Plätzen Buhl allerdings eine Regatta gerne beenden will, steht auf einem anderen Blatt. Auch wenn er nichts Näheres zu seiner Zielsetzung äußert, hat er sie dennoch stets klar im Visier. Von ihm stammt der Satz: „Ich muss ein höheres Ziel setzen und Druck spüren, sonst kann ich nicht gut segeln.“
Der erste Start von insgesamt 11 Wettfahrten ist am Montag für 11:00 Uhr vorgesehen. Der Wind scheint aus heutiger Sicht Erwartungen zu erfüllen.
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1. Tag (Montag): Qualifying-Races 1 und 2 Mit satten 6 Beaufort und in den Böen bis 30 Knoten verlangte der ablandige Nordostwind den Athleten segelttechnisch und athletisch ein sehr hohes Niveau ab. Hinzu kam die nicht einfache Reviertaktik, um das Optimale aus den drehenden Böen herauszusegeln.
Philipp Buhl kam mit den Bedingungen gut zurecht, war aber nicht mit allem zufrieden. Er berichtete: „Die Starts waren einwandfrei. War immer in Kürze vor der Feldfront.“ An der ersten Luvmarke mischte er jedes Mal in der Spitzengruppe mit. Im weiteren Verlauf verlor Buhl in der ersten Wettfahrt etwa fünf Boote auf dem Vorwind. Zur Ursache meinet er: „Irgendwie hatte ich ein Problem, meinen taktischen Plan umzusetzen.“ Auf der anschließenden Kreuz war es ihm ein Ausgleich nicht möglich. Buhl passierte das Ziel als Zwölfter. Damit war er nur bedingt zufrieden, obwohl dieses Ergebnis im grünen Bereich liegt.
Deutlich positiver dagegen das zweite Race. Auch hier gab es für ihn gewisse Positionswechsel – ein Zeichen auch für die hohen reviertaktischen Anforderungen. Aber es gelang im immer wieder der Ausgleich. Nach hartem Kampf konnte er sich im Ziel über einen hervorragenden dritten Platz freuen und das weit auseinander gezogene ankommen sehen. Damit hatte er in seinem Fleet beispielsweise auch einen wie Paul Goodison auf die Plätze verwiesen.
Buhl liegt nun im Zwischenklassement aller drei Fleets an 18. Position. Es führt Weltmeister Tom Slingsby (Australien) vor Simon Grotelüschen (Lübeck) und Van Lear Wannes (Belgien). Simon zeigte damit zweifellos eine gelungene und starke Tagesleistung.
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2. Tag (Dienstag): Qualifying-Races 3 und 4
Mit einem siebten Platz in der ersten Wettfahrt segelte Philipp Buhl bei ablandigem und ungleichmäßigem Wind um 3 Beaufort ein gutes Ergebnis unter Dach und Fach. „Auch wenn noch Potential zu mehr drin gewesen wäre, bin ich damit recht zufrieden.“ beurteilte Buhl seine Leistung. Mit Potential meinte er vor allem auch eine 720°-Kringel-Strafe auf dem Vorwind-Kurs.
Im Verlaufe der zweiten Wettfahrt befand sich der Wind in einem verspäteten Umbruch in eine Seabreeze, verbunden mit stärkeren launischen Drehungen und allmählichem Abflauen. Nur das erste Laserfleet war davon betroffen, denn die anderen wurden vorläufig nicht mehr gestartet. Buhl hatte all diese Schwierigkeiten taktisch recht gut gemeistert und war trotz eines nur mäßig gelungenen Starts bis 100 m vor dem Ziel ca. Achter. Dann kassierte Buhl die zweite gelbe Flagge und damit eine Disqualifikation. In der Fastflaute und im Eifer des Gefechtes hatte er wohl etwas zu schnell aufeinanderfolgend gewendet. Damit ist ein Streichergebnis verbraucht, aber keineswegs die positive Stimmung.
Buhls Fazit: „Ich stelle fest, dass ich in allen seglerischen Bereichen bei den Spitzenseglern bin. Und ich weiß und glaube, dass hier noch allerhand drin sein kann.“
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3. Tag (Mittwoch): Qualifying-Races 5 und 6
Trotz des 19. Platzes in der zweiten Wettfahrt war Philipp Buhl am Ende keineswegs betrübt und sogar guter Dinge. Warum? Er weiß, woran es lag. Und manchmal fehlt auch das berühmte Quäntchen Glück oder hat stattdessen gar ein Häppchen Pech zu ertragen. Aber das wird logischerweise kein Dauerzustand sein.
Zunächst einen Blick auf die erste Wettfahrt. Buhl startet links und ziemlich riskant - und alles gelingt. Der gute Speed ermöglicht ihm eine baldige Wende und in Kürze dominiert er das Feld mit schönem Abstand. So bleibt es eine Runde lang. Seine Position und auch sein Vertrauen in die Windeinschätzung lässt ihn vermutlich etwas übermütig werden und dachte auf der zweiten Kreuz nur mehr am Rande ans Verteidigen. Ein Wind-Rückdreher, mit dem während des sich zurückziehenden Gradientwindes kaum mehr zu rechnen war und auf den er eben nicht mehr voll reagieren konnte, kostete ihn die komfortable Führung. Nach einem kleinen Aufholer auf dem letzten Vorwind reichte es im Ziel trotzdem zum sehr gute vierten Platz.Die zweite Wettfahrt stand ebenso wie gestern unter dem Vorzeichen der Sea Breeze. Sie hatte sich nach über einer Stunde des Abwartens formiert und eine Stärke von 2 bis 3 Beaufort erreicht. Buhl hatte einen taktischen Plan, angepasst an die Charakteristik des lokalthermischen Seewindes in der Meeresbucht vor Palma. Aber es genügt bereits, einmal nicht richtig in den Rhythmus der schwierig einzuschätzenden Windpendler hineinzufinden, und der Dämpfer kann perfekt sein. Dies geschah bereits während der Startkreuz. Buhl konnte sich im Kampf um die Schadensbegrenzung zwar ein gutes Stück wieder vorsegeln, aber mehr als ein 19. war nicht mehr machbar.
Dieses wenig berauschende Ergebnis drückt natürlich etwas auf das Punktekonto. Buhl zieht ab morgen als 23. ins Goldfleet ein, 17 Punkte Rückstand zur oberen Medalrace-Grenze, zum zehnten Platz. Mit Zuversicht äußerte er: „Das ist nicht so viel. Da ist noch alles offen. Irgendwann sollte es doch durchfunken und irgendwie fühle ich es auch.“
Vorne positionieren sich Goodison (England) vor Slingsby (Australien), Thompson (England) und dem Vorjahressieger Hernandez (Spanien). Buhls Kaderkollegen Grotelüschen und Kamrath belegen zurzeit die Plätze acht und 22. Für morgen (Donnerstag) sind ähnliche Windverhältnisse und viel Sonnenschein – hoffentlich auch für die Ergebnisse – vorhergesagt. |
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4. Tag (Donnerstag): Final Races 1 und 2 (gesamt 7 und 8) Kein Erfolgstag für Philipp Buhl. Bei sehr diffizilen und schwierigen Sea Breeze-Verhältnissen kassierte er einen 29. und 23. Platz. Buhl hat sich damit von den Top Ten entfernt. Eine Teilnahme im Medalrace ist praktisch nicht mehr erreichbar. Das Resultat und die Auswirkung sind für ihn zweifellos enttäuschend, auch wenn er sich mit dem Zwischenergebnis noch im ersten Fünftel befindet. Diese heutige Leistung mit „nur“ zwei mittleren Plätzen in einem Weltcup-Goldfleet kann man für Buhl als Ausrutscher ansehen, die man einem Sportler auf dieser Hochleistungsebene fairer Weise zugestehen sollte. Keinem Athleten bleiben solche Phasen erspart. Da muss er auch souverän durch.
Buhl kann aus seiner Sicht in Palma nicht mehr viel verlieren. Er wird den verbleibenden Rest der Regatta als Trainingswettkampf nutzen und zur Übung wahrscheinlich das eine oder andere Risiko- und Testspiel angehen.
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5. Tag (Freitag): Final Races 3 und 4 (gesamt 9 und 10)
Ende einer Regatta nach zwei weiteren Finalwettfahrten bei schierig einzuschätzendem Seewind der Stärke 2-4 Beaufort. Für die Medalrace-Teilnehmer findet morgen (Samstag) noch das Finale statt. Damit hat Philipp Buhl leider nichts zu tun. Er hatte es natürlich auf dem Plan. Aber im Hochleistungssport werden grundsätzlich viel mehr Pläne gefasst als verwirklicht. Das ist soweit natürgemäß und hängt mit dem enormen Schwierigkeitsgrad der Realisierbarkeit zusammen.
Diese erste europäische Weltcup-Regatta war für Buhl der Einstieg in die Saison. Sie war für ihn auch ein erstes Testevent. Es sollte den Beginnpunkt in der persönlichen Formkurve markieren. Das Fazit könnte man groß so ausdrücken: Es gab zahlreiche gute und auch sehr positive Phasen, aber eben auch Fehler und Unzulänglichkeiten – zu viele. Diese gilt es nun genau zu analysieren und dann nach besten Möglichkeiten zügig auszuschalten. Dabei dürfte sich manches von selbst erledigen. Denn Buhl kann viel mehr, als er in Palma zeigen konnte. Er hat sich bei dieser Wettfahrtserie eindeutig unter Wert verkauft. Das Gelingen hängt eben von zu vielen und auch sehr feinen Komponenten ab, als dass man sie alle und zu jeder Zeit einfach nur im Grift haben könnte.
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Das war’s vom Sailing Worldcup in Palma de Mallorca. Danke für Euer Interesse. Euer Berichtverfasser
Friedl Buhl
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Aus Spanien herzliche Grüße an alle meine Partner und Förderer, Fans und Gönner sowie meine Freunde und Bekannten und natürlich nicht zuletzt meinen Segelclub Alpsee Immenstadt (SCAI).
Ich hoffe und glaube, es kommen bald wieder Zeiten mit mehr Erfolg. Auf jeden Fall vielen Dank an Euch.
Bis bald! Euer Segler
Philipp Buhl
Ihre Nachricht wird garantiert gerne gelesen! fanpost-an-philipp@computech-fs.de Vielen Dank für die Fanpost – auch wenn ich nicht immer auf alle eine Antwort schreiben kann! Bitte um Verständnis! |
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Weltrang bestärkt Hoffnungen
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Daumen hoch für den Oberallgäuer auf internationalem Terrain Für die Fans von Topsegler Philipp Buhl heißt es ganz besonders in der kommenden Saison, Daumen hoch. „Großes steht bevor.“, konstatiert er. Sein ausgezeichneter zehnter Platz in der aktuellen ISAF-Weltrangliste und die Spitzenreiterposition in der Deutschen Rangliste wecken große Hoffnungen für die bedeutendste Saison seiner jungen Sportkarriere.
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Weltrang bestärkt Hoffnungen
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Daumen hoch für den Oberallgäuer auf internationalem Terrain Für die Fans von Topsegler Philipp Buhl heißt es ganz besonders in der kommenden Saison, Daumen hoch. „Großes steht bevor.“, konstatiert er. Sein ausgezeichneter zehnter Platz in der aktuellen ISAF-Weltrangliste und die Spitzenreiterposition in der Deutschen Rangliste wecken große Hoffnungen für die bedeutendste Saison seiner jungen Sportkarriere.
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Buhl zur Situation: „Diese Platzierung ist wie eine späte nachträgliche Belohnung für die erfolgreiche Saison 2010. Sie bestärkt mich aber auch im Selbstvertrauen und in der Motivation für die anstehenden Herausforderungen. In der heurigen Saison stehen große Aufgaben bevor, die es zu meistern gilt."
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(Sonthofen, Kiel, Palma, 28.02.2011 (Text und Bilder: Friedl Buhl))
Die Saison hat für Buhl und sein Team mit Vorbereitungen auf breiter Ebene wohl längst begonnen. Derweil agiert er traditionell auf dem Meer vor der spanischen Insel Mallorca. Anfang April wird das Geschehen in der Seglerwelt von der Öffentlichkeit mit Spannung wahrgenommen werden. |
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Vieles spricht bereits vor dem Einstieg in die Weltcup-Saison vor Palma de Mallorca dafür, dass der Sonthofener Sportsoldat die Olympiaausscheidung für 2012 schaffen kann. Dafür sorgte er mit seinen überzeugenden Leistungen 2010, wofür ihm kürzlich eine Belohnung nachgereicht wurde. Der Herausgeforderte erklärte dazu selbstbewusst: „ Die aktuelle Weltrangliste lässt nicht nur berechtigt hoffen, dass es seit 1996 endlich wieder ein deutscher Laser-Athlet zu den olympischen Spielen schaffen kann. Sie zeigt auch, dass ich es sein kann.“ Nach aktuellem Stand ist der 21-Jährige derzeit auf Position Zehn im World Ranking zu finden. Damit gehört er jetzt definitiv auch im Leistungsgesamtbild zur Weltspitze der Laser-Segler. Bis heute gelang es in dieser sehr konkurrenzträchtigen und populärsten olympischen Männer-Klasse überhaupt nur einem deutschen Segler, in die Top Ten vorzudringen. „Ist das vielleicht ein Wink und gutes Omen?“ vermerkt der Sportler vom Segelclub Alpsee Immenstadt lächelnd und mit zuversichtlichem Blick.
Der Sonthofener sagte, er habe damit zwar schon eines seiner Ziele für 2011 erreicht, aber es bestehen eben mehrere, und darunter ein ganz großes: „Die Qualifikation für Olympia 2012 in London / Weymouth.“ Die Erfüllung der deutschen „DOSB-Olympianorm zum Nachweis der Endkampfchance“, wie es in der Verbandsfachsprache heißt, zählt zu den schwierigsten Olympia-Qualifikationshürden in der Sportwelt. Danach müssen über zwei ausgewählte hochrangige Weltcupregatten plus der WM eine Position unter den besten Zwölf unter Beweis gestellt werden. Dann hat man das Ticket aber noch nicht automatisch. Denn im Segeln darf aus Gründen des gleichzeitigen Wettkampfes aller Teilnehmer (Fleetrace) pro Disziplin (z. B. Segeln Laser) nur ein Athlet pro Nation an den Start, natürlich der Beste. Schlussendlich ist bei den Spielen selbst der Kampf um Medaillen ein „hartes Brot“. Ein Segler kann nämlich nur um eine einzige Medaille kämpfen, während in einem Großteil anderer Sportarten, z. B. im alpinen Rennsport die Athleten je nach Allroundfähigkeiten mehrere Medaillenchancen wahrnehmen können. Buhl ist vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zwischenzeitlich mit zwei weiteren Athleten des deutschen Rennstalls in das „DOSB-Olympia-Top-Team 2012“ berufen worden. Dies ist war eine wichtige Voraussetzung auf dem Weg zu einer potentiellen Olympiateilnahme, hat jedoch mit dem internationalen und nationalen Qualifikationsbeweis unmittelbar noch nichts zu tun.
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Goldene Ehrennadel für Philipp Buhl
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Für hochrangige sportliche Erfolge mit der Goldenen Ehren-
nadel des Bayerischen Seglerverbandes ausgezeichnet.
Philipp Buhl. (Bild: F. Buhl) |
Goldene Ehrennadel für Philipp Buhl
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Für hochrangige sportliche Erfolge mit der Goldenen Ehren-
nadel des Bayerischen Seglerverbandes ausgezeichnet.
Philipp Buhl. (Bild: F. Buhl)
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Der Bayerische Seglerverband ehrte bei seiner traditionellen Meisterehrung in Prien am Chiemsee bayerische Topsegler. Allen voran wurde Philipp Buhl aus Sonthofen mit der Goldenen Ehrennadel für seine Erfolge der Saison 2010 ausgezeichnet. Moderator Axel Müller vom Bayerischen Fernsehen bezeichnet den Spitzensportler vom Segelclub Alpsee Immenstadt als den „… Hochkaräter. Auf ihm lagern die deutschen Hoffnungen für die Olympischen Spiele 2012.“ |
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(Prien, 05.02.2011 (Text und Bilder: Friedl Buhl))
Anlass für Buhls Auszeichnung war der Deutsche Meistertitel in der olympischen Laser-Klasse 2010, den er nach 2007 nun zum zweiten Mal ins Allgäu holte. Hervorgehoben wurden auch die internationalen Toperfolge des Sportsoldaten. Er schrammte mit einem vierten Platz knapp an einer EM-Medaille vorbei und belegte bei der WM (Hayling Island / England) den zwölften Rang. Bei der deutschen Weltcup-Regatta in Kiel holte er Bronze, platzierte sich bei den weiteren Weltcup-Events meist im Bereich der Top Ten und hatte auf diesen Wettkampfebenen überdies mehrere Einzelwettfahrten gewonnen. Aufgrund seiner glänzenden Saison 2010 führt der Sonthofener zum neuen Saisonstart die Deutsche Rangliste an und liegt im World Ranking auf Position zehn.
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Im Interview mit Müller informierte Buhl über die spezifische Qualifikation der Segler für die Olympischen Spiele. Demnach sei die Olympianorm des Deutscher Olympischer Sportbundes (DOSB) prinzipiell ähnlich wie früher. Die besondere Erschwernis bei Seglern: In jeder Disziplin (z. B. im Laser) kann grundsätzlich nur ein Athlet pro Nation starten. Nominiert wird logischerweise der Beste einer Nation, aber auch nur dann, wenn er die internationale und nationale Norm erfüllt. Dabei ist die deutsche Norm besonders hoch. Vereinfacht erklärt, muss der Bewerber bei zwei bestimmten Weltcup-Events und der WM im Verlaufe von 2011 sich insgesamt unter den besten zwölf Nationen einreihen.
In der sehr leistungsdichten Laser-Klasse der Männer sei dies nicht einfach, lässt Kandidat Buhl beiläufig durchblicken. Am Start sind hier nämlich regelmäßig zwischen 140 bis 165 Athleten aus 40 bis 65 Nationen, und erfahrungsgemäß platzieren sich meist acht bis zehn Nationen unter den Top Ten. Demnach ist bei diesen Kriteriumswettkämpfen eine Platzierung etwa unter den zwölf Weltbesten anzustreben.Buhl erinnerte daran, dass seit den Spielen in Atlanta 1996, also über zwischenzeitlich drei Olympiaden, wegen der hohen Qualifizierungshürden leider kein deutscher Laser-Athlet mehr am Start sein durfte. Der auf Olympia 2012 Fokusierte stellte entschlossen fest: „Das will ich jetzt ändern.“ Es sei nun höchste Zeit, dass in der attraktivsten Rennjolle Laser auch wieder Deutschland um die höchsten sportlichen Ziele mitmische.
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Segelsaison 2011 im Umbruch
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Die ungewöhnliche Vorbereitung eines Sportlers neigt sich zum Ende. Am Beginn steht
nun eine ungewöhnliche Herausforderung auf den int. Segelrevieren, die bisher größte
in seiner Karriere. Weltcup-Segler Philipp Buhl schaut dem entschlossen entgegen. (Bild: F. Buhl) |
Segelsaison 2011 im Umbruch
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Die ungewöhnliche Vorbereitung eines Sportlers neigt sich zum Ende. Am Beginn steht
nun eine ungewöhnliche Herausforderung auf den int. Segelrevieren, die bisher größte
in seiner Karriere. Weltcup-Segler Philipp Buhl schaut dem entschlossen entgegen. (Bild: F. Buhl)
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Philipp Buhl in der letzten Vorbereitungsphase für die Weltcup-Saison 2011 |
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(Sonthofen / Palma, 13.02.2011 (Text und Bilder: Friedl Buhl)) Die Segelsaison 2010 endete für Philipp Buhl mit der Int. WM-Testregatta in Perth / Australien Ende November. Eine wunderbar erfolgreiche und sehr hoffungsträchtige Saison war damit besiegelt. Doch mit dem Saisonsende geht für einen Hochleistungssportler der Beginn der nächsten Jahresrunde Hand in Hand. So auch für das deutsche Laser-Aushängeschild vom Segelclub Alpsee Immenstadt. Während allerdings andere Profisegler bereits wieder im Dezember und Januar die ersten beiden Weltcup-Regatten in Australien und den USA bestreiten, klinkt sich Buhl gezielt aus dem Segeln und Welpcup-Geschehen aus und erholt sich von der Turbulenz und den Strapazen des Jahres zuerst einmal eine Weile zu Hause im Oberallgäu. „Ich brauche diesen Abstand unbedingt, damit zum Ende des Winters die Motivation und Angriffslust für das Bevorstehende wieder voll aufgefrischt wird.“, stellt er für sich fest. Für Buhl ist die Auszeit jedoch nicht mit Urlaub zu vergleichen. Denn er widmet sich derweil konzentriert seinem Studium, das er parallel zum Leitungssport absolviert. „Die konzentrierte geistige Arbeit ist sehr wichtig und bringt zudem eine wertvolle Abwechslung ins Spiel.“ bewertet der Sportsoldat. Und dann melden sich bei ihm bald auch Gefühle des Trainingsdrangs dazwischen. Er kennt das Sprichwort, „Ohne Fleiß kein Preis.“ Andererseits überzeugt ihn beim Training die Auffassung „Klasse statt Masse.“ An der für ihn besten Lösung hinsichtlich Trainingsinhalten, Intensität, Spaß, Wohlfühlen, … tüftelten seit Jahren Athlet Philipp und sein privater Coach, Vater Friedl – bisher sehr erfolgreich, wie die überragenden Erfolge Bände sprechen. Vater Buhl analysiert: „Man muss den Mut zu individuellen und auch ganz neuartigen Maßnahmen und Methoden haben. Schließlich will man vor der Konkurrenz sein. Phili Nun, im Spätwinter, ist es Zeit zum Herunterfahren und Booten seiner unterschiedlichen Betriebssytseme. Das heißt für Buhl auch, sein Winter-Trainingszentrum, seine geliebte Heimat, die reizvolle Allgäuer Winterlandschaft zu verlassen und auch seine Rennskier samt Equipment frühzeitig in die Ecke zu stellen. |
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Philipp Buhl, Nachwuchs-Asse und jüngst vom DOSB berufenes Mitglied in das Nationalteams der olympischen Laser-Klasse der Männer, ist zwischenzeitlich auf der Insel Mallorca angekommen. Dort absolviert er im Laser die ersten Trainingsblöcke in der Bucht vor Palma. Noch vor Ostern wird dort die traditionelle spanische Weltcup-Regatta „Princess Sofia Trophy“ für eine Woche auf der Bühne des ISAF Sailing Worldcup residieren. Für Vollblut-Segler Buhl gilt es nun, seine Leistungsform auf das Wasser zu übertragen und dort weiter gezielt und gekonnt nach oben zu entwickeln, um auch die Spitze abrufen zu können, wenn es bald um viel geht. Im Zuge der Olympiakampagne für die Spiele 2012 in London / Weymouth steht heuer für den Erfolgssegler aus Sonthofen die vorläufig wichtigste und herausfordernste Saison seiner Karriere an. |
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Erfolge 2011
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Regatta und Sonstiges Eventart
Revier, Ort, Land
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Platz (von Anzahl
Teilnehmern) |
Berichtüberschrift mit Link zum Bericht |
Erfolge 2011
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Regatta und Sonstiges Eventart
Revier, Ort, Land
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Platz (von Anzahl
Teilnehmern) |
Berichtüberschrift mit Link zum Bericht
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Sail for Gold Weltcup
Ärmelkanal, Weymouth, England
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7. Platz (von 131)
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Siebter in Weymouth beim „Sail for Gold“-Weltcup |
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Kieler Woche Weltcup
Cote d' Azur, Hyeres, Frankreich
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Silber (von 150) |
Weltcup-Silber für Philipp Buhl nach grandiosem Kampf |
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WM (im Flying Dutchman) Gardasee, Malcesine, Italien |
6. Platz (von 130)
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Philipp Buhl hat’s auch im Flying Dutchman drauf! |
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IDM Ostsee, Travemünde
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Silber (von 45) |
Silbermedaille und Champions-Cup-Sieg als schöner Trost
für verlorenen Laser-IDM-Titel |
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IDM Champions Cup (im Laser SB2) Ostsee, Travemünde |
1. Platz |
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Championat de France
(Frz. Meisterschaft) Cote d Azur, Hyeres, Frankreich |
Silber (von 68) |
Philipps Generalprobe |
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Sailing Team Germany Avard Olympiakampagne 2012, Hamburg |
Fairness-
Preis des Jahres |
Die größten Erfolge von 2005 -2011
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Jahr |
Regatten und Sonstiges
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Platz |
Die größten Erfolge von 2005 -2011
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Jahr |
Regatten und Sonstiges
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Platz
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2011
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WC Kieler Woche |
2 |
| WC Weymouth |
7 |
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| IDM Travemünde |
2 |
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IDM Champions Cup
Travemünde (im Laser SB2)
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1 |
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Championat de France
(Frz. Meisterschaft)
Hyeres
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2 |
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| WM Malcesine (im Flying Dutchman) |
6 |
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"Sailing Team Germany Avard"
(zur Olympiakampagne 2012)
Hamburg
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Fairness-
Preis
des Jahres
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| 2010 |
EM Tallinn |
4 |
| WM Hayling Island |
12 |
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| WC Kieler Woche |
3 |
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| WC Medemblik |
11 |
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| WC Weymouth |
11 |
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| WC Palma de Mallorca |
12 |
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| IDM Hamburg |
1 |
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2009 |
JoEM Landskrona | 1 |
| WC Kieler Woche, (U21) | 2 | |
| WC Hyeres, (U21) | 9 | |
| EC Hoorn (U21) | 4 | |
| IDM Immenstadt | 2 | |
| Juniorensportler des Jahres | 4 | |
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2008
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JoEM Douarnenez |
2 |
| EC Hyeres |
1 |
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| EC Hoorn (U21) |
2 |
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| WC Kieler Woche |
2 |
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| IDM Blankenese |
3 |
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2007 |
JoEM Hyeres (U19) |
1 |
| JoEM Hyeres (U21) | 1 | |
| JoWM Kingston | 3 | |
| IDM Lechbruck | 1 | |
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2006 |
JoEM Gdynia | 3 |
| IDJoM Travemünde | 1 | |
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2005 |
EC Warnemünde (U17) | 2 |
| EC Hoorn (U17) | 3 | |
| IDJM Eckernförde (U17) | 1 | |
| IDJM Eckernförde (U19) | 2 | |
| IDM Kiel (U17) | 1 | |
| IDM Kiel (U19) | 3 | |





























Dann das Abschluss-Race und noch eine Keinigkeit mehr Wind. Es sollte eine der der denkwürdigen Wettfahrten werden. Draufgänger Buhl segelte wie von einem anderen Stern. Er wollte wegen seiner Ansage wohl auch Nostradamus alle Ehre machen. Und er wollte es wissen. Von ca. 50 m Vorsprung bereits an der luvwärtige Bahnmarke baute Buhl auf allen Kursen mit seinem faszinierenden Speed und viel taktischem Feingefühl den Abstand auf insgesamt ca. 400 m (oder ca. 2 min) aus und versetzte die Konkurrenz sicher nicht nur ins Staunen.

















Das wäre ein dicker Grund, sich in der für die Deutsche Segler-Nationalmannschaft jetzt angesetzten und hoch verdienten Regenerierungsphase erst einmal zurückzulehnen, tief durchzuschnaufen und sich von Wettkampfstrapazen zu erholen. Aber für den Vollblutsportler aus dem Oberallgäu gib es offensichtlich noch Vorrangigeres. Er fuhr umgehend bei Nacht von Kiel an den Alpsee, um sich bei bester Gelegenheit, zur Int. FD-Kuhschellen-Regatta, in seinem Heimatclub SCAI sehen zu lassen. Diese sehr hochrangige FD-Ranglistenregatta hat einen ganz besonderen Reiz. Es ist die 46. und ist weltbekannt geworden. Auf der Wandertrophäe sind die Siegernamen früherer Weltmeister und Olympiasieger zu lesen, als der FD vor dem Laser noch olympisch war. Aus Zuneigung zum Fying Dutchman-Segeln, zu dieser Regatta und aus Verbundenheit mit dem Club und vielen FD-Seglern startete Buhl hier auch aus Herzenslust. Er heuerte als Steuermann bei Vorschoter Rüdi von Maxen an.































